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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-04-23 · Heft 17 (23.4.1861) · p. Seite 244

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 17 (23.4.1861)
Date
1861-04-23
Page
Seite 244 (sequence 14)
Language
German
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14. DecemVer 18,56 Gehaltszulage. K,on,^ährlitz 30 ThüW' unSTOe' Prvlöngirüng fbV8 einjährigen' Conttäcts auf fernere fünf Jahre.; Me? gutmüthige, als sehr friedlich .Lekannte.Gemeinde wWg.te Alles ein und Weinberg benutzte' die' .Gelegenheit, im Frühjahr 1857' am hiesigen Platze.unterher Firmg: ^Geschw. Weinberg ein Kurzwaarenaeschä'ft en, .'äetsÜund', ey 'gro.8 .utzp > ein Wechsel- SisconD-Gefchäff zu erpichtem'! Gr nahm auch zwei'minderjährige (Zseschwisier zu sich' und'fatarirte feiefctib^n; na^ ^Un^ gemeffenheit ihrer Leistungen. Weinberg erkannte die Gefährlichkeit., der Situation und thät'um so,,mehr in treuer Pflichtersüllüng seine Schuldigkeit, so daß eine Bemittelte Familie, genötigt, war, ihren 11jährigen sehr Aufgeweckten Söhn' zu einem .tüchtigen Lehrer nach Geseke zu bringen, um ihn daselbst in den nöthigsten..Elementarfächern unterrichten zu lassen. Der vom Geschäft so sehr in Anspruch genommene Lehrer konnte beim besten Willen den Anforderungen der. Schule nicht entsprechen, ja, es wurden sogar in vielen Fällen oft wöchentlich von den täglich gesetzten 5 Schulstunden 2 versäumt, wie wir mit glaubwürdigen Zeugen beweisen können. Es liegt nun einmal in der Natur des Menschen, daß er stets nach'dem unsicheren Gewinne hascht, während das ihm verbriefte Sichere doch von selbst kommen muß. Es war kein Neid und keine Bösheit)' von welchen die hiesigen Gemeindeglieder geleitet wurden, sondern eins der Vorstandsmitglieder Hilft noch heute' das Engrosgeschäft des Weinberg fördern. Daß Geschäfte auch uicht immer von Annehmlichkeiten begleitet sind, und'chaßUchchie'.wahrgenommenen Unannehmlichkeiten auf die nächste, Umgebung des Menschen übertragen, das hatten wir nur zu sehr an unfern.Kindern ,zu bemerken, denn jedes derselben war von dem sehr menschenfreundlichen Lehrer mit einem Spitznamen belegt. Im vorigen Jahre machte ein Freund des Lehrers dem Vorstande die: Anzeige, daß sein Sohn, einen, derartigen Schlag vom Lehrer auf das Auge erh'alim^: daß• W ' 2 Tage und 2 Nächte kalte Aufschläge auf dasselbe gemacht und der Gefahr ausgesetzt gewesen sei, stündlich..dasAugezu verlieren. Mehrerer kleinen nicht .so sehr ins'Leben greifender Verletzungen nicht zu gedenken, wurde der Sohn einer armen Wittwe im verflossenen . Herbstes derartig mit zwei. Dörnenstöcken (einer brach nämlich während der Erecution) durchgeprügelt, so büß'der' bereits zerbrochene Arm des Knaben nochmals durch' 'ÄMlä'sfe und^Schröpfköpfe einer 14tägigen ärztlichen'Behandlung Unterlag. Daß bei solchen Vorgängen auch dem ftiedliebendften Vorstande die Geduld brechen müßte und daß . der' an den Lehrer vom Vorstände gerichtete Brief nicht in den gewähltesten Ausdrücken geschrieben war,^ wird' zügegeben. Wo. sollte auch der unwissende Vorstand die feinen Ausdrücke herhaben? Derselbe bedauert sehr, keinen Weinberg zum Lehrer gehabt zu haben, dieser hatte ihm' die feinen Ausdrücke jedenfalls handgreiflich beigebracht. Werl sucht einen Lehter und findet auch einen, da sich eine Masse Autoritäten zu dieser Stelle gemeldet; wir. behauern. sehr, diesen Herren bis jetzt noch nicht die erforderlichen.Mittheilungen gemacht zu haben, da die Regierung erst vor Kurzem die Kündigung, des Weinberg genehmigt. Bezweckt der Artikel in No. 14)!! vielleicht) uns die Anstellung eines Lehrers zu erschweren:? dieses^ wäre eine gemeine Rache, und fällt nur auf Denjenigen zurück, . von welchem sie ausgeht. Also der fruchtbringende Samen, den Weinberg in so treuer Pflichterfüllung in seiner Schule ausgestreut, soll hierdurch'erstickt'werden? Wir überlassen es, schließlich dem unparteiischen Leser dieses Blattes, ob die kleine mächtige, oder die große ohnmächtige Partei recht gehandelt; wir treten mit offenem Visir auf und können unsere Angaben mit glaubwürdigen Zeugen und ärztlichen Attesten stützen, werden aber auf keinen ferneren.Artikel mehr antworten.. r: ' r „Nun Du vielgepriesenes lOtes Jahrhundert, erleuchte mit Deiner Aufklärung auch die unwissenden. Vorsteher, damit dieselben fernerhin empfinden, -wenn sie und ihre Gemeinden in .ihrem Rechte verletzt werden, entferne aus ihren Schulen alle Marterwerkzeuge, welche mittelalterliche und barbarische Scenen herbeiführen. Du begannst damit, die derben Stockprügel beim Militär abzuschaffen, Du hobst in Rußland die Knute auf, und feierst jetzt den glänzendsten Sieg durch Aufhebung der dortigen Leibeigenschaft."*) Werl, im April 1861. Der Synagogen-Vorstand. *) Die betr. Corresp. in No. 14. ist nicht von dem bez. H. Weinberg. Etwaige Entgegnungen können ebenfalls nur als Inserat ausgenommen werden. Die Redaction. In Colberg hat der Herr Prediger vr. Engelbert, der früher, als er in Thorn amtirte, für das Institut eifrigst wirkte, die Agentur übernommen, während in Thorn Herr Jakob Landeker wieder wie in den ersten Jahren des Instituts sich in edelster Absicht den desfallsigen: Bemühungen unterzieht. Das Institut zur Förderung der israel. Literatur. Herr Prediger vr. Hermann Engelbert in Elberfeld hat eine Agentur übernommen. Das Institut zur Förderung der israel. Literatur. Jüdisches MMblatt No. 16. Die jüdische Nationalität. — Geschichte eines Tapftrn. — Abschaffung der Rachegebete. — Curiosa. — Anekdote. NB. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich 1 Thlr. VierteljährigThlr. '^; i '• Verlag von Bauntgärtners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redacteur; K. Nabe.

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