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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-03-20 · Heft 12 (20.3.1860) · p. Seite 179

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 12 (20.3.1860)
Date
1860-03-20
Page
Seite 179 (sequence 7)
Language
German
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179 gen an VollstÄndigkei^t^Ä'ertteffM?-WKs.Mch'üü'S-8M großen'Umfange"des- Werks -bald einleuchket.-' 3n' den eigeviert EomPositioUen des Herausgebers bekundet derselbe nicht nur das notwendige technische Geschick, sondern auch'entschiedene^ Begabung für' seriöfe^M'ufik: Wir heben! nür einige NüÄmerii aus-' dem^Werke herdor)! die ^soförr für^fich eiNnehmirn^ haLKüter" gehört k'b'eispiklsMse -Nr? 65.-- Gleich der' Anfangschör ist'- wirküngSvoA harmonifirt üsid rhythmisch - - sch'ön gegliedert:'3 Das'darauf folgende'Söloqüartett athmet großeMUigkeit-'und "zeigt'fließende Stimmführüng. Die Schlußfuge ist - sehr' gelungen, 'der glückliche Wurf b ei Erfindung' -des Thetnas hatnatürlich wesentlich - zum Gelinget b'eiget'ragen. ' In -Rr^ 118. ist viel rhythünsches Leben, schöne Imitationen' geben 'dem Gänzen viel Reiz: ' In Betreff der Schlüßfuge,' worin die Dominante mit det Sekunde beantwortet Ist,' werden gewiß' die' zohfigen 'Theoretiker Anstoß finden/ mts hat' vre Fügeschr' gefällew,' da' nach unserer Ansicht hier der3 Gefährte gäflz^ richtig ist.' Nr: 146! ist eine Uralteävlische^DrelöM voÄ'wünderb'ärer 'Schönheit:" Dieselbe ' ist?'-fünfstimmig3 mit Chor und3 Tenörsolo bearbeitet und3 trefflich 3 aüsgeführt. Eben 'so verdienen Nr? 119., 1207, 144.) 149., 150.'und 166: unbedingte Anerkennung und werden bei' guter Äusführü'n^ stets'von erhebender'Wirkung sein. Kol Nidre) eine uralte Melodie, die'am'Vodabend des"Versöhnungstäg'es-' vorgetÄgen wird, hat der' Herausgeber "für Violine uiid -Ptänoförke arraUgltl/dieselbe! ist "süß einen ' geringen Preis3 zü'hilben'ünd giibt' ein ÄEvon"ded EWthAm-) lich'keit''ÄesH?Mett^^uii*;; { •* * j - ^'M§ge hilitct)d8nutit^so gr'ößen-'Übfeln3geschaffene Wet'k auch di'e' Anerkennung urid ijZerWfiLNg 'finden, die" cs 'in 'M3 Thai verdient.' )Es'fei hieran? aüen israelitl-' scheu Gemeinden, denen' es UM wahrhafte" Erbauung/.und Gcmüthserhebüng zü thün ist aufs Bestd eckHWn. ' ' - u '1 " % 'l' '' H. P a h o l v, "Mustköirecto? '" e'r l'i n', ' Scliire ’Beth' adönai Ü'on'W W e i wt ra u b,' Cantor3 bei3 der' Synagogen- Gemeinde m Königtzbefg'rU flZr^ußen. Di'ests Werk,' welches" vor''Kur-' zem M Seldstveklage' dis Verfassers' erschienen ist, 'h'akbereitS in Ächr/KeÜ^ÄtüÜgr'ü*?eine'dutchau? günstige' ^Kri? - -^Auch ln dieser Zeitüngs" abed die Wichtigkett'des GegenstandeSi und die Tüchtigkeitdes Werkes-, - über die uns^euerdings-außer von dem-ficherlich syruchfähigWj ob.i-- gen Kritiker auch noch, von einer andern sachkundige^.Hgnd, viel 'Günstiges zukam, lassen uns sehr gern noch, obiges Ükcheil Abdrücken! 