Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 18 (1.5.1860)
- Date
- 1860-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
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„Ptr Fackelbep Wahrheit".!:!)!>! rnfnOr/r irr ii! 1/ viri'io-f/ :rrr,; -• ■;>' : Das ist das Aushängeschild -eines vor Kurzem in die Welt -geschickten Pamphlets^ dessen Urheber es-vorgezögen Hat', seinen Namen wicht zu nennen , der sich aber als einen orthodoren Bibelfreund einffchrt und den Müth Hirt', das neue- Philippson'fche Bibelwerk kritisch zu beleuchten.' Man sollte meinendie Ausdrücke: „Fackel der Wahrheit/ kritische Beleuchtung einer Philippson'schen Arbeit^/ müßten'ein inhältschweres - hochwichtiges Geistesproduet - erwarten lassen.' Doch der'erste Blick in das Schandblatt erzeugt die bitterste Enttäuschung , indem - dessen Inhalt^ gerade das Gege'ntheil der Ueberschrist bietet; man findet darin ein ekelhaftes Bild der Stupidität verbunden mit der abscheulichsten Bosheit > UM welches Ziel Verfölgen die vergifteten. Pfeile des Ndmeii-und-gedankenlosen Autors? ' Derselbe hält sich im Eingänge 'seiner Schmähschrift verpflichtet/ einer Frage Rechnung zu tragen , welche die^ Leser der Schrift an ihn stellen dürften. DieseFrage drückt er so aus: „wie konnte -es wohl einem orthodoren Manne und der nicht ohne Kenntniß der judischen LiteratUr ist (wovon' diese Zeilen genügend überzeugen) (sicty, wie konnte es einem solchen Manne in den S i n n ko mm e n, d a s P hilippson' s ch e Bibe l w e r k zu lesen? Ist doch dir Gesinnung Philippson's b ez ü g l ich' -der Ort ho Vori e und sei n B i l dun g sgrad in der-jüdifchen Gelehrsamkeit mehr als ge«tugend bekannt, sowohl durch seine Zeitung de's Jühen thüms, als' Vurch die gedruckten Protokolle der ehemaligen RabbiNerversammlungen!" Wer die freche Stirn hat/ eine solche Frage der setzt lebenden Menschheit oder speeiell den Brkennern des JudenthuMs' in-den Mund zu -legender hat von. vornherein den Stäb über 'sich gebrochen - -und ein Jeder, welcher die sogen. Kritik ^des'änönynien Orthodoreneiner Widerlegung; würdigt , beginnt einebenso! nutzloses l-als unwürdiges Unternehmen.- WiNeNsalls geziemt es vMhochg'elehrten Manne) dessen weltverbreiteter Name von einigen wenigen armseligen Idioten und heuchlerischen und augenverdrehenden Zeloten nicht verunglimpft zu weröesthermag,' sich aüf eine'Polemik einzulassen, wie »seiner erhabenen Mission als unwürdig bezeichnS MMWß. U.1. M Die öffentliche Meinung hat aber ihre Stimme laut zu erheben und ihr Verdammungsurtheil gegen die angedeutete Wenschenclässe zu schleudern, gegen die-Wölfe/m Schast pelzen' die dem heiligen göttlichen' ^6 ernst-desÄienscheü ge^ schlechtes zuwider, die-vernünftige/uuflgeschichtliche^GruttdK läge.beruhende geisttgemndÄeligiösesEntwickelunUzu'hieymttu suchen, die der leeren - Form 'die Herrschaft ' überchen Znhast zu vindiciren streben, dir Wie Macht;. destodtew Puchstahen-; gläubensan die Stelle der EnNvickelung einer lebeysfnschett ' Jdee-fetzm - -möchtew/.-^ die -für Mahrheibsr Recht/und Hietzck . niemals in die SchraukM-^ttm^/MiMMechrug^MchrS^ . lebung eines wahrhaft^ religiösen'Sinnes. «LchtSrMAeGj'W den laut gewordenen Wünschen-und^BeMbuttg'ewdes'Mdeni thums keine Rechnung; tragen /; dir vielmehr den gerechtestem Ansprüchen! auf Anerkennung .-dw-natürlichkDMenschen-i rechte / aus Gleichheit - aller 'Staatsbürger! vor MM/Gefetzä . geradezu entgegentreten/sl ' .' 5 :r^' m;;;/ 'inrnir^ri ’>: wir. fcnnm! Euch und l Eure Bestrebungsn^ Ejln» lederne -/ dem Todtenreiche angehörigeOvthodLkier/!! die-Atzt nicht zum Wohle dev Menschheit/ sondern? zqr FöMrung Eurer eigennützigen Bestrebungen zur Schau Hragetr -Menü Ihr Euch heutzutage noch so viel-MachtmpbslMnflÄß/M sprecht, Um -das demnaturgenräßenFortschritw huldigende . Judenthunpin Eure selbstsüchtigen-und engherztzsuAntetessens zu. ziehen, - so seid Ihr mit unheilbarer Wüdheit. geschlägm^ Daß Ihr Euch , aber, trotz Eurer Ohnmacht,/.-in> der-That für so einflußreich haltet, davotti zeügt Guet s wahnwitziges Bemühen, uns von der Bahn, abzulenkech/aufjMMs unter Gottes Beiständ;die Koryphäen-und^Heröen Les.Iudenthnms nachlangem/schwierigem Kampfe.gelütet häben./!esirstchies. die Bahn, welche deu'-.ZüdM!in:chaV/oeiäle.'Bölkeklebew-- Lu die Eultur der Gegenwart eingeführt hat. u / ' - - ' Doch Eure Macht /ist - gebrochen/ Lägem wir Moch^ in Eurem Banne;-:so, würde! man. -heute.- -yochMlit! mittelMerq lichem Druck -unsere geistigen, so wie: Materiellen Kräfte,Mte^ derhalten/ man iwürdeLuns wie PäriaL von -den Strömungen des Eultür und;Bölkerlebensferwhaltemuüd iwWnipseluftverpestete Ghettos-Verweisen/.in -dre-dunkeln, ÄbgeschköM nen- Schlupftvinkel / wohin -Ihr . armseligen Finsterlinge gehört , und wo Ihm gleich, lichtscheuen Nachtvögeln.' Eutofl auf Verbreitung der geisttödtenden FiUsternW ÄüsVerdrckkMng des Leben spendenden Lichts' gerichteten * iBeMfnrfüsten möget. '-i l i h rir^ -nn . Euer Wahn hat den Gipfelpunkt erreicht; das bezeugt Euer Versuch, durch Verunglimpfungen und Schmähungen *) So ungern wir Auslassungen über unsere Persönlichkeit, namenttich, wo sie von einer edlen Begeisterung dictirt find, der Oeffentlichkeit überleben, so ließ uns doch die entschiedene Forderung des geehrten Verfassers keine Wahl, darum jedoch sie einer „Beilage" überwersend. Wir bemerken dabei ausdrücklich, daß wir bis jetzt mit dem Herrn Verfasser in keinerlei Beziehung standen, ihn also in keiner Weise inffuirt haben, sondern obigen Aufsatz als den fteien Ausdruck seiner, uns fteilich sehr ehrenden Gesinnung bezeichnen müssen. trr'l- D. Red.