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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-03-26 · Heft 13 (26.3.1861) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 13 (26.3.1861)
Date
1861-03-26
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Könnend , am 8. März 186 u Uaee tsmea erectio 8e ip8vm ju8le dekendendo ' . nntam afferre non intellie-atur. Trinartilum, iil.nl. - - Die neulich in diesen Blättern mit-gerechter Indignation erwähnten ^Ausfälle des „Magyar: Izra'elila“' waren keinesfalls auf den Het uns-' seit' wehr denneineni Viertel-Jahthündert gefeierten. Redacteur der „Allgem. Zeitung des Judenthums", als vielmehr und. recht eigentlich aus jene saubere Cöttene gemünzt, der es gelungen^ war unter Vorspregelüng eruer bedrohten Civilisation die Spalten, dieservielgelesenen und maßgebenden Zeitschrift -zu ihren selbstsüchtigen und mißverstandenen Zwecken zu vceüpiren;.'-.'"Heaten'/-'dises" sich zur'Aufgabe gemacht, in einer Reihe, von diffamironden Artikeln unsere sprüchwörtliche Gastlichkeit :mit! dem schnödestem Undank zu entgelten, und anstatt' in der 'unbegründeten Angst ihrer Seele an unsere-Humanität und an unseri-jüdisches Herr zu appelliren, nicht aufhören,, in.der auswärtigen Presse unsere Intentionen dem Auslande gegenüber zu verdächtigen, -und uns-in ' die Reihe - der Barbaren zu versetzen,! diemit kanibalischer Gier das Mark und das Herzblut ihrer - civilisatorischen „Eroberer" verspeisen. So, und in dieser tendentiöfen Verdächkigungsmanier gehaltene „Correspondenzen" waren 'allerdings nicht darnach angethan, dem verehrten. Blatte neue Lesekreise zu erschließen,- oder auch Nut dessen'Verehrer von ehedem in ungeschwächter Sympathie 'zu erhalten. — Diese Unholde schadeten uns Ungarn jüdischer Religion nach zwei Richtungen -hin, / da man uns für die' Einsender dieser den ungarischen Namen compromittirenden - Aufsätze und Berichte hält; — denn die Bermuthung, als wollten-'wir auf diese Weise die Unbill der allerdings mangelhaften Gesetze von 1848 rächen', liegt am' Ende? gar- - nicht fern und'- dringt 'sich ohne dies wie' von selbst auf.- /- x' - -; -■/ -Was das Auslandvvn den -Zubringlingen ' halten muss welche gleichtvohl. das Jahr' 48 - zu ihren Devise 'wählen,/ist' eine zweite nicht minder insl Gewicht faltende Unliebfamkeit, die wir lenen Berichterstattern verdanken. / Solche- Thatsachen konnten Herrn Doctor -Ligetti zuden! Fragen pöüssiren i wie kommt es, daß- Herr vr. Philippson für dienationalen Bestrebungen unserer jüdischen Brüder in Rußland 'stets Worte -der Anerkennung und Aufmunterung findet, wahrend wir gemahnt werden,' auf dieser-' Bahn - nicht in Sturmschritten vorzugehen u.: s.' w. *j - Wir - stehen: zum" ,,Nagxar IzraeMa" durchaüs m' keinem Verhältnisse, aberwir, können die Bemerkungnicht ' unterdrücken, daß solche Fragen, fich auch bvi minder scrupulösern Gewissen^ wie dies.ein Dr^ Philippsgtt befitzt, in Stunden concentrirten Nachdenkens./auch , von selbst, erzeugen können, und gereichen solche Raisonnements weder dem zur Unehre, der fie veranlaßt, noch dem, der fie anstellt. — An diese Herrn „Civilisatoren" gestatten Sie mir jedoch die Fragen : 1. Haben fie denn wirklich schon so viel von der ungar. Sprache erlernt, daß fie dem magy. Izraelita Tendenz - und Sprachfehler vorzuwerfen fich berechtigt fühlen? 