3 " "' Redaction!' " \ tik'rrfahken>, UM wsnii'ich^heüte)' Herr RedLcteür^d'en! Raum 3hket?<vieWestNMZÄtjchristzur Besprechung' die-! ft'd-Tempelgesänge 'in3-Änsyruch nehme, so wöüen Sie die! Begründung -hierfür''Min suchen /dass es beföUders^'Ihr!! Maid ist,^ chelcheS'am^mttstM'geei'gNet/ das betrefstnde Püsl bliküm mit diesem'3umfangreichen Werke näherbekan'nt zu!machen. "" w . --n----. m' j Der Verfasser theilt sein Werk in 3 Theile.' - Die ersten! \ enthalten Gesänge für Säbbaihe/ Festtage Und für' beson^ dere Gelegenheiten. Der dritte Theil umfaßt eind größere? Anzahl,' von seinem' Väterererbter Synagogal-Recitative \ in alter Weise und inbem sögenännten kleinpolnischen Styl. - Die Gesänge in den Haupttheilen des umfangreichen Werj kes zeugen! von ernsten müstkalischen Studreäf fie'find zumeist! in co'ntraMttktifchtr Schtechart rompönirt üNd b'ei guter Aus-' I führüngwon großer Wirkung.3'3 3' " 1 u Vl■ | ■; Das Bestreben, durch dörrecte DdclaMäiion deN thythmi^ schen Wöhlkläng der hebräischen Sprache in'rtiüfikalisch'schö- \ ner Weise Mederzügikeü/ Hai'uns üut sä Mn'genehm'ei3 be-3 r rührt, als'die^ meisteu Synagogengesänge! ariderer Compö- \ nistlid gerade in der DeclümatioM dte ärgsten Fehled ents halten?. - ’ l Es würde ün's' zü weit sührM,3 alke'Nütttmetfi des Mi3-' -kes einer^^Besprechung^-'zu uNterziehen,^^ und'dürfte es genW - gen) folgende Piecen als besonders hervortretend zii'bdzeich'^ \nertiNo.i.,;i»c.0ii;’ i;,-f! ' Müfikalisch mterestani'fiüd'die3 im' dritten ^hiile'dot-! händdnen Peci'tätive' /,8eltirä ^eM'mob^ beüännk.'3 Sie' ge--' hören ''einer' dle'VWiÄ, dürD'runtzen vdn \vet3''tiefeii BedeNtüng!'ihrer' S endhüg"itt 'hoher Ägei- ^sterung ihre' FüN'ctivtieff aus üblen) 'und in Elchen'Äömen--) ) ten heiliger Jnspiratiön find''diese''Reciiative' entstanden^ »Die3"zud"musikalischen Begleitung dem Vorbeter beigegehenen Sänger und die besondere Empfänglichkeit und Fähigkeit' vieler 'ZNHöret'haben3'solche' Phanchsten3 in ihrem ^Gedächtniß bewahrh'dnd so würden' sie 'durch'3'die'Mud-' liche Verbreitung' däs Eiginthüm Vieler.'— ^Die Gattung ist3'Ült,'"jedoch'nicht 'Uralt;3 wie der ^Versasier aN,gießt, und) die'wissenschaftliche"Beg'ründüng'dafDr,"'väst die Recitative' in den griechi'schrU'Kirchentöüarten geschriebeü'3sifld,3'ist eben' so ^'fraglich; a'ls die Behauptung :' sie seien Ur'aÜ?— Polnisch-russtschi Vorbeter componiren' heute' noch^ in bemsel-' ben 'Sthl3 und' wenn ich3 nicht irre/hat der Erfasser viele solcher Re'citativ'e'"Noch ' in Neuester Zeit'geschaffen. ^Äessen-' ungeachtet sind die Eompositionen unseren Vorbetern sehr zü'ewpfchlen, 'uüd wenn sie es verstehen, die musikalischen Gedänkeü mit den tausendfachen Melismen in verständiger'

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