Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 25 (19.6.1860)
- Date
- 1860-06-19
- Page
- Seite 375 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/3224737-3226202-3226228--18669-3247644- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
ftttuf, gat'ftftibiCi Zulauf# WtMWMMf'ihri zu Gchote .stehenden- .Einflüsse einsch.Me.ch.-iit;-Le- Bedürfnisse * der Schule zu befriedigen Mh;,Lhxen;AWBchM MWechtrM verschaffen^. Die-; senMnfluß aber-^kann-derRabbinerwenn er Ihm-auch voml'Gesetzr-einger.äumt-würde,: nicht: geltend , machen, Weib-er;selbst.riN'BksofdMer deri Gemeinde ist, und-wenn auch.WfinftiviWgestM-<M ist seine.Thatkrast durch die vielen speciellen Rücksichten,-dieser zu nehmenchat-^oft fenbar gelähmt. Die Schule, als die wichtigste aller Gemeindeinstitutiunen^lDdarftein^ MenüngWndenen,s kMe Parttziungen Lerücksichtigenden Aufsicht; ein Befangener aber kann wohl auch keinen „Vertheidiger" wachen. -:.'n - . h;? .r;v .-:/Es/-stMU'gens:-eLM<UmichtigkeL.t,WMN.Herr.RM. O. i gänzliche Ausschließung der Gemeinde wnd. ihrer Organe l.von? der Schulaufsicht so entschieden hinstellt, indern jeder Schule, ^ein weltlicher wder - Ortöschulaufseher .yorst.eht,-der: vom. Gemeindevorstande aus den:Gemeindegliedern -'gewählt-. -der -Schulbehörde - vorgeschlagen und H,'soAer, .HHätigf wird.:. .,. s .. '.. .Hs' cheruhj.^ftrne,r. auf,, einem Jrrthume von Seite des Herm.'Rabb.' O., -daß' ..in Bezug auf Religionsunterricht.^ den^ von hiesmr spricht er doch Ken — „der Lehrex; Älles' passiv,hinnehmen. muß, was der SchutdjDietsgnfse^er, an-ordnet." Wir perweisen 'hier auf dm hohen UnternchisMnistmäl-Erlaß' vom st, Juli. 18.56, Z. 2216, womit den Lehrern an Volks-, Real- und Gynmffst^lschulen 5, v^exsKjedene aM.robirte. israelitische Religi.onsbücher zur freien Wahl und Benutzung beim Religronsunftrrichte..zugewiefen sind,\ und es überdies den.'Khrern' noch, gestattetest,^ auch ^andere selbst verfaßte Religiönsbücher zur.Approbation,vorzulegen. Von einer, biblischm,Geschichte, die. in die Schule eingeführt worden sem.7soll, ob brauchbar oder, nicht, wissen wir hier, in. Böhmen. nichts;"und..da wir. mit Ungarn unter einer..und derselben Regierung leben, so glauben wir nichts daß für.letzteres. Kronland .andere, besondere Gesetze ..bestehen. Bezüglich. des hebräischen Unterrichtes aber, über dessen Vernachlässigung Herr Rabb. O. so bitter klagt, müssen wir bemerken, daß doch dieser ein von der deutschen Schule ganz getrennter, unabhängiger, unbeschadeter und für sich selbst bestehender Gegenstand ist^ der -ganz vorzüglich durch, die Ein- und vielleicht auch Mitwirkung der Herren Rabbiner seinen gedeihlichenSortgang finden muß. Wenn nun die deutsche SchuleMglich J-Lehrstunden für jede Classe gesetzlich beansprucht--- so bleibt doch dmhebräischen Gegenständen noch Zeit genug zu einem umfassenden. Unterrichte übrig, und sprechen die guten-Erfolge, die-bei. letzterem hier allenthalben .erzielt werden-: für -diese Behauptung... 3 ■.j Um aber dem Herrn - Rabb.?O. eine andere Misere unserer,Zustände zu zeigen, wollen wir ihm ein kleines Histörchen erzählen. Zwar „Lxempla sank oäiosL" -?- aber -wir - nennen Ja Niemanden.; 'In. einer Gemeinde beanspruchte: der.übrigens-ganz gut gestellte.Rabbiner eine besondere Remuneration für -die Beaufsichtigung der h e br ä i sch en S ch u l e. /Sie 1: . f:?:ii: v: Pesth, im AprilllPrivatmitth.) Eine-neue Aeradie jedes warmfühlende: jüdische Herz mit Freude. erfüllen muß, ist für das jüdische Schulwesen Ungams eingetteten. Schon. längst: war nämlich: eine israelitische Lehrerbildungs-Anstalt ein tiefgefühltes Bedürstriß für sämmtliche israel. Schulen Ungarns. . Wenn. auchum sere; Lehrer- - die - inden kathöl. Präparändien ihw -Vorbereitung für das Lehramt erhielten, : im Wissen' und Kennen.nichts.zu wünschen übrig ließen, so geschah es doch häufig, daß Candidaten beim Antritte ihres heil: Berufes trotz des erlangten güten BefähigWrgszeugniffes gar bald ihres Dienstes entlassen wurden , und zwar aus. dem. einfachen'Grunde, weil sie nicht jüdische Lehrer waren. Unsere hohe Regiemng, die für das Gedeihen des' jüdischen Schulwesens seit 10 Jahren die regste Theilnahme an den Tag legte, hat nun einen neuen Beweis geliefert , wie fthr sie wieUebelstände) welche - auf das Emporblühen des-jüdischen Schulwesens hemmend einwirken, zu beseitigen gewillt.sei.' Und so : hat das hohe Unterrichtsministerium mittelst eines Erlasses an die Pesth-Ofener Statthalterei anzüordtten geruht, daß. schon im Verlaufe dieses Schuljahres' mit der hiesigen k. k. israel. Musterhauptschule eine öffentliche . Lehrerbildungs- Anstalt in Verbindung gebracht werde, deren Aufrechthaltung von demungar. Schulfonds bestritten werde. Zur Anschaffung nöthiger Requisiten bewilligte das hohe Ministerium alsogleich 300 Fl. oft. W. mit dem Hinzufügen, daß diese neue Anstalt sich stets der größten Theilnahme der. hohen Regierung zu erfreuen haben werde. - - ' - - ' Aber auch die löbl. Gemeinden Ungams begrüßten diese für die gesammte israel. Bewohnerschaft des Kaiserstaates höchst-wichtige Anstalt mit sichtlicher Freude und der innigsten Theilnahme. So hat die hiesige löbl. Gemeinde, die: Förderin alles Guten und Schönen ist) 25