Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 9 (26.2.1861)
- Date
- 1861-02-26
- Page
- Seite 116 (sequence 2)
- Language
- German
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116 ...,. f) II I Hl und wird über Dlejenigen richten, welche dieser ihr Ohr verjchüeßen. \ - Qgp* .♦Ö liJ'll') Ä Aus Greußen. Ein neuer Fortschritt für unsere gute Sache! Um IS: Februars Justizminister v. Berduth überreicht einen entwurf, betreffend die Eide der,J^tzen. Der, ster fügt hinzu, er dürfe als * Ji c^a irn^ d ora usM die Vorschriften über die Eidesleistung' derJuden mä: ches von den allgemeinen Vorschriften Zeit. ,.sei^alS,..ein.. .BeMrsni^dezeiLs^ *, net wprden , «irt dieser Beziehung-.kine^ Aenderung - herb eij j U „ .wwfcß •?£ _ hat numder Hr. Abgeordnete k. Advocat Paur von Augs- *ux$Jtxm Antrag eingebrqcht, dghin^gciM^^^^brachtSId^A dEn^Äd^M^e Mr' Gesetzeskraft ausgeMochen werde: „die gemäß ,13. und 1'8. Absatz I. des Ediktes vom 10. Juni 1813, -|,die Verhältnisse der israelitischen Glaubensgenossen be- HUer^^E^WIHLFGnsfW'ZWssLKnd des Gewerbsbetriebs^ der Israeliten 'in den Provinzen diesseits des , Rheins,besteh enden Beschränkungen sind aufgehoben." Man hat. allUHrund,. anzunehmen, daß sich dieser eben so mäßige "als"' berechtigte Antrag der Zustimmung der beiden Kämmern sowohl, als der Königl. Staatsregierung zu er- >freueü ,haben - wird." Man.steht,, daß es. sich hier, noch um,das materiellste Recht des Bürgers und Staatsangehörigen, sich in seinem zuführ^N) eine,-große Zahl )vyn ss^Ütiönin-don H deutenden Zahl der, Synagogengemeiuden: aus. allen Han-. destheilen habe den Wunsch wiederholt ausgesprochen, daß in, Preußens/.wie'sin rändern deutschen StaatchsidiLftssvetabt'sstens,und7keineSmegS!'rdurchi^die.)-mnsaische!-MliAüni'ülwrLvirten Grundfätze-ebenfalls/abgeschafftwerden mögenu, Deshalb - i b.ezwe cke - d er? v orlieg en d t> Gesetzentwurst :b em Eid ei die Formel, zu., gehen:.;„Jchu schwöresLbei s Gott:/, dem s Mwächtigen.unds.Allwiffendenre." :-und WnLSchlüffe;: So', wahr mir Gott/,helfe":/ Die) abweichenden-Vorsch.rift.en.-/sollen hurch Mn Gesetzentwurf cheseititzk/WerdenusvDer:.Gesetzen^ Wurf Mhts, am: die - MstLzeommMökL /r<. -n'A i / i - r r K -rn, \? { Allerdings. ist, «ausndiesem iBerichte-: noch,JNichts ersichtlich, in wie weit die.-bisherigen jFqMaljtäten.' bei- -dem > Eide KyrH)Msioo. iveränd.ert-werden. ./Der FaHmene iidnst/M- Vaterlande nach den allgemeinen.Gesetzen desselben niederzulaffen und..nähren zu dürfenwo und wie es ihm geeignet erscheint, und es ist sicher ein noch sehr naiver Zustand, wo ein solches Recht-erst erkämpft sein will. Etwas Näheres, übrigens - über .den. Jnhaftides M.ur/schen<UntzrageS;,.,erfahren.,wir,,aps..folgenderßoxrespandenz. desselben Blattes vom 15. Febr.: „Mn PeMterstattW.^-„Augsburger Abendztg." glaubt an dem.-M,tzM-in der Jüdenfrage dessen Ünv.qHA.^igkeib. Ln Mr Äsch^ung rügen zu müssen, weil derselbe mehrere Bestimmungen des Judenedicts nicht ins Auge gefaßt, und weil er nicht gleichzeitig die Ausnahmsform ches Judeneides.abzustellen sucht. Ich hatte Gelegenheit, den fraglichen Antrag mit seinen Motiven zu lesen, und habe, durch den obenerwähnten Bericht in der Abendzeitung veranlaßL-dwmäßgebender Seite mittelbar -nicht davon:.berührt-,dweshalb nimidie-ftch Tagen unsere Petition-:ünSe.- Majestät.läbgeht,, -nachdem v-nwieley preußischen Rabbinen dse Zustimmung:, eingelaufen./- u'i •: '■ . //:!//./,>-/ r!.rn:/i'/;;: : w'/ri-rrr;?!' ir-Tj >,/ S <hs.- vi-i Ti/-, vf/;- *>-. i«; m*:n '.>fi?"‘‘i o\ -ff . Unsere in No: .;6: -ausgesprochenen Wünschesind-in fo: weit schnell in Erfüllung, gegangen)/.-als. ein,-desfallsiger, Antrag-- bei der: bayer'schen Kammer: der:'Abgeordneten eingebracht -worden ist.- - Die A. A. Z. schreibt hierüber: ,>Aus allen'Kreiftw-sind--mehr -oder minder weitgeLhende Bitten- und-Vorstellungen.'-der israelitischem Staatsangehörigem um Aushebung i der:.-ihnen gegenübermoch bestehenden- AMrahmsgesetze an: die Kammer der: Mbgeorvneten - -gebracht - ^worden.-. - Diese Eingaben zusammmfassendj nähere Erkundigung, eingezogen, in Folge dessen ich folgende Aufschlüsse geben kann: Richtig ist, daß die Cultüsstellung des - Judenthums, als zur bürgerlichem' Frage nicht gehörigmit-Absicht übergangen wurde.'/ Es hat Lei Z.- 25. der zweiten Verfassungsbeilage sein Bewenden. Richtig ist fernerdaß das staatsbürgerliche Verhültniß der Juden absichtlich nicht berührt -worden jst. - Anlangend-aber den : 11: des JudeU-Edicts, worin die Einwanderung 'Und Niederlassung fremder Juden -verboten worden ist,: so hat diese Bestimmung durch das -spätere Edict über das Jndigenat wesentliche .Mödificationen erfahren, so daß die Verleihung des Jndigenäts-durch Königl. Deeret keinem.ßinderniß unterliegt. - Der-Antrag befaßt sich'mit .dendrückendsten Ausnähmsbtftimrüungen, welche den inländischen Juden entgegenstehrn - durch die- Beschränkung/ der:E'iuwanderung erscheinen die inländischen' Juden iwenigstens nicht