Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 28 (10.7.1860)
- Date
- 1860-07-10
- Page
- Seite 421 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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m Am verwichenen Sabbath hörtenwir das erste Mal die klangvolle Stimme, die herzergreifenden Worte aus dem Atzmtzej unseres Herrmvr? Kyhack 8 Len Mauern unseres Gotteshauses erklingen, und gestern am Isten Mai hörten wir diesen würdigen Redner abermals sprechen bei Gelegenheit der Einweihung unserer neu creirten Schule. Aller Herzen wären gerührt, Aller Augen waren feucht, als Herr Dr. Koback die versammelte Jugend anredete, und sie Eltern, und- Lehrer zu lieben bat. Nun mögender Himmel auch das Seinigethun, und den Samen, den wir gestreut, herrlich gedeihen lassen. Das Schul-Comite. Temesvar, im Juni. (Privatmitth.). ' Diese Zeitung brachte im vorigen Jahre von fleißiger Einsenderhand eine Trauerbotschaft über den Brand, den die israelitische! Gemeinde zu Jungbunzlau in Böhmen in Noch und, Verarmung gestürzt. — Sie g estatten mir wohl, hier einige Wahrnehmungen aüfzüzeichnen, welche ich'jüngst dort selbst bei einem Besuche in meiner Heimath machte. — Die Wunden sind noch nicht geheilt, kaum vernarbt;. allein der Geschäftsfleiß der meisten dortigen Familien, ihre Rührigkeit und Emsigkeit, vorzüglich aber die Sparsamkeit »und Nüchternheit ihrer Lebensweise haben schon an München Orten der Verwüstung ftisch nach geholfen, und sind auch schon vom Grunde aus etliche neue Wohnstätten errichtet. Das thätige Mitgefühl unserer Brüder auch fremder Staaten hat dabei' einen schönen . Antheil. — Mehrere Theilhausbesttzer im ehemaligen Judenviertel, die mit ihren Rechtsgenossen; zu, keiner friedlichen Lösung gelängen konnten, haben, um unter ein eigen Dach zu kommen, von den Früchten der neuen Zeitepoche bereits Gebrauch gemacht, und. sind in andere Stadttheile übersiedelt.. Daß ich hierbei nicht mitregistriren kann : --der löbliche Magistrat der k. Kreisstadt Jungs bunzlau habe sich gegenüber so arger menschlicher Noch solcher und solcher Art, dem.Geiste unserer Zeit entsprechend, .human bewiesen",?gehyrt tait m? die Kategorie ber; ihre eigene Logik haben, die män-l kommt man ihr nicht anders bei-" sein läßt, bis -sie' sich-selbst' zersitztt Das israelitische Gotteshaus, welches erst kurz vor dem Brände renövirt worden war, blieb unversehrt. Mehr noch als die äußere, sehr geschmackvolle,, wenn auch einfache Einrichtung, macht die. innere, die würdevolle Art des Gottesdienstes Wen Urhebern, dem Loeal- und Kreis-RabbindrDr. I. Elbog en, und dem' ihm zur Seite -stehenden - löblichen Eültus-Vörstande alle- Ehre. Dienur noch still recitirten d-'Äw, die Beschränkung der -die zum BedürMß gewÄdens deutsche-'Predigt- und vör Allein? die musterhafte Ruhe und- Ordnung während aller Gebete und heiligen Functionen sind, wenn' Man ein wenig zürückdmkt, fin Bunzlau Errungenschaften sehr schätzM rer Art. ' Ein nicht -geringeres Verdienst als - die Oberwahnten beim Getingen der guten Sache - hat der sehr schätzbare Eantor Herr L. Fröhlich. Die Quältet- und Chorpiecen-'welche dieser würdige Fachmann zur Verherrlichung Gottes anstimmt, sind von solchem Geschmäcke, die Erecutirüng von -solcher Reinheit und Eracricität, und so entfernt von den an-vielen Orten reaktionärer Weise überhandgenommenen ,-polnischen Unsauberkeiten unmusikalischen Gedankens"l1 daß - sich daran das Herz eines jeden redlichen 'Fortschrittsmannes mur - erfteuen kann. — Die Schule, deren Gebäude nunmehr wieder neu errichtet werden muß, stiftet im Innern nur ein sieches Leben.! Es ist Thatsache, daß wir Juden Oesterwichs uns weniger in Provinzialisten aUstöfen, als unsere christlichen Landsleute Es wird daher auch den über eine böhmische Gebirgsstadt - streifenden'Zeilen wenig Eintrag thun j wenn 'ichihnen Einiges - aus dÄ Mette der Woiwodina ansüge. — Mit dem il Mai sollte hier eine zweiclassige Mädchenschule 'ttössnttwerden.. Obwohl' dieftlbe^! vom wftaelitischen i SchüffonddWML ist,- also gleichsam eine StMsanstellUttgiMek- ' ütib obwohl Wer hiesige löbliche CultuS - Vorstand zu den 4- und 300 Fl. bestimmten. Dotationen noch entsprechende Quartierbeiträge aus Wer Gemeindekaffe verwilligtehatten sich denttöch auf den WÄMbaM^Roncurs blos 2 Bewerbekittnen gemeldet! Die Eröfftmtttz unterblieb.Der Cültus-Vbrstand ist ' hohen Orts Witt Modificatiotten^ in dieser 'Ättgelegenheit WMich Kwörden. — Der Rübbinatssttz - ist hier erledigt; Mäss Würbe große Opfer> brittgett, UM-' eme - äneMnUte CapÄiät zü gewinnen; doch scheut manes,vffetttlLch Concürs äUsizuschteiben. Ein geräumiges , MgenüffeneS BethaÄ thut hier '^'8^ bote" (No. 19.) veröffentlicht eine Mrdrdnung wer M schauer k. k. StatthültMi-Abtheiluttg tzM-MSili 1860, 3. 1136, betreffend die ReMngWtt ifta^liüschm Schulen. Ein gewisser Fleiß ist an der umfangreichen Arbeit nicht-M'verkenMzwinaustichtiges WW' 28