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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-09-18 · Heft 38 (18.9.1860) · p. Seite 558

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 38 (18.9.1860)
Date
1860-09-18
Page
Seite 558 (sequence 2)
Language
German
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4 J:. rkz~- in i 5 M il l V .IS ,' die man stößt, uns versichern, daß sie aller Vorurtheile baar MM RtappWch^uWeWüM selbst will es darum verheimlichen. Unser Hauptaugenmerk, unser eisrigstes Streben muß daher dahin gerichtet sein, nicht; den Haß zu ersticken, denn das vermögen wir nicht, auch nicht das VKWMMmMHMtzdMMm' wir es nur, fonvern dem Vorurtheile keine Nahrung zuzuführen. Gelingt uns dies, so wird es im'Laufe'Perl? Zeit von selbst verenden. .HM VorurtHsilzzA .Die^d^i Geist Hamlets, unter den Füßen wandelt es mit'uns fort, und wenn wir es längst verschwunden glauben, erhebt es beim geringsten Aufruf seine Stimme. -'Eines derMesten und -. unvertilgbarsten Vorurtheile ist aber-- daß man-den- Juden ein geheimes Verständniß, ein Zusammenhalten, eina KamMderif zuschreibt,Welche .durch alle Glieder unseres Stammes, durch alle- Zonen und Zeiten gehe, und - zum Nachtheil der christlichen und andern Völker, unter welchenlwir-wohncn/-wirke- .Diese Meinung MkMWMe' und tw-demchöchsten Mffetz/ -in-PU UnwiffeMn-'-üM in dm-Melehrten:-.' Die-Arsache ist'lleicht zu erkennM-'Ein : gewMsMaMrrristirtl iünteri dem GÜedern'Mes-Glaubens! und: Stammes '^wirklich, und - von selbst: - Das furchtbare Geschick, welches unfern Stamm betroffen, mußte--gewisse gemeinschaftliche Interessen erwirken, eine Art von Soli- - darität-Hervorrufen, und in -UngluMfällen die Opferwilligkeit Vieler: stärken:. Aber weiter ging' die-VerViüdüng unter - den Juden --niemals.- Im - Gegentheil dieselbe - unter/ dem Jud en fnmUäls sso stark//Wie^' man "Hs- Pei'jenen Motiveck' - voraus setzen sollte^Unter dein Drückder'Verhältnisse, trat-wielmehr-emeZersplittetung ein/ welche jede Judengemeinde aufsich-'selbst verwies/ so daßzuletztder Gemeinstnn gänzlich schwand, und - erst Unter dem Ulügel^ schlag einer günstigeren -Zeit und 'eines freieren Geistes wieder / erwachte .Wir 'brauchen- Uns nur -auf die ' T-hatsache^ zu/ berufen,''daß/ so viele Verräther und Verfolger inden Abtrünnigen /aus unserer eigeneü' Mitte erstanden sind,.rund wie .viel Böses, jä-Abscheuliches sie auch schäin^ los und frevelhaft uns - andichteten, doch' nivmals Einer austrat/-' der - eineheimliche- Verblüdung und Verbrüderung unter den sJüden zum. Na chth eil Und- Schaden der Völker denuncirtiichätte^ ' /Wie - oft V.^ -wären es die JuvengemMvon iMMOelche/gegett Pie-Freizügigkeit 'ihke^ Vlaübensgenoffen agitirten, so gut -wie die- Handwerker-unserer-Tage.!--.-!'- HhW ^rUm \i\-‘ Das WorurtheiUist aM' da; - es würM tief;"'es''ist cinr^ her ^gcfätzr^chstcn.^ Hüt^n^vir grö^^Mr- Dies ist es daher/ was^mir der Gründung einer „Alliance ^sra&ite universelle“ aufs Bedenklichste entgegcnzustehen scheint. Schon der Name macht'Tausenden von Christen KÄMWOr allesammt, or'ganisircn 'sich unter einander" — lasset dies Wort in .'dieMassön gerathen, und die ärgsten Phantome sind wach? gW/H!f WkljMjErcignisse, wo Juden unglücklichen-, verfolgten Juden helfen, wo ein Montefiore nach Damaskus, ein Crsmieur nach Alerandriö», ein Cohn nach MUö'kko^ geht/thun nichts, denn sie erscheinen natürlich und sindvurchfichtig-— litische Vereinigung" / die Eristen^ 'einer d st u e r n'd e n und orgänistrften Verbindung würde die .verschiedenartigsten /Muthlnaßungen, dietauseNdfältigstenWerdächtigungen Hervorrufen. Hüllen wir uns nicht in den Mantel unserer Unschuld, die nachdrücklichstenVerstchcrungen unserer losen Abstchten^üttstrer-nMMchG'Swr^ÄÄerkWM^e-- uügcn; auch' 'nut ''einen DuMü M Befürchtung/zu erlöschen. Täuschen wir uns nichts mog^au^^einige ^o^^- A.ell/ö Blatter, in FraMeich/ssch//^ll^g//ausjprMen — im. ganzen.übrigen, <§M»pa, Frankreich! Mt.eingeschlossen, wird das Gefühl,.- wird dieiMeiuung, wird der Erfolg ein ungünstiger sein! .-.. Diesem e^en^Mh M^eMtzdsterr^ Bedenken reiht sich aber noch em anderes an. Die Zustände der Juden.in den verschiedenen Ländern der Erde sind höchst verschiedenartig; nicht' btös in legislätörischer Beziehung, sondern auch. ,in-. religiöser, ünitellecjueller,.jnhüstrieller uMsMaler:. Hinsicht. Die Beurtheilung dieser Zustände, die Bedürfnisse,"die'daraus erwachsen, die "Wege, die zlr'ihrer Besserung' üchuschlagen sind, müsteü Häher aus/ der forgfältigften Kenntttiß'/ geschöpft' sein ,' welche einem im /äußersten Westen' residirenden Cömits nicht immer zü Gebote stehen-'kann: Der Angriff ist. meist ein localer 'und''die Vcrtheibigüng muß daher 'auch 'dine'chcäle/stm/ Hls dcy her vor/eintgenJahren,' während dieÄeäcjion^in/vollste!' Vlüthe / stand/' und1 täglich ihren/Haß/ üb er' die Jud en / er-- göß/ die Bildung eines'Vereins inDeutMand 'zur Spräche kam/-weicher'/überällhin die Abwehr gegen diese Ängrifft bewerkstelligen"sollje, waren wir g/e g e n dieses.Vorhabcn/ föUdern/!dr'ängeü''Ätaüs,./daß'au jedem größeren 'Orte 'einfichtsvölle Männer zusamm'entraten, um locäliter jeden/ Angriff eü'kste'gmznw'irken^'henn nur so kann dies rasch und

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