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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-03-12 · Heft 11 (12.3.1861) · p. Seite 149

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 11 (12.3.1861)
Date
1861-03-12
Page
Seite 149 (sequence 7)
Language
German
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149 sich,teilweise diesemaßlose Reaction gegen häs - gestürzte - .System mit seiner istarren Bevormundung und' Centtali- - sation erklären! Denn die völlige Trennung der Schule vom Staate -durch, .das-i verhaßte Coneördatdie Ueberlieferung . derselben der. katholischen; GeistlichkeitdieAusschließung der .Gemeinde und -deren Organe von -der'Theil-- nahme an der: Schulaufsicht /und dergleichen,'-obschon dieselbe zur Erhaltung der Schule gezwungen wurde,-mußten, nachtheilig!'auf den Orga ni s m u s b er Volksschule einwirken; und. es?ist kein Wunder- - wenn hier und. da Parteileidenschaft,.Privathaß -.übel.verstandener .Patriotismus^ die alten.Sündender sogenannten^politischen Schulversassung und. .überhaupt, des gefallenen Sy> stems zuihrem.VortheileÄuszubeuten sich.bestreben. / Der Uebergang, von/einem so -unleidlichen Zwange -zur völligen .Willkür -7^ denn vom Staate 'werden Synagoge und Schule.-.-als. nicht:recipirt,l. als/nicht eristirend 'betrachtet ist, zu iertreM, ..zu/überraschend?^ als daß dies ohne Schwierigkeiten hingehenlkynnte. -Aber zwischen: den beiden Gegensätzen - liegt eben: die rechte Mitte:r Autonomie der Gemeinde unter der Oberaufsicht, des Staates-! Der Staat kann und. darf nichtdie-Volksschule gänzlich dem blinden Zufälle und der, wechselnden -Laune -des Vorstandes!Preis geben! Jain Berücksichtigung. der Culturverhältnisse in Ungarn muß er-der .Erziehung und. dem Unterrichte vorzüglich Aufmerksamkeit angedeihen lassen! Die Auflösung der . Schule zu. Groß-Wardein, Paks u>:s. wi ist eine- Schmach, ist - .ein an der Jugend verübtes. Attentatwogegen die gesamMte. jüdische Presse ihre mächtige Stimme mit Entrüstung erheben Mag,! Wohl müssenwir zun Ehre der- Juden-in unserem Paterlande bemerken,.daß-es bisher, nur: vereinzelte Beispiele^sind, und! daß im Gege'ntheil im Pesther Lloyd stets zahlreiche Concurse-zur Besetzung von Lehrerstellen zu,lesen —zein Beweis -also--/daß die Gemeind en -aus - freiem Antriebe jedes Opfer/für. die Schule zu. bringen bereit sind. Doch gerade darum verdienen die genannten,. die. solche -barbarische. Exemhel statuirt,. mit Strenge Getadeltzu, .werden - .Denn abgesehen davondaß die heiligsten Interessen der Religion und des Staatswohles von, dem gedeihlichen Entwickelung und, -Hebung der Schule abhängen, ist .es eine, wahre Ehren fache.für die israelitischen Gemeinden in Ungarn, daß - sie jetzt, -wo der äußere - Zwang gufgehört und, der Vorstand ganz allein das Beaufsichtigungsrecht - über die Schule aüsübtalle ihre Aufmerksamkeit,: Liebe und Theilnahme derselben zuwenden, und; hie Stellung, der Lehrer.M der freien Gemeinde; nach? .Recht -und Gebühr vollkommenwahren Möge. Jetzt eben - gilt - es, denBeweis zu liefern- -daßdie Gemeinden' den Schulzwang -entbehren können, -daß sie-die Bedeutung her Schule, die Würde des Lehrerstandes wohl zu.schätzen, wissen./ Jetzt eben, weil es-die Ehre der ganzen ungärischen'Judettschaft betrifft, ist es nothwendigmit möglichster Schonung gegen etwaige Mißbräuche und mißliebige Persönlichkeiten zu Werke zugehen- Parteileidenschaft . und Privathaß zurüchudrängeN und zum Schweigen ' zu bringen um nicht das Kind mir dem Bade aüszugießm! Was werden unsere Feinde sagen - wenn sichp solche Brutalitäten wiederholen sollten?!.: Wie sehr-werden diese/dies als Waffe, gegen;uns zu -benutzen wissen--undüberhaupt; der Gemeinde und deren-Organe den Millen und hie Fähigkeit, die Schule zu/verwalten und zu zeiten,; mit Hohn absprechen. Wie oft mußte man von.'dem.Herren. Schulvistrictsaufsehern und. Schülräthen die ileider allzuschnell .eingetroffenen-Voraussagungen und Verwürfe Hören,' /.daß -die. jüdische Volksschule:- ohne- '.deren, - obwohl; äüfgedrungenen Schütz! und Beistand durch den ewigen Hader und Zwist im Schoße der; Gemeinden bald zu - Grunde gehen,. und daß namentlich die - Lehrer aus diesem Grunde die schwierigste und! unhaltbarste Stellung -haben > würden.- Es ist daher - gegenwärtig:: eine doppelt.'heilige. Pflicht der Gemeinden, die Schule; (Und die jüdische Volksschulewurde allgemein zu den; besten des.Landes gezählt) als das theuerste Kleinod aus '-den politischemrund« religiösen Stürmen zu retten-/undgegen alle von wo immer kommenden Angriffe sorgfältig zu wahren. Es gilt jetzt hauptsächlich mehr die Erhaltung als, die Reform der Schule, d.a.hie letztere /in bewegten Zetten nicht leicht möglich ist, und gegenwärtig mehr schaden als nützen'Mochte.'" Man Wucht nur am morschen Gebäude , zu rütteln;und es stürzt; zusammen!! Es/liegt daher-vor Allem den Israelitenin. Ungarn; ob, 'den Beweis zu lieferndaß. 'die Schule lebenskräftrg und ihren sichersten: Halt; und. Stützpunkt in der Gemeinde hat -^- da überhaupt vom Ländtage -ein ausführliches Gesetz: über die Schule und das ' Unterrichtswesen zu; erwarten ist:':-Wir haben r schon/ vor' Jahren! in mehrerer; Artikeln indiesep Zeitung mit Freimuth die Anwendung der ,-aÜgem. cho-« litifcheniSchulvetfaffungV -aüf die ungarischen, besonders iüdischen": Schulen: -und - deren Beaufsichtigung durch - den katholischen Klerus mit Ausschließung' der Gemeinde, und deren Organe Getadelt-- aber - eben so nachtheilig: ist eswenn!did Schulen-; wie -dies; jetzt: in Folgender:- 4:8er- Gesetze. der Fall -ist, vom Staate ganz/ und garignorirt wer^ denLh Dieser Uebergang von einem-Extrem; zuml andern

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