Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 23 (5.6.1860)
- Date
- 1860-06-05
- Page
- Seite 345 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/3224737-3226202-3226226--18635-3247608- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
345 WMnffalS Etz sinddemnach sL 3 Gemeindennvertteten?-und erklärtcw‘btc HelwenVertreterssürMdlberg^'ttur-äufeme Stimme Ansprüch zu machen. u v. Die Sitzung wurde durchs den ivjiett Vorsteher der Belgächer Gemeinde,!,«ßrn.- Zander, s^öffnet^ MM sschlug vor- -durchpMen >-vorläufigen: Vorsitzenden- ^ierMahlu des desinitiven Vorsitzendem■) eines uStellverWters' und zweier \ 'Schrks^hker^vö^ehmMMe^' ernännw dstVexsäüim- - lung iien\ . Derselbe nahm nunmehr Vorschläge zur Bildung des! Bureaus entgegen.! Es^wurden vorgeschlagen, die Herren \ Dr. Klein und. M. G. Lewy zu-Vorsitzenden^ gewählt wurde! Herr M. G.° - Lewyzum Vorsitzenden!'stüd Herr'Dr. Klein; zum? Stellvettretttt. ' Zu Schriftführerndrnünnte dieVer- \ ^sammtüng die Herren ' Lietzüer-Hchlawe,/ Grönau-Cylberg. 1 Herr Gottschalk Lewy übe^rnahm hierauf/Pen Porsitzi und erhssnete^die Debatte.;; , ... < Die Versammlung war-darüher einig, daß sie sich als j eine-vorberathende«betrachte--die-Beschlüssedaher-für-^die- Gemeinden Nicht bindend seien- - sondern daß die Abgeordneien es nur als ihre moralische Pflicht ansthen, dm hier f gefaßten Beschlüssen in ihren Gemeinden Eingang zu ver-j schaffen. -. ' .. r; . - ‘ j Die Versammlung einigte - sich nunmehr nach längeren auf die Sache eingehenden Debatten dahin: - j. Die vertretenen Synagogengemeinden bilden eine Vereinigüng, deren Zweck.! ist:' Errichtung .gemeinsamer; nützlicher Anstalten zur Hebung des -religiösen Lebens! . und zur Förderung der Wohlthätigkeit, sowie-Anbah- - nung gleichmäßiger Cultus^Einrichtungen. - 2. Die vereinigtem Gemeinden wählen zunächst auf 1 : Jahr' einen Öberv'örstand, aus 3 Mitgliedern beste-? hend, der die Ausführung der hier gefaßten Beschlüsse, «;i sowie die! Leitung der gemeinsamen Angelegenheiten nach erfolgter Zustimmung der Gemeinden übernimmt. "37" Die Gemeinden treten alljährlich^dürch gewählte Dek 1 püiirte in eissem in der vorherigen Versammlung bestimmten Orte zusammen-,um die eingegangenen Vorschläge W7prüfen.und. darüberzu beschließen. Die nachträglich erschienenen Herren- S, E/ Jaeobuß-z 'SchivelbM!A:Aron-Büblitz-'''Msch,'Mätia.ffe-Drakmbürg,; Senss-Labes^ gaben diesen Beschlüsten ihre Zustimmung.! Die Versammlung fährt in der Berathung fort undbeschließt über die :r'" . i; : , i gemehnsame -Cultu s- Ei nrich tun g. \ -Die-jetzt zusammeNgLtretenen Ahgeordnötemernennen .? eine Eommisfion,rwelchediein-denGemeinden em- . u. - -geführten Synagogenordnungen-'prüft und eine Syn- ^.7!' Mgogenor-uunK^MsitnMensteK^Melch^als.Norrn für 7 . '- M einzuMrendenMerbesteruttgem dient;..-.'-,:.- r>. ^H.-uEs bleibt -jedoch jederGemeinde überlasten/ die ent- .;; worfene SyttagogeNordnüng. anzunehmen und wollen die Mitglieder der Versammlung nur ihren moralii‘: schenGinfluß anwenden,!um die erwünschte Gemein- .-7': - i.'samkeMherbeizufilhren. - 7 > . ... .-:7 - Gemeinnützige Anstalt. 6. ' In'jeder der beiiretenden G'em^dm^stird"eim.e'Tr- ' menkasse eingeführt) die Hausbeitelei der reisenden " 'jüdischen Ärmest' wird adgeflellt und» die gewerbsmäßige Bettelei auf jede mögliche Weise beseitigt. 7, Die dadurch ersparten Armengelder.wendet jede Ge- ' ' meinde hemVerbandezü, wovon ein Fonds! zur Begründung einer wöhlthätigen Anstalt.(etwa Alter¬ und Siechen-Versorgungsanstalt) gMhet werben soll. Es wird für das erste Jahr jeder Gemeinde beim Eintritt in den'Verband überlassen, einen festen Beitrag zu diesem'Fonds zu bestimmen.' 8.. Zur Verwaltung dieses" Fonds wählen die Abgeord- '' neten zunächst auf 1 Jahr * einen' Rendanten.' 9, Sobald die Summe von 1Ü0Y Thlrn. gesammelt, soll das Nähere über die Einrichtung der Anstalt bestimmt werden. Rabbinatssprengel. 10; Die vereinigten Gemeinden wollen dahin wirken, . durch Anschluß an bestehende Rabbinate oder Bil- — düng neuer--Rabbinatssprengel einzurichten, in welchen der Rabbiner die Pflicht hat, die Schulen zu inspiciren und zu überwachen, religiöse Vorträge zu halten,, .überhaupt zur..Förderung des religiösen Lehens Sorge zu tragen. . Der Obervorstand wird die nöthigen Einleitungen mit den betheiligten Gemeinden treffen. Zunächst kam nun ein Antrag! des Herrn Dr. Klein zum Vortrag - bei den Behörden dahin zu petitioniren, die Wochenmärkte von Sonnabend' auf einen andern Tag zu. verlegen. . Derselbe wurde durch Stimmenmehrheit von der Versammlung angenommen -und dem Vorstande die Ausführung überttagen. Zum Obervorstande wurde zunächst auf ein Jahr gewählt: Herr M. G: Lewy in Belgard, Herr M. Moseus in ßMerg> MerMSenffM Labeso %£ - 23**