2. Liegt etwa im Verhalten unserer Gemeinden oder in dem einer hochherzi¬ *) S. unsere Antwort in einem der Leitartikel dieser Nummer. . ...Redaetryn,, XIV. p. I gen ungar..: Statthalterei, — die nebenbei bemerkt, ^Jhnen.cheu bedeutenden Zeitraum eines Jahres' als./Dermin//zu^.Ert'ernstng unserer vaterländischen, Sprache' änfetzte' .'/-^- /Ihnen' gegenüpep ein auch nur im geringsten stichhättize'r' Mund...zu'.'JMn/.Ägltationen, die Sie' im' Bunde mit der,// aW Hoffnung/azissMsölg beraubten Reaction heimlich und/Mn betreiben?/.3, .Schreiben Sie es denn, wirklich deni. bewältigenden/ /^ipffuß //Ihrer/ mrlitärischest Uniformen'zu. dass,wir Sie nach ünferer wiedergewöünenen Äütostonne nach wre vor an/ unfern/ helligsten Anstalten . dulden;/ oder werden Sre^ bald/ 'zur/Hinficht gelangen, daß Sie'Ihre unverdiente Existenz der"Macht "des^'Üon/uns,/hoch• in Ehren gehaltenen n&./ö/nartßt/v verdanken?. / :Muß,: es nicht empörestwenn diejenigen, so fich Jünger Pestalpzzi's;-nennen, (dessen „ganzes . Herz gehörte; -dem- -HatzrlaydH-.'.Mntz^dßr „Alles wagte / „die Noth und. -./das'. Elend .!n, seinem Volke./zu mildern". Siehe dessen Briefe an-seine/.BrWt:),-.in der,-diesen „Schulbeamten" . gestatteten, doch' nicht - aüfgetragenen' Uniform paradirend, dem Rabbiner und der GemeWe ü.M sich als Staatsbeamte getiten, wo es gilt den billigest/Ansprüchen, unserer Religion/' und des Vaterländes. gerecht stu wurden!; fv/o. es fich darum handelt, endlich jenen nach „Rätichst.so'/übtl riechenden Quark bei - Seite zu setzen, /(vrir meinen:/ jene, in /Gothen schon zu Anfang des' 17. Jahrhunderts./so' kläglich//:geendete zweideutige Ünterrichtskunst; vennötze/ welcherV„mast im. /g än/- zen Reiche eine eindrächtstß'e’(!.!}'Sprache/ Religsön ch.//fi w. erhalten sollte», und .etwas LedendiW,/ UrstüchMs',.uns Gangbares airi' dessen''SteH'-zu'chrinigest!!//''',/',',./' "//// Sehen Sie, große /Wdnet /'wnL'/.VÄtzdle.t' /.üstserft: -/.ungap^ jüdischen Barbaren! und'/ Chedarini/-.Wildlinge!-- Eist gewM.r „Falk" sagt im P'esti Näplö:' „Wer "an/dex , Hand, .eines' .unliebsamen öder ' gär; yerhäßten / Gast'eß' ist eine GesellMaft. fich; einführen läßt,- muß fich auch' darauf gefaßt haltest,Mrst/Verein mit seinem' lästigen Begleiter mindestens'...-^' in. -e'r/ yiöräliHM Wortbedeutung/ /zur' Thür' hinansgestiesen/ zu werden/'./.. Ist dies, nicht auch zum Th eil Ihr Fall? Waren Sie 'Nicht unfern - Ge-, meinden von' einem Manne uriter völliges Äegatiori/'./ oder, .im besten Fallt/ Beeinfiussung / rhrcs. heiligen' Äepräsentatlons.rech-. tes aufgedrungen, über den. wir nachträg/lich' und aus seinem' früherdort und da''SeÄLHrtm.7.JMttchstß-,/j)ie/.//HaüMckstun Dinge erfahren? "Won eistem Mantte, -/deHn'/Stupiür-Plan/e, demjenigen' so frappant ähnlich find," den.der.'/General /errres/ ge-j wissen Ordens', Claudiu^ Acpiaviva im Jahre 1599 unter dem Titel: Ratio et inslitutio studiorum societatis J... als Grundlage für alle Zeiten feststellte. Wenn vollends der „Schöpfer" jener gefügigen Creaturen längst das -Weitere gesucht, wir aber noch immer in frommer, gläubiger Geduld tragen, was uns jener „irrende Ritter" aüfgebürdet: können Sie, meine Herren auch dann noch zweifeln an unserer — freiwilligen Tugend? Unser ausgezeichneter Landsmann Bacher überhebt uns der Mühe eines uns übrigens nicht schwersallenden Nachweises, daß es mit unserm Rückfall rn Barbarei und Chedar- Unwesen bei Weitem keine solche Noth

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