Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 45 (31.10.1859)
- Date
- 1859-10-31
- Page
- Seite 651 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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get^chorschwtzbtenD derort er sich aus seiner>3ugendzeit dr^ irtüerttzPNitz! ste:- qus 'Muderithal und? anderen' Otten MK SchwabenlandtzsalslVitzhhändler,:schmutzigundzerlumpt-- nach-Mürbach-l sein emGebMts orteündStuttgarö kamen/- witz fit vom 'Staate: gedrücky -dom Bürger verachtet-?vom> Bäüep' gtzhaD lwurden? H alles Dieses Mßtei feiner ftpe*i tischen-/<das^Jveale5erWebettdenMatuH'. Me gewisse -Kälte. uM GleichgÄMgkM-geKn-sitz ein. t. 0 -s Dennoch: thut »man! dtzm-Manne, ider! von der 3dMder, reinen, ^freien Meüschßeit ganz: und-gar durchdrungen war/ derLmid -der neMnl