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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-11-06 · Heft 45 (6.11.1860) · p. Seite 665

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 45 (6.11.1860)
Date
1860-11-06
Page
Seite 665 (sequence 9)
Language
German
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m matt stch nM'rFerMsttt,michdttachMhM^-ttäch-'SpttvtattDsLnwi, um? da! wo l möglich? festem Fuß für/Kirchen und: Klöster/ zu: fassen? / Könnte» man nicht das Grab des Gründers des Chriftenthums / nach der ewigen - Roma übertragen und /dieses, Beduinenland Palästina,: wie später R. mit/Lapaulr/einverstanden ist, daß das Christenthum keine Fortsetzung' des Judenthums, sondern vielmehr. auf Plato und. Aristoteles gebaut ist, fahren' lassen? Wozu.'noch immer singen die Psalmen Davids, des Beduinenscheiks? wäre picht oben - so / gut Homer und Pindar zu gebrauchen? „Seitdem, die. Juden das'Hebräische Luther und Burtorf gelehrt, hat es keine Bedeutung mehr!" Ich glaube- Hieronymushat auch: schon bei einem Juden Hebräisch gelernt ^und ' die Bibel -zu übersetzen gewußt) so wäre es also hohe Zeit gewesen, schon» damals das Judenthum von den Eoulissen abzuschaffen. Uebrigens muß man Herrn R. sagendaß es mit der Kenntniß der hebräischen Sprache bei den Christen i Noch nicht so gefährlich ist; ein Mitglied' der Akademie hier, . welches mit dem Auflösen gewisser Inschriften beschäftigt ist, wollte behaupten, daß Np nicht hebräisch wäre, es hat ihm das b zur Kenntniß gefehlt; ein .sehr gelehrter Professor Deutschlands hat bei der Lösung phönizisch er Schriften ü5n£py durchaus nicht errathen: können, daß' es von yp sein könne und im Lericon Ypb '■ gesucht, und-f Burtorf selber mußte auch mit dem Lericon arbeiten. Haben die englischen Geistlichen bei der großen Frage im Parlamente, ob man die Schwester seiner verstorbenen Frau heirathen dürfe, stch doch an Juden gewandt, um ihnen die Meinungen ihrer Commentare mitzutheilen. Ich glaube, Herr R. hat' ein persönliches Interesse dabei; man könnte ihm dann sagen, wenn die: französischen Gelehrten in zwei oder vier Jahren alle deutsch lesen, so werden seine Bücher, und damit auch die Bewahrer/derselben überflüssig. R. wünscht durchaus nicht Einheit des Cultus, wie Salvador; durch Einheit ist das römische Volk zu Grunde gegangen. Er will mit dem Orient nichts zu thun haben, da er nie so etwas Gutes hervorgebracht als: wir (Nord und Occident). Er behauptet aber, im neuen Christenthum ist nichts Jüdisches, die- Christen . find- Selten und Germanen. „Wie wollen die Juden unsere' romanhaften Meere und Gebirge mit ihrer Esther üttv-Mordachai vergleichen?" - R. hat sogar Hrn!/? von Blankenburg mit seinen Citaten ausgebeutet , ja/ wettn man der deutschen Kritik gmeigt ist, so: -geht es nicht anders. „Bleiben wir bei/unserem ewigen Evangelium, alle Moral und/Humanität ist darin enthalten v-lund /womit läßt sich die Bergpredigt vergleichen?^ -: Es: iss zu i. alt und allgemein:,}!als> daß man eS noch einmal wiederhole, daß alle Moral des neuen int alten Testamente -enthalten» ist; was die Bergpredigt betrifftso überwiegt sie noch nicht einen Psalm vom-David; sie hat die Principien der Moral mehr nebeneinander, aber es geht den Leuten mit der Bergpredigt, wie der Lisele Denen / sagt, welche die Schlacht bei Leipzig feiern : „Wenn die Franzosen alle Siege, die sie^ über Euch 2/ errungen, feiern sollten, so würden sie ausden Festlich- I \ feiten gar nicht herauskommen.". Wir schließen noch einmal mit den Worten: Luum' Luigue, polemifiren ist unsere Aufgabe nicht. Im Ganzen ist der Artikel nur geistreich zu nennen, wenn die Logik darin auch nur gut stylisirt ist, wie, man Schiller den Vorwurf, gemacht, Geschichte gedichtet zu haben. Das 2te Capitel spricht über den Protestantismus,' das 3tc über die katholische und griechische Kirche. Herr R. hält es hier mit jeder Partei, und ich . schmeichle mir, r daß? der erste Artikelüber Juden nicht ernst gemeint, ist. und nur.eine Versöhnung mit. der Geistlichkeit Herstellen sollte. In? einem meiner nächsten Briefe will sch über die drei oben genannten Bücher von Renan sprechen. *) .. Die israelitische Kibci-Anstatt. V Spenden zur Herstellung und Verbreitung?wohlfeiler hebräischer und hebräisch-deutscher Bibeln»von: vr. Siegm. Chamaides in Jaroslau 2 Fl. iöst. W. 1 Thlr. 10 Ngr.^, I. Scheuer in B ern cafiel' 1 Thlr^; Mewim in? Pesth 2 Fl. öst. W. ---- 1 Thlr. 10 Ngr.; Rabbiner Nordmann in Hegenheim ges. von: Elias Nordmannin Basel 10 Frcs., Dreifus-Hirsch das. 1V Frcs., Dreifus-N e u m a n n das. 10 Frcs., Elias Wolf das. 5 Frcs., Abraham Piccard das. 5 Frcs.,' Felir Ulmann das. 5 Frcs., Moise Brunfchrieg dass 5 Frcs.- JaqueS B ru nschrieg das» 5 Frcs., Rüben N o r d m a n n in G enf 10 Frcs., Leopold Ru eff in Hü nin g en 5 Frcs., Nordmann Bernard in Lörra ch *) Wird uns sehr angenehm sein. Uebrigens ist mau in Frankreich über Herrn R e n a nder bekanntlich jüngst aus;»dem wrleanischey: Lager mit; Sack*und Pack ins bo-. nopartische übergegangen,, nicht mehr, im Unklaren. Ein sehr namhafter Gelehrter uns sijarÄHgte utts" neulich: „Renan' ha^^'as''s/lt e n e Glück, gut' und correct französisch zu schrÄen —' seist Wissen ist 'sticht'von BedW -/Roductiott.^ 45 &

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