Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-01-24 · Heft 4 (24.1.1860) · p. Seite 57

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 4 (24.1.1860)
Date
1860-01-24
Page
Seite 57 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/3224737-3226202-3226207--18306-3247260
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

junfejnHugeyz nach seinem Inhalts ^on.fsühM ähnr lichten V^oMungen^ tzerHietzen^ v^Mchen 1n..ftinpr j Tendenz, ^ber Hiffung ^ungleich, j . ältere Gej setzgebung^ mannigfaltig kennzeichnet. Mx... begegnen j hier EsjeMm.zfH^arenVÄuS^nHMspunfte,^ -er. Me j lein drüchender .Alpsicher auffdesi.'.Hexzen - der,Mehrj dirten lastete; keine, confessioneüe Äilsschtteßung. trübt I den Geist,, der. 'diese. Mngste^egliSsatoxis^e Schöpfung \ durchweht, , wo mit milder. Hand gleichmäßige, Vp.enj deri. an >. alle Unterthanen des..Kaiserreichs. vertheilt j werden.. Der .Antritt eines Gewerbes ist, von der \ Aufnahme in den Gemeindeverband; unabhängig, soj hin auch die Willkür gebrochen, welche auS Jntole-j ranz oder sonst einer unlautern Absicht die Einwerj billigen um Gewerbe, lähmte —; unsere Gleichberech- '] tigung auf dem Felde der Industrie und des Han-j MS ist im Princip ausgesprochen. . I .. Doch: imtner noch nur im, Princip, factisth kon-! nen .wir unS dieser, Zugeständnisse, welche ein besterer Zeitgeist ,hervorrief und eine gesunde Politik dev \ Verwirklichung zuführt, noch immer nicht erfreuen. \ Der Begriff der Handels- und Gewerbefreiheit Ln-: volvirt einen regsamen, unbeschränkten Aufwand dein Kräfte^ eineungehemmte Anwendung Taster, zu Ges bote-stehenden Hülfsmittel, wodurch allein daö vor-f gesteckte. Ziel erreicht werden kann. Das erste .und { wesentlichste.Hülfsmittel bildet jedoch hier die Besitzj fähigkeit, und von dieser ausgeschlossen, kann der j Jude, wie einst.per träumende Aegypterkönig an dem f bloßen Anblicke sieben fetter Kühe, blos an den kcih-j len Eindrücken der Gewerbefreiheit sich ergötzen, aber | auS_ derselben wenig Vortheil-ziehen^ und Mr zwi-r schm der Alternative wählen,.-entweder, wie der.freie» Beduine sein Zelt, unterfreiem Himmel sein Hanz delSetablisstmeyt vder Atelier aufzufchtäge.n,,. .oder mit f all feiner Strebsamkeit und geschäftlichen Gewandtj heit in seinem Ghetto sich einzukesien. und dort wie^ ohne Lehensfähigkeit.-zu vegetireri, zu verkümmern^ \ Die Uebung der sowohl freien als concessionirtens Gewerhe ermöglicht... sich nur in der Zulässigkeit des { . Antritts eines RealbefitzeS, ohne welchen aste Keg-i rmngender Gewerbefteiheit, auf einen-.imaginären j Werth sich beschränken. - . . . .. - . j : Die. Erledigung. der-Hwehenden .Frage der-Be-j sitzfahigkeitunsrer Glaubensbrüyer^n KMrreich-Wj l>ebWi^7l)en^KeWpuyK.Mfte^geMHe^? sie ist eine Lebensfrage, in welche^ ^ch.-stnsre fehn-^ 5.7 Msten Wünsche wie in eiyem Brennpunkte concentriren. ...^. ... . . , his::;,;V. : . Die neue Gewerbeordnung, den Zweck anstrebend, mittelst Freigebung der meisten Gewerbe den Aufschwung der vaterländischen- Industrie .und des Handels, die Wohlhabenheit des Staates zu.fördern, berechtigt uns zur Hoffnung, daß die -Regierung, die Remedien des vorgesteckten Zieles nicht übersehen und unsre.Glaubensgenossen einer Beschränkung entheben werde, die ohne beträchtliche Nachtheile für Industrie und Handel nicht aufrecht; erhalten werden kann. G—m. EihenschiH (Mahren),' 1. Januar. (Privatmitth.) Am 26. v. M. . starb der hier seit 31 Jahren fungirende Rabbiner Bernard Oppenheim, im 68. Jahre seines Lebens; trotzdem er in den letzteren Jahren fast ununterbrochen, krank und leidend war, stand er. doch seinem -Amte treu und ausdauernd vor; er starb wie ein Held, der,- obwohl mit Wunden bedeckt, dennoch fortkämpst und seiner Wicht bis zum letzten Athemzuge treu - bleibt. Obwohl der alten-Schule angehörig, verdankt die Gemeinde doch dem Verewigten so manches wohlthätige Institut der Neuzeit, als: einen geregelten Gottesdienst, Armenversorgung und Schule, besonders that er. sein Möglichstes, um. letztere zu heben und zu beleben. - . - Bis an die'Schwelle des Jenseits hat dieser Mann in seiner^ stillen Größe und - Erhabenheit gelebt und gewirkt, und obwohl sp mancher Ruf von den größten Gemeinden. : Ungarns -und Mährens an.-ihn erging, zog; ereS dennoch vor, in stiller- Bescheidenheit: hier .zu leben,, um von hier aus. für das gesammte Juden- .thum zu -wirken. Die ihm unterstehende .Gemeinde hat -ihn. aber auch als Vater und Leiter stets die ihm geziemende Liebe-und Ehrfurcht-^im. höchsten Grade gezollt. 7 Die Beisetzung her Leiche fand am 29. v. M. in höchst feierlicher Meise statt, aM Nah und Fern strömten: seine Verehrer - unb Schüler: herbei, um ihm als letzte Ehre ihr-Geleite zu, geben, unter diesen seine 2 .-Söhne, von welchen der Eine, der. in diesen Blättern rühmlich bekannte Herr, David; Oppenheim, Kreis- Rabbiner; zu Groß - Becskerek, - der. Andere, Herr vr. Joachim: Oppenheim,. Rabbiner zu Jamnitz - beide, so -wie )>ie HH.- Rabbinen zu Kanitz; Kwmau u^ a. hiek-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.