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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-03-05 · Heft 10 (5.3.1861) · p. Seite 132

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 10 (5.3.1861)
Date
1861-03-05
Page
Seite 132 (sequence 4)
Language
German
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M und. daß! fie M Bildung-'-ünb Loyalität' dem chrifi^ Wch eny -sschwäbischmE-MstairckrL uht feinet Weise machstehem-'^—; Mn trennte fich . die Versammlung * nach' Siboleth und Sch ib öl'eth vin-Hwei- Lager,- die Einen nahmen! ein frugales koscheres Mahl im Speisesaabdes Waistnhaufes,? dieAnde-rdn^zogen es vor, -im Gasthofe zum Schwanen) bei Fleischtöpfen unduNeckarfifchett und mit Eßliyger -Champagner) fich hu kaben-l Das Mts milieu des Desserts und" derschwarze - Kaffees einigt)e! wieder t>ä§ getrennte Israel in e in L ä g e r unddie-Heiterkeit. .steigerte sich! zur frohen Lustbarkeit. Dem erstem Toast brachte Ado lpLevi-i auf- Seine? Majestät den ötiig Wilhelm aus, - unter dessen - glorreicher Regierung - die Gleichstellung? der israelitischen- 'mit den - christlichen -Mitbürgern begonnen wurde''und unter derselben,! mit-Gottes Beistand, noch vollständig' ausgeführt - werden wird. Procuratör Heß feierte-den -Vorredner Dr: Levi in einem Trinkspruche: Sein Hoch Ualt demManne, der sein ganzes Leben - und! Streben,' sseine Zeit! mnd Kraft) der? Huma!- nität, dem Judenthum widmet. l-Dem Manne, ' der die Aemter als Oberkitchenvorsteher.- der der k. israelitischen Oberkirchenbehörde, als Kitchenvorsteher bei der Gemeinde Stuttgart, als Vorstand des Wäisenvereins, um Gotteswillen, ohne Bezahlung versieht und. wo es gilt) Edles zu vollbringen,! der Erste in der Reihe ist. ~ Die Versammlung stimmte jubelnd ein und man darf sagen: „ die Volk s stimm e war Gottes Stimme!- Es wird dem Berichterstatter schwer, die-Stimmung und den- Verlauf des Tages miederzugeben und' bittet er-Jeden,, dessen schönen Worte er nicht zur? allgemeinen Kenntnis bringt) um Entschuldigung. - Der Berichterstatter -selbst': Al erand er Elsä sse r bat die Versammlung, um Verzeihung, wenn er einen Trinksprüch auf die Hessen Vorschläge--er wolle fein politisches Odium in die Versammlung -werfen) er-meine nicht Kur-?H-essen,^noch HessenMömburg) er bitte .zu trinken aufdas i Wohl - der:beiden H e sse Vater unb Sohn> aufden Nöstomim -Kampfe! für.Wahrheit und Rechtin dessen wackerm Sohne des Vaters Geist und Gemüth fortwirkt, die jetzt-gemeinsam für unsre gute Sache streiten, -sie! leben hoch!!-- Dr. Adolph Levi schlug einen-' telegraphischen Gruß - an G a b-r i e l R i e sse r vör> den ftr.in .folgende. .Worte faßte' und absandte: „Eine Versammlung zu Emancipationszwecken in Eßlingen huldigt .dem edlen--Vo-rkänupfer jüdisch er Fr e i h e it d u r ch - sch w M isch e N G r uUm nd Händed-ru ck!" Auch-des Vr. iGarch Weilin.-Wien wurde durch vr. Jo r d an aus-Stuttgart fnKiebe!gedacht -s Ein Gedicht vonAugu-stHoch berger an die-Versammlung zeigte, wie auch -Zftael'düs^ Tälentder schchA bischen Sängerschule vertrittünd das?Ha l el-ssjäh dieses poetischen c Klempners 'versinnbildlichte'den Geist-Md das Streben der Versammlung. -! -i - *■ n i. An Dr. Adolph Levi gelangte folgende Antwort vön Gabriel Riesser: - *).■/ -N'-' nbrr. H:.'; Hochgeehrter Herr!-- Ich 'sage Ihnen' und den'übrigen Herren,? die mich gesterndurch einen mittelegraphisch'zu^ gesendeten Gruß und?- Händedruckinnigst e erfreut haben) den -wärmsten Dank für diesenAüsdrnck Ihrer freundlichen Gesinnung. Möge das ehrenwerthe Streben/ das Sie- Und Ihre verehrten Genössen zu der geMgen AusaM menkunstvereinigt -hat,? in -Ihrer' engeren-Heimath und im gesummten deutschen Väterlanve recht bald! hu dem'ersehnten ' Zieleder Gewissensfreiheit Änd^der Rechtsgleich^- heit ^führen! - Dann wird es wich doppelt" nnb^dreifach beglücken,-! wenn! man des Antheils, - den ich an diesen BeL strebungen genommen, mit so-ehrendem Wohlwollen, wie Sie" es gesterngethan haben, gedenkt. Vonganzem Herzen Ihr dankbar ergebener-Gabriel Riesser. ' - Mit! wahrem Vergnügen theilen wir folgendes Schreiben Mit:" ' - :i Aus Ungarn, 12. Februar. Nach den Mittheilüngen des Pesti Naplo öom 10. v. M. hielt in der Akademie-Sitzung vom 7. Jänner I. % Herr v: Hlrnvälyvy einen Vortrag über die Nationalität-Bethäliniffe' der Gymnastalschüler an - den - verschiedenen * Landes - Gymnasien, um aus diesen Vergleichungen einen Gradmesser für die geistige Potenz) und daher auch-folgerichtig für die-politische Reife der verschiedenen Bevölkerungsclassen zu 'gewinnen) --- Da diese -vergleichende- M'eberstchksssecielÄ len.Studienliften geschöpft" ist, Folge der ganzobjectiv gehaltenen unparteiischen Darstellung! dincw völlgültigeN Anspruch auf Authenticität hiit> 'sö mögen' ans' derselben alle uns Judenbetreffenden^Dateü hier'iin diesen Blättern mitgctheilt werden.'' Diese- Daten können' es unfern Gegnernmit- Ziffern und Zahlen vorrechnen,' welchen immensen Zuwachs en geistigen Kräften^sie-dutch unsre Aufnahme in. den Nati'onal-Verband erlangen würden^ Selbst der sogenannte; liberale' Stüdtrichter der Pesther Commune (siehe'.Nt. 5 des-Ben'"Chenänja)!'erhielte! hierdurch den geeignetsten Beweis wie sehrdie heranwachsende Generation nur solche Lebenswege'' aufsüch't) die dem Gesammtintereffe des Landes förderlich find'; er könnte die Ueberzeugung erlangen, . daßdie Jsräelit'en Ungarns allenfalls 'zu - etwas Höherem -als' zu 'Verzehrüngs-

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