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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-01-17 · Heft 3 (17.1.1860) · p. Seite 34

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 3 (17.1.1860)
Date
1860-01-17
Page
Seite 34 (sequence 2)
Language
German
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34 und sich allmächtig wähnte, hat jetzt zwei Vertharllun^en erhalten, d. h. steht am Vorabend seines Endes. Auf den pariser Brettern wird die MortarageschichW. dramatisch dargestellt, die Pariser Welt strömt unaufhörlich? ihnen'zv, und der-Kaiser selbst giebt das Zeichest^zumLenthufiastifchen Beifall. Nach der bisherigen politischen Weise Napoleons glauben wir nicht, daß er die Ansichten der Broschüre „Le pape et le pongriss“ guszuführers gedenkt, aber er hatMtitz?HM DrachöytckÜÄlMs?saMMoäen Glaube nicht, daß ich Dein gehorsamer Diener bin, vielmehr bin ich Dein Herr und rufe Dir nach meinem Willen ein Halt zu. -? na, •.••■ä '•! Wer in allem Diesem noch nicht die Wege der göttlichen Vorsehung und Vergeltung erblickt, sie eben so freu-. dig wie demüthig anerkennt, für Den schreibt die Geschichte' vergebens ihre großenLehrenauf, und "sie bleibt' ihm ein verworrenes Chaos von Thatsachen.' '; Noch einmal der Dresiauer Kreistag. Die Schles. Zeitung enthält folgende würdige Erklärung des Herrn C. v. Ko schü tz ki auf Groß-Wilkowitz: „Es ist wahrhaft traurig Und für den Vorurtheilsfteien tief betrübend , wenn man gewahren muß,?daß es gerade hauptflichlich der größte Theil unseres angeseffenen Erbadels ist, der sich in gegenwärtigerZeit andie Spitze jeder Art von Reaction und Rückschritt stellt und alle in der verflossenen Zeit so vielfach erlebten Erfahrungen Und daraus zu ziehenden Lehren oft zU seinem eigenen offenbarsten Nachtheil unbeachtet läßt in der Meinung , sich dadurch noch einige Reste seiner früherhin allerdings sehr bedeutenden Privilegien noch für einige Zeit zu erhalten, die aber in Wahrheit eigentlich nur noch in der Luft schweben oder in der Einbildung als solche erscheinen. Dahin gehörte z. B. die wahre Manie für die Erhaltung der nur mit Kosten und Unannehmlichkeiten jeder Art verknüpften sogenannten Polizei-Gerichtsbarkeit, und dahin gehört wiederum jetzt die Agitation wider die Zulassung der jüdischen Rittergutsbesitzer zu den Kreistagen , welche bereits mehrere wahrhaft lächerliche Auftritte und Situationen hervorgebracht hat. Der Unterzeichnete ist ebenfalls von altem, seit Jahrhunderten in der Provinz angesessenem Adelsgeschlecht, welches bisher noch niemals durch sogenannte Mesalliancen gedüngt wurde; er hat aber noch nie die Sucht in sich gefühlt, auf Grund dessen anderen ehrlichen Leuten den Weg zu vertreten und sich über sie auch nur Zoll breit 5. 1 . . ...1:. .- erheben zu wollen, und er bedauert es daher aufrichtig, wenn er gewahrt, daß diese seine Gesinnung bei^.vielen Hy^wHineS 'SArndeH. ^0 weniMgecheiht^w^»." freuen wir uns dieser, m allen TheilM w^üxdigen, Erklärung, Erfahren wir^zugleich, daß von Seiten derlllisnigl. Regierung in dieser Angelegenheit entschieden vorgegangen wird, so mögen wir doch auch nicht einige Bemerkungen unterdrücken, Welche-uns; aus) eiHer. norddeutschen, nicht- HfeußischewStadt zttgek^iüenfind: 'UnftrKorrespondent meint, daß bei diesem widerwärtigen Vorgang beide Parteien Fiasco gemacht. Die junkerliche Seite hat in so grotzer«Weise'dem^ Gesetz und dem Recht Hohn gesprochen, und der Obrigkeit ihre Widersetzlichkeit kund gegeben, sie hat. dafür von allen Seiten so gründliche Lectionen erhalten? daß sie ihr Vergehen wohl bereuen mag. Mex 'in politischen Dingen der persönlichen Leidenschaft.Raum giebt, hat die Folgen davon zu tragen. Eben so nachdrücklich glaubt aber unser Correfpondent, haben sich auch die drei jüdischen Rittergutsbesitzer beschimpft. Wer, sagt er, unter Cavalleren.Platz nehmen will, muß sich auch kavaliermäßig benehmen,, d. ch: die Herrtzy-Nvey.nachvjenem Antrag unter jeder Bedingung Skandal machen müssen, sie hätten ausrufen müssen: Dieser Antrag ist ^,.upd . die Folgen die sich hieraus 'entwickeln * stl'üMch Energisch durchführen sollen. Dies war ihre?Pflicht als Männer und Juden. Sich aber jeye Beschimpfung ruhig gefallen lassen, und dann zum Lehrer klagen gehen, sei eben nicht ehrenvoll. Wir geben diese Ansicht der Mahnung wegen für ähnliche Vorfälle; vor denen wir ja^ niemals sicher find. — ' Dir israelitische Dibel-Anstalt. : ., Sp en d e n zur Herstellung; hehräischer und hebräischdeutscher Bibeln: Bezirksältester Sjruuß in- Merchingen? v.ow-der. Gemeinde S en e s f e l d 8. FL, Gemeinde Eberstadt 5 Fl. 18; Kr., zsm. 7 Thlr. 15 Ngr. 10 Pf.; Rabbiner vr. A. N e u mann in Ri g a 3 Thlr.-; Prediger Ä. Seeligsohn in Schweidnitz, nach'gehaltener Predigt von: I. Birnbaum 10 Ngr., F. Börnstein,7 Pgr. 6 Pf., I. H. Caro 15 Ngr., Sig. Sohn 15 Ngr., Sim. Cohn 7 Ngr. 6-Pf., A. Frie-dlä-wd^r 1 Thlr., M. Herrnstadt 15 Ngr., L. Hör r w i tz 10 Ngr., M. Cassel 1 Thlr., V. Mühsam 20 Ngr.> I: Manasse 20 Ngr., M. Naphtali 10 Ngr., L. Mast asse 5 Ngr., I. Rosenthgl .1 Thlr.,,?M Rach>

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