Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 50 (11.12.1860)
- Date
- 1860-12-11
- Page
- Seite 734 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/3224737-3226202-3226253--19065-3248065- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
i>ft£ mehny^ige.Hopfen,,efmm,, t>er, Tische -— das gMöhnlicha Signalement il^den Hefigen Synagogen, um Ruhe-^. Md, Miste geboten. Mner, der Männer Mi hin,, dit fl 8., Be.pcbiqtionen her* zusagen.damit die Versammlung injene Hymne> einstimme; Mir wollen DeinenHamen h.ier^ heiligen,,. wie er in jenen himmlischen Höhen' geheiligt f wirdwie es durch Deinen Prophettnheißt: und ein^r (der Engel) ruft es dem andern zu: Heilig! Heilig! Heilig! Da kamen Einige auf den recht MtzigeN; Einfall, den Vprbetenden in Verlegenheit da^rrMzu hringen, daß sie..einandex znwinkten,, zu schweigen, damit er. ^.ergebt,ich. .-ust ihre..'ReeitaLio.n Warte. ^M.Marjn sägte einen .Versund wartete, daß die Mitbetenden mit einstimmstn; aber. Alles. schwieg zu seiner' .^roste^HMesteyhei^ - Mdlich brach Astes in ein schallmdes. Melächter aus,, und die Männer glaubten wunderwelchen ^witzigen Einfall gehabt zu haben. Ein Anwestndex, per gleichen Hjnnes mit mir war und Wohl, merkte, welchen schmerzlichen . Eindruck dieser Auftritt auf mich mächm müßM flüsterte mir,zu: Das,, nennt. man acht chassidifch, 'und. diese Secte pflegt. es...noch witziger zu tteihen; siewirft nämlich bei solchen Pryceduren. verschiedene Effecten dem Porbeter-an den.Kopfl.^ So fleht es, sagte MM Mann mit bitterem Gefühle, um die Heiligkeit, dieser..Männer, das...ist ihre Andacht und ihre Anbetung des Dreimalheiligen z und diese gleißnerischen Zelotech diese, aberwitzigen Fanatiker wollen uns des Atheismus zeihen. O, Jesajas, , ständest du. doch. aus deinem .Grybe auf, und donnertest diesem, entarteten Geschlechte deine Worte zu:. vbsirrft -.D3>n .■jaf? v.7.VS»..niLv,vnK.ön«^7.ym wv?o pm,;f . ,v .■ ..... t '. . Berhitschew besitzt gegenwärtig zwei jüdische Schulen, eine' für den Elementarunterrichtund. eine dreiclafsige Hauptschule. Dieselbe ftequenjirt aber eine zu der. großen zahlreichen Gemeinde keineswegs in gleichem Verhältnisse .stehende Anzahl Schüler. Hier zeigt sich der ganze Krebsschaden. Wenn irgendwo noch den hiesigen mehr als., unerquicklichen Zuständen Abhülfe gebracht. werden kflnn, so könnte es allein eine bessere Erziehung, thun, HaS weiß, man abervon, einer Seite recht gut, .man süchs-pahex von^dieft^ MMAll^s auszubiejen, den WirkungSkreis,,der, Schulen so weit, wie.möglich einzuschränken. . Auch eiM.Pension für- Mädchen chesitzt Derditschew.,.'Jch besuchte dieselbe, fand,,in.den drei Abtheilungen circa: Lp Mädchen,rmd erhielt; aus die Fragen, hMich.st.rk manchen .Gegenständen an ste. richtete, -die bestjedigeMey, AntMten.,^. Solche.Mvat-- PeHoyM sind - aber nur den- Reichen zugänglich.. Warum, sollten aber nicht.desfallsige, Anstalten auch sirr die,;nie^gen Schichten des Volkes geschMn^ werden^ Jch^glauhe,^A ist .eine ausgemachte .Sache, daß dem weiblichen Geschlecht, ein großer, Einfluß , auf die Erziehung eingeräumt WM den müM Wie sollen wir denn aber.gut .exogene Menschen bekommen, wenn der größte Factor-, iw-,dop. --Erziehung in geistiger Verkommenheit versunken bleibt? . Es, steht jedoch zu hoffen, daß mit der Zeit auch hier Abhülfe -geschaffen werden wird. - Die sogenannte deutsche Partei hat sich auch.seit-,einiger Zeit entschlossen, einen. besondern Betsaal, sich, auzuschaffen , um einen mit den, Erfordernissen, der Zeit, und des. bessern Geschmacks übereinstimmenden geregelten. Gottesdienst . einzusühren. Wie steht es aber mm diesen^Got>? tcsdienst?,... Noch . kany, ich,. mich nicht eines - WnlichM Gefühls. erwehren, welches er auf mich gemacht..,Es war n""> Kaum daß sich ein Minjan eingesunden, im Saale war, es ziemlich kalt,. der. Porbeter, wohl , unter seiner Würde es haltend, an einem, so profanen^Sab-, bath seine Stimme hören zu lassen, machte trillernd,seine, Touren im Saale auf.und, nieder und.überliest,das.Vorbeteramt einem Laien, .der näselnd, und schnörkelnd..das Gebet ableierte. — .Wir Betenden sahen uns einander an, und wie jene Auguren im alten Rom, konnten wir.uns desrLächelns . nicht erwehren; dafür aber.hatten wir.die große Reform zu bemerken, daß man . zur Thora. ..nicht beim Namen,,gerufen worden. — Was sagen, aber die Vorsteher, resp. Gabuim zu solcher Ordnung? Welchen Btgriff soll sie. von..ihrem Bildungsgrade geben? — Einige Wochen später besuchte ich auf meiner Meise die Städte Korez, Ostrog, Dubno und Krzemieniez. In allen diesen Städten befinden sich zweiclasstge jüdische Elementarschulen; trotz dem ausdrücklichen kaiserlichen Vefeht> welchem gemäß alle jüdischen Kaufleute werpflichtet sind, ihre! Knaben die Schulen besuchen zu lassen, trifft, man in ivnen, mit Ausnahme Dubnos , sehr wenig . Schüler-, die m diesem Stande. gehören. Die ärmere Classe.,des Volfls ist es, die das Contingent liefert. . Auch in meinem drte..findet dieser Fall statt;, wo ist wohl der.Grund dieses Umstandes. zu suchen? Ich glaube mich nicht, zu irren,! wenn ich behaupte, der leidige, Chasstdismus.^trägt die Shuld an. dieser hartnäckigen Weigerung, .hem, aus-, drücklrchen. Wunsche des Kaisers nachzukommen, Ein Beispi l mag. den.Beleg. liefern. In meinem stlusenthaltsf, ort en schließt sich-,rin Schneider, . sesnen, Üjährigen, Kna?