Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 4 (22.1.1861)
- Date
- 1861-01-22
- Page
- Seite 55 (sequence 11)
- Language
- German
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55 CörreW^Ubenz. 1 ' / Aus Mähren, im December. . : /-Wasc langsaryi.geht, .geht sichert, ist-,ein...Satz, der namentlich ^in-Vezug--aufi religiöse. Keformew sich bewährt, da hier-, wehr f. als überall, ^deUeberstürzung. zur - Spaltung und zumiZerfalle führt...: Auch;wir -in,Mährenkön- UW,hen. Langsamen, - aber, ss ch e pn Fortschritt, den die re- . ligiöse Reformbeö/uns gemacht, als Beweis für den obi- .geu-Satzunführen^...Dor zwei Decinnien noch.waren Predigtund Ehoralgesang ubeiw Gottesdienste nur chöchst seltene/ fast allenthalben! verpönteÄusnahmsfälle, ja genau genochMn/bestand diese Wschäh^me Mos 'in der einzigen Gemeinde ^ZroßM^ und' auch'' Hä‘ nur als erotische Äurut- MaMe. Undheute giebt. es fast keinen .Rabbiner _iu uichd b^; reindeutschen Sprache in., seinen Vorträgen^ fö;. »reit / -als? möglich -«sich/ befleißigt. und die Predigt überhaupt, als Hauptbestandtheil des GottesdiöchW/MMsiich^etröa als ein' von Halbjahr zu Halbjahr aus^MUend^p^ulistisiheZ Drama betrachtet. Auch HMH^in j den- Meisten. Gemeinden, ein mehr - oder, minder geregelter - choralisch er -Gottesdienst, und wodies noch nicht der Fall ist, läßt sichdieUrsächehiervön mehr in pecuniäreff '(der VerniinMung und Werarmungmancher Gemeinden) —. atV^in WigiMenMindernissen suchen. Vor fechssJahrenwurffe i^dem^n^erhaut^ her.^.ersü^. mit der Änführung'd.erPrgel gemacht/ Vjele gah- ,es. damals in Bpünn, welche die -vollständigste Anwendung j.de.rselbtn zu r allen festtäglichen ..Gebeten-eiftigst^;befürworteten; Andere wieder sprachen ganz gegen die »Einführung derselben^' indemH^ die Befürchtung gdlteüd wachten'^ Me" -^He^/als ein 'christlich-kirchliches Instrument,. die Alten,. Orthodoxen par llxeeHence vom Besuche des/Motteshauses ab.haltM^fMay fchlug/bekanntlich einend Mttelweg7ein^idie»DrgeL'Mmlich.Ms5zM)Einlei-' tuN'gu des! SäbMhs/ zü Lecho' dddr üii^ chismoff'Schir iM M^^iiswlvW^KMÜDkeM^ ÜÄ''MÜUN^Ä änzüwenden. Die,: zerMnte MfüG'tuyg^Hat,; Htz/Mt/berwirklicht. .. Gab ^es/s auch Manche unter den zur Messe nach Brünn..L^mmenden^reEn, die Anfangs aus religiösem Scrupel stch fern hielten, allmählig kamen sie herbei, um das.- Curiosumäuchk einmal zu sehen Uni/zm hören, und büld^erkanfften sie) daßän derWrgeMga^ nichffso viel schlechtessei,' ffi^NÄMnMhr ges^l)^e^/t!aff/steMDmehr Pie Mdach^erhöH rM h^e^rh^ Derjenige als' lächerliches Mxiosüw^ erscheinen,! der wegen der Orge^ düs;Gotteshaus5vttmMennpr,oM.tt--rSrWstsäit Bezug: der Anwendung der Orgel - ist - tnan - nun-.weiterr gekommen und. steht^ernMch -dabei,ü die ursprünglicher ientioni zuwAusführungzu dringen/ sie bei '.jedeiw fabbdihlichknund' festtäglichen -Gottesdienstn anzüweüden)? Man erlaubte sich.-zuerst, das Simchat-Thora-Fest durch-rdie jOrgel-zu) verherrlichen, -ohne , daß sich dagegen -eine: .Stimme erhob; das allein - könnte .- schon - zum'Weitergehen ^beranlassen.: - Noch aber spricht, hierfür rein -inneres -und räußeresiMotivr -'Das!-innere Motiv ist: der sechsjährige, wenü auch r en miniatüro zur Anwendüng! gekommene'»Gebrauch der-Orgel»hat esu gelehrt, -welch!; eine, gehobene/ feierliche Stimmung dieses -Instrument beim Gottesdiensten hervöffzubringen im Stande sei, und man fragt daher mit Recht, warum denn diese' heilige - Stimmung nicht das ganze!Gebetchiudurch. erhalten werden soll-? Warum denn'die wich> tigsten Festtage dieses! erhebendenMittels: entbehren sollen? 3a> warum sie -nicht - einwal/ wie' der -Sabbath,! dieÄethende Einleitung, durch» einen erhöbeneü/ feterlschentGefang', durchein deutsches Lied, Halen sollen?» Dasläußere» Motiv ist: daß es - fast unrnöglich ist,- eine große Gemeindeohne Orgel, blos durch den Chor im- Gesänge zusammeNzuhAl^ ten. Dies zeigt sich sogar in dem großen- Leopoldstäd'tet Tempel, «zu -Wien/-wo doch ein-- stärker/. vollzähliger Chor wirkt und bei den!Musik- und GesängsschuleN»Wiens die Möglichkeit, einen vollzähligen Chor zu erhalten, stets vorhanden ist; um -wie viel - mehr muß dies bei dem nur schwachen Chore in kleineren Städten der Fall sein? .Nebest dep Orgel,Hoch'.genügt; ein schwacheuGdwH W Äemeinde -geht und hewegfsM./MctmMig^n-ch Mr.führenden Stimme.! Diese» Motive haben sich allenthalben GW tung verschafft, und -ein kunstsinniger,', energischer Manch Herr August Popper, der das 'Ehrenamt eines nrüMklscheff Direktors in'Brünn übernommen, ist mit'allem Ei-; fer bestrebt, dieselben 'zur Ausführung zu hringen.,/Kur sch eint , sogar mit ^einer gtzwissen Hüst-.. Mr iM MllsfühxM gehen zu wollen; denn man will diese neue Einrichtung noch vor.- derAnkunftHdes neu angesteüt'm R-HMerS^der, beiläufig gesagt, nicht Plazek, wie Ihre MitttMungchüs Brünn, schreibt, Osvndern PlÄ eizVk heißt/ ilffd>ntcht definitiv, sondern blos » -auf! 3 iPP.o be xa hd üNgsstellt ist). als eine vollendete Thatsache haben, um dem!jÜNgenMänne die Verlegenheitizu»erspärech /»sich- -für: Me:r Mche;>'! M gewisse Richtungenallenfalls-iverfängliche Frage'-aussprechen zu müssen. — Nun noch manche andere Neuigkeit aus» unserem Lande.« Herr-Mabbiker SchmiedWin ,Prößttitz >hat einen Mufi)nach/Temesvär erhalten. . Mb /er /Mr bei der Ä 4 * *