Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 50 (5.12.1859)
- Date
- 1859-12-05
- Page
- Seite 730 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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- Banat 1× ep/1272623
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- * In der Wundermann'schtuBuchhclN.dlung iy. Münster erscheint MLMLHHL ^Monatsheften £P v, - „i'-: Dev \ .UW-; /;{?' WS. israelitische Haus - und Schulfreund. «Preis 2' S(’Ir. jährlich., Bestellungen werden durch älle Buchhandlungen' erbeten und nehmen Auch-(unftNllrtz enWgen-die Herausgeber A. Treu, Seminarlehrer in Münster, . Dp. Hecht,?Lehrer in. Hoppstätten. l^ äep.H^HtvpivIl'sckell kuebhkmciiuvß io 6öltjogen ist ersekieuen: ' EWälcl; Ä»,ä Geschichte des Volkes Israel, Siebenter und retzter Band: Geschichte der Ausgänge des VöllTe's Israel und des Nachapos tolisclien’ Zeitalters nebst den Registern zu allen ziehen Ränden und den Alter thdmern. grv 8. geh. 2 JThlr. 7 2.0;Ngr. ‘ ' ' / . ' " '' (Die Bände I—VI und Alterthitmer kosten . V V'"'’ 17 Thlr. 7*,VNgr.) ' ■!; 11 „ In Äit^mgärtners BvW»>»dl««g in r-ip^ig.ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen:, Kleiner KatechisMNs der Geschichte Israels (bis zu unserer Zeit), der Bibelkunde> der Landeskunde des alten Palästina und der jüdischen Liturgie Bon Dr; Lud wig Phi lip p so n,, Rabbiner. In 8., geb. 5*/2 Ngr. Aus dE Banat , Mitter November. Ms' wir von den großen und glänzenden Festen lasen, mit welchen allenthalben das Andenken. Schillers gefeiert ward, da stieg in uns der Gedanke, auf, ob es denn nicht angemessen wäre, wenn auch wir — und ist es kein Kranz, so doch wenigstens ein duftendes Blümchen als Hermäon darbrgch^ep zum. hundertjährigen. Geburtstage des: großen Mannes. IttK allerdings, der Sohn der Marbacher Haide soll —' ja m u ß auch unsrerseits gefeiert werden, und sind-es auch nicht pomphafte Fackelzüge und rauschende Orationen,.' die wir^Dirhocher Verklärter, weihen^ so nimm doch unfern Dank, unfern innigsten, au^ der tiefsten Seele steigenden. Dank: hin für die. großem Verdienste, die Du Dir auch um Veredlung unserer Geisteöcultur durch Deine ewigen, unvergänglichen Werke erworben hast. Schmach wäre, es, wenn Israels Söhne es unterließen, ausvoller Brust in den großen jubelnden Accord einzuftimmen, und gerade v.ow uns gilt/ Meister Freiligraths Wort: „Seht,-der ist der Große, der. uns erzog, Der: die Höhen der Menschheit a u ch fü r u n s erflog!" Denn Du warst auch unser; Tausende und aber Tausende haben ihre nach Bildung lechzende Seele an dem frischen, ewig üppigen. Blüthenkranz Deines unsterblichen HzniuL. gelabt,, geweckt,, Gestärkt un^-bereichert. ^Dtziniftets beuz, Hö'Men ngDrMWMHxiH MitderDrpft und vor Wem Deine'.'skFtl i'che' ^röß'e'-hdtz'ey 111 Israels Söhnen und Töchttrn^IWWiÜh^rWe^Wrung^fuk diö heiligstem Güter,!der Menschheit entzündet: Für unser Recht njchti für? ausschließLNdeKechte^77.-hastDu. den eher- Driffel Mps..geführt; Oesterreichs Judensollen e§ nw vergessen, daß Frichrich Sch/fler chnseru unvergeßlichen Joseph II. als den Ä/ann hiiWllt, tzel stnt fester Hand die „ fürchterliche Hydra des frommen Haffes bekämpft M" (Werke.Bd. X, S. -W.) und zu eiüer Zeit, da der aus der bürgerlichen GeMMaft-gestW^yp Zudp im heiligen römischen. Reiche noch. den. Leibzoll entrichten mußte, rief Schiller, daß „die Nation der -Hebräer uns als ein mächtiges, .umv^rsalhistovische.Sj^HoM,.exfchejnen^ muß und daß nichts den großen Einfluß vernichten kann,, den diese Nation mit Rech t in der Weltgeschichte behauptet" (Bd. X.. S. 4.10.),, Jg, es war,eftte grpste Zeit, das l^nde des achtzehnten Jahrhunderts, da durste.Ay frommer Sänger wie Klopstock -sdessen echt christliche?Gefinnüng selbst Herr Sebastian- Brunner in Wien nicht bezweifeln wird —* ttt einer seiner schwungvollsten und erhabensten Oden ausrusen: Joseph , Du machst zum Uiiterthan Den jochbeladenen Landmann, machst den Juden zum Menschen. Wen faßt des Mitleids Schauer nicht, wenn er steht, Wie unser Pöbel Kanaans Volk entmenscht! ' Und thut der's nicht, well unsre Fürsten Sie in eiserne.Fessel schmieden? (S. Klopstocks Werke IV, S. 232.). Auch Schillers freie, über alle Particülaritäten erhabene Weltanschauung kämpfte stets für die unentreißbaren Rechte des Menschen (Des Menschen Ist nichts so unwürdig, als Gewalt erleiden, denn Gewalt hebt ihn auf. Wer sie uns anthut, macht uns nichts Geringeres als die Menschheit streitig. Werke XII, S. 280.), und was den Wdvth des Mannes unendlich erhöht, ist eb.n, daß er seinen Principien immer mit derselben Conftquenz treu blieb , und so rufen wir mit seinen eigenen Worten—und das mag insbesondere jenen Großen und Mächtigen zur Beherzigung sein, die mit auffälliger Ostentation die-Sacularfeier des deutschen Dichters begingen „Der wahrhaft humane Staat errstirt nur d a,, wo der Mensch nicht nöthig hat, fr e m>d e, Freiheit zu. kränken., um die steinige .zu-.-be-, haupten." Lapienti sat! HerMMNir Bvilü. Jüdisches VoWbtatt Mp, 49, Jüdische Criminalgeschichten. II, (Forts.),— Die. Bäulpt.lForts.). — Notizen des Tages. — Aphorismen. .. NB. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich 1'Thlr. Vierteljährig'V« Tblr. - " - Verlag von Baumgartners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von B. Hirschseld. - Verantwortlicher Redacteur: K. Nahe. .