Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 32 (7.8.1860)
- Date
- 1860-08-07
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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24. Jahrgang. Al l g e m eine »es l» '" JV? 32. Nr ..} ...J*; unparteiisches Drgan für alles Mische Interesse. ■ H er a u s g e eb e n v ö n .n : ^Rabbiner llr. Ludwig ^hilippson in Magdeburg. Leipzig,-den 7. August 1860. Diese Zeitung erscheint-wöchentlich einmal, Dienstags, in l'/r bis 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. Halbjährig 1 Thlr. 1b Ngr. Vierteljährig- 22*/* ,Ngr. - Inserate werden mit 1 Vr- Ngr. für die Petit-Zeile oder vereu Raum berechnet. - Beilagegebühren beträten für 1 Bogen 4 Thlr.,"für lji Bogen '3 Thlr:, für */i B»gen 2 Thlr. . Alle Buchhandlungen,^Postämter .und Zeitungs-Expeditionen.-nehmen Bestellungen an; : ""der-Hauptexpeditiow für beide-Letztere Hai'sich das Köstigl. SSchs. Haupt-ZeitungS»Bureau hier unterzogen. I n h a Leitende Artikel r Alliatice israelite universelle. — Die israelitische Bibel -Anstalt;;LiterarischeriWochenbericht; - Zeitungsnachrichtenr.Deutschland: Aus Baden, Hamburg, Hamburg. Ö österreichischer Kaiserstaat: Gaya, aus dem Tokayergebirge. Holland: Amsterdam. Leitende Artikel. Magdeburg, 28. Juli. Lllianve israelite universelle. So eben' erhalten wir die Statuten eines Vereins, der sich unter dem Titel: „^llisnee israölite' universelle“ („Allgemeiner israelitischer Verband") in Paris bilden will. Wir'haltenes am angemessensten, den Äuftuf so wie die' Statuten--desselben hier Überträgen, wodurch die- Leser" avll ihesten an - -den - Stand gesetzt werden, sich selbst ein Urtheil zu bilden. ' *!1; : Aufruf an alle'Israeliten. Israeliten! Wenn, Ihr,' zerstreut .über, alle Enden der Erde und.unter 'Lie'RaÜonen'gemischt, von Herzen der alten Religion Eurer Mter 'anhanget, so schwach übrigens das Band auch sei, Nvas Guch' daran knüpft, wenn Ihr Eüren' Glauben nicht verlaügnet^^ Euren Cultus'nichN Verbergt und' nicht Mer Eüüe Äbftämmung , die nur schwache Seelen drückt, erröthet; wenn' 'Ihr' die 'Norürtheile, unter denen wir immer noch leiden, die Anschuldigungen,'die man verallgemeinert, die wiederholten Lügen, Verleumdungen, die Mißbräuche der Justiz, die man duldet, die Verfolgungen, die man rechtfertigt, oder entschuldigt, verachtet; wenn Ihr glaubt, daß die älteste und einfachste der spiritualistischen Religionen ihren Platz behaupten, ihre Mission erfüllen, ihr Recht verkünden, ihre Lebenskraft in der großen,, immer mehr wachsenden Jdeenbewegüng, in dem Kampfe der immer heißeren Kämpfe der Theorien der modernen Gesellschaft därthün muß; wenn Ihr glaubt, daß die erhabene Idee und der strenge Cul-; tüs eines einzigen Goltes, deren ältherkömmliche Träger und unerschütterliche Vertheidiger wir sind, mehr als jei mals box den eigennützigen Berechnungen oder den An- . griffen des Zweifels und der Indifferenz geschützt werden! müssen; wenn. Ihr glaubt, daß die Gewissensfreiheit, die- - ses Leben der Seele, nirgends besser für , alle Menschen ' behütet wird, als in den Staaten, wo die Juden sie vollständig besitzen; wenn Ihr glaubt, daß der Glaube der Väter für Jeden ein heiliges Erbtheil, daß der Herd, das Gewissen unverletzlich sind, daß man nicht mehr aufs Neue sehen .möchte, Ms: man.erst jüngst -gesehen .hat;, wenn Ihr glaubt,, daß die Vereinigung -ein Gut sch-daß Ihr, ob- , glxich.,,den.. peMiehenen.Ratiqnen angehörend, Ihr den- : noch, .außerhalb aller. Parteien, ^ure Gefühle, Wünsche j und Hoffnungen ijt, eine Gemeinschaft bringen könnet; I wenn Ihr glaubt^ daß Ihr auf gesetzlichey-Wegen, durch ' die unbezwingliche' Macht des Rechts und der Vernunft,