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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-11-20 · Heft 47 (20.11.1860) · p. Seite 696

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 47 (20.11.1860)
Date
1860-11-20
Page
Seite 696 (sequence 10)
Language
German
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696 - den solle. Da das vondemGemeindevorstand zu Düsseldorf eingeräuMte Gerneindeloca? als zu beschränkt zur Abhaltung der Conferenz befunden wurde, beschloß die. Versammlung, das von dem Vorstände der Gesellschaft der Freunde inzwischen gemachte Anerbieten, deren Gesellschaftslocal für dieganze Dauer der Conferenz zu benutzen, mit Dank anzunehmen.. - Nachdemnoch verschiedene College« theils schriftlich, theils mündlich wegen ihres Nichterscheinens entschuldigt worden, wurde die Sitzung für diesen Abend um 10l/2 Uhr geschlossen. ,-;i - .; Verhandelt im Saale der „Gesellschaft der Freunde" zu Düsseldorf den 4. Oktober 1860 8^/2 Uhr Morgens. Es. waren die nachgenaünten Herren eingetroffen: 1) Burghard, Lehrer in Anrath 2) Herrmanns, Lehrer in Cöln; 3). Kaufmann, Lehrer in Dortmund; 4) Mayer, Lehrer sn Düsseldorf; 5) Mächler, Lehrer in Kempen.' .,; ' .., Der Vorsitzende eröffnete die Conferenz durch ein erhebendes Gebet, in welchem er unter Hinweisung auf den heiligen und wichtigen Zweck der Conferenz den Segen-des Herrn auf die Bestrebungen derselben erflehte. Zunächst referirte Vorsitzender, daß der Vorstand die Herren: 1) Confiftorial-Ober-Rabbiner Bodenheimer zu Crefeld, 2) Oberrabbiner Cahn zu Trier, 3) Rabbiner vr. Feilchenfeld zu Düsseldorf und 4) Rabbiner Dr. Philippsonin Magdeburg zur Theilnahme an der Conferenz eingeladen habe, und verlas hierauf ein Schreiben des re. Oberrabh.-Bodenheim er,, der sein Nichterscheinen in den liebevollsten Worten mit seinem Gesundheitszustände entschuldigte, wie iauch eine Zuschrift des Hrn. Rabh: vr. Feilchenfeld, welcher unter Bezeigung seiner lebhaftesten Theilnahme sein Erscheinen zusagte. Eine- Antwort öo«: den Herren Oberrabbiner Cahn und Rabbiner vr. Philippson sei nicht eingetroffen. *) Nachdem die Versammlung noch den Lehrer und Penfionsvorsteher Hrn. W olff. aus Osnabrück, der die Conferenz mitsseiner Gegenwart erfreute, so. wie den bald darauf erschienenen.'Rabbiner Herrn vr.. Feilchenfeld ^begrüßt undals werthe *) Der Grund nicht erfolgter Antwort ist, wie die Conferenz sicher? voraussetzt,. nicht etwa,daß -ichdie Ehre der Ei^adung nicht zu würdigen wüßte,,aber bis,kurz vor. dem "Termin' der Conferenz hatte ich 'dieWsicht,sie zu besuchen, -welche Absicht durch eine eingetretene Unpäßlichkeit vereitelt -wurde, Vie dennlüuch das Schreibenberhindttte^ ' l. 'MH,'jlbV;' Drub'rvr. L^ P hjlipp so n^i Gäste freundlich willkommen geheißen,'w'urde^zür Tagesordnung .geschritten. >' > .;Ad, 1.4 Bert chterstattun g über die Äug el e g en - heit, der^ Statuten der Unterstütz ungskasse re. Hierüber referirte .der Vorsitzende Herr B l u m e n a u ausführlich, wobei er besonders hervorhöb, daß durch -die Lauheit und Nachlässigkeit mancher Lehrer die Statuten erst nach Verlauf von.1.^/2 Jahren den hohen Ministerien der geistlichen rc.. und der Schulangelegenheiten zur Genehmigung vorgelegt werden konnten. Diese sei bis heute nicht erfolgt, und wurde beschlossen, durch gütige Vermittelung des Hrn. Oberrabb. Bodenheimer zu Crefeld die hohen Ministerien nochmals an die Bestätigung zu erinnern. Die Conferenz sprach bei dieser Gelegenheit dem würdigen Hrn. Oberrabb. den innigsten Dank Ms für die Bereitwilligleit, womit er stets den Interessen der Lehrer gedient und -für seine resp. Theilnahme an allen Institutionen, die zur Förderung und Hebung der Schule und des Lehrerstandes ins Leben treten. ' ■ - r , Ad II. B esp r e chung über die Mittel und W e g e, d i e S t e l l u n g der Le h r e r 'zu v e r b e ff e r n. Zuerst wurde über die Mittel zur materiellen Besserstellung der Lehrer gegenüber den Gemeisttzen und dem Staate berathen. — Ein Antrag: dieVersammlung möge beschließen, „der höchsten Behörde eine Denkschrift zu überreichen, in welcher, die Verhältnisse der jüd. Schule und die Stellung der Lehrer zu derselben und zur' Gemeinde klar oargelegt, und eine Petition in dieser Beziehung an die.Kammern zu richten", -gab zu lebhaften Debatten Anlaß, und wurde derselbe endlich zum Beschlüsseerhoben. Nach einer recht regen, vom Ernste des Gegenständes getragenen Verhandlung über den Inhalt der abzufässenven Denkschrift wurde beschlossen, als Hauptpunkte in dieselbe aufzunehmen: '■ “v n z , : ‘ „1) einen kurzen Rückblick auf die Geschichte und Entwickelung der jüd. Elementarschule von -1828 bis 'heute; 2) besondere Hervorhebung der gesetzlichen Bestimmungen über die 7jüd. Schule während, dieses Zeitraumes; ' 3) speeielles Eingehen auf die Paragraphen des; Gesetzesvom Juli 1847 in-Betreff:der.jüd. Schule mit Hinweisung aNf die Mängel desselben und die hierdurch ergangenen Ministerin-,!resp. RegierüNgsverfügungenl" «Aus den über diesen Gegenstand mit Wärme geführten Debatten ergaben sich für die einzureichende Petition folgende Hauptmomente: „1) die jüd. Schulen mögen durch das Gesetz für öffentliche erklärt werden; 2) die Unterweisung im Verständniß des Urtertes der Bibel und der gottesdienstlichen

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