Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 35 (28.8.1860)
- Date
- 1860-08-28
- Page
- Seite 519 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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noch nicht entschieden! -O- JuLMsiDdie neulich stattgehabten ErgänzungS-, resp. Ersatzwahlen für.das RepräsenLaNm-CbMgiUmk streng ^constrbätiv MsMallen. — In Fraustadt, ist'aus.der Aufnahme eines Gemeinde- Predigers (an Stelle des schon ftit einigen Jahren nach Posen berufenen Rabb. M.''Lö'we'nstackM)'.nich^. geworden, und sollte noch etwas daraus^werden, so^ dürfte wohl schwerlich ein Anderer als Herr De. .Krone aus Dyemfurth, der gegenwärtig in Fr. domicilirtdie Stelle erhalten.—' . 83>m. der 4,., ÄuguH7 (Privatmitth.) Die Gemeinden Oberschlesiens.sehen., immer mehr, daß sie mit den sogenannten. Re l ig i o ns schule n ihre Aufgabe nicht erfüllen,- und ziehen es nun vor, dieselben eingehen zu lassen und an deren Stelle ein-, zwei- und mehrctasffge Gern eind e - Elementarschül.en/zu errichten^ in denen natürlich dem Religionswie dem hebräischen Unterrichte auch gehörig Rechnung getragen wird. Möchten die genannten Gemeinden aber'auch bald d arin dem Beispiele ihrer Schwestern im Großherzogth. Posen folgen, daß sie endlich aufhörten,7ihre Lehrer auf Contract (resp. Kündigung) anzustellen und das Definitivum an die Stellr des dwigen P r 0 v i so ri \ treten ließen! — Sie würden dadurch sich selbst- und ihren. Kindern, den besten'Dienst erweisen. Wie so? ist in diesen Blättern schon oft genug dargethan worden.— . : Die Gemeinde Samoczyn (Prov. Dosen) hat den Gehalt ihres ersten Lehrers —- in Anerkennung der Verdienste. des Letztem — um 50 Thlr. erhöht. Ueberhaupt gehören Erhöhungen der Dotationen von Lehrerstellen im Posenschen nun nicht meht zu den seltenen Erscheinungen. Sv 'MüstcheH^Kdehaselbst'chät in dieser Beziehung sogar schon uher-ihre Kräfte gethan. Auch ist ha 'und. dort, wo. das Bedürfniß es erheischte, . die Classenzahl erweitertund daLLehrerpersonal demgemäß vergrößert worden..-—-In Erin ist die zweite- Lehrerstelle durch einen Lehrer christlichem Glaubens besetzt! — In Krotoszyn wird 'M neuerer Zeit — Dank den Bemühungen des dasigen Rabbiners Joel — für regelmäßigen ReligionsundchetzräMen Unterricht sehr, viel gethan.. —. . Aus Westpreußen vernehmen wires werde daselbst ein ähnlicher Lehrer^ Verein, wie der in Oberschlesteir; ins Leben gerufen werden. '? w Oesterreichischer -Kaiserstaat. - Aus Mahden, im Juli. (Eingesandt.) Ich erlaube mir hiermit eine; Thatsache mitzutheilen, für welche ich bürge. " ' Der Schulvorsteher am der B.-Schule, einer der mährischen Hauptschulen, Herr W..., seines Standes ein Tuchhändler, und ihm würdig zur Seite Herr Rabbiner P.,' gehen mit dem Plane um, der hohen Behörde ein Gesuch zu unterbreiten,, in welchem Herr' W... (der Herr Rabbiner bleibt im. Hintergründe) die Bitte ausspricht, das hohe Unterrichtsministerium möge eine Commission zusammenberufen, die - eine zweckmäßige Bibelübersetzung, H.eraussuchen oder veranstalten solle, welche dann in der Staatsdruckerei aufgelegt,, in allen Schulen der k. k.. österr. Monarchie von. Staatsweg en, eing eführt werden müßte. ,, '' '.Diesü^Vorgang, ist. ein Seitenstückchen zu hem DebahreN der' 40 ^60 jüdischen Kirchenlichter, die gegen Ihre Bibel'äuftrteten, nur mit dem Unterschiede,, daß dieser Plan , eh er dem'Ziele zuführt, und' v on unabsehbarer Tragweite wäre, während das Gekläffe Jener der Sache eher nützt als schadet. 77.- . 77- , '' Gewiß wird es Viele geben, die eine solche zum Ünterrichte.. allgemein, eingeführte Bibelübersetzung, als etwas Zweckmäßiges , betrachten werden;7 ich7 erlaube mir daher, hier nur einige der vielen Gründe anzuführen,' die.gegen, eine behördlich, sanctionirte Bibelübersttzung^siwechen. 77777 ' 7'777 1) Bom MiMn Standpunkte aus.betrachtet,, kann in der Bibelübersetzung bisher nicht abgeschlossen werden. 7 Von [fo:. vielen ttcbcrfeh itnt> Kommentaren, die es giebt, kann man von keiner, sagen, daß sie dÄchaüö mustergültig/ sei und die Wahrheit, getroffen habe. Wie also'. ein e Üebersetzung behördlich approbiren und der Forschung' den Weg ab schneiden?. ' 2)'Ware der Hehrer gezwungen', sich genau an die vvrgeschriebene Üebersetzung zu Halten;. eine eigene Ansicht oder selbst, eiy Ürtheil über eine andere Üebersetzung dürfte er.nicht haben. .. '7'7./7...7- '7^ ...7-7^. 3) Wäre, ein solcher Bibelünterricht höchst unmethodisch.' Statt daßhäs Kind frühzeitig mit der Grammatik vertraut'gemacht werde und selbst'übersetzen lerne, chürde ihm dies.' shgar verboAn s das Kind dürfte nicht denkest, es"M^^73bnau äst die vorgeschriebene Uebersetzung hätten und Äffe^strechonren. Hieße das etwa dem Äaüde der heutigen Pädagogik Rechnung tragen? 35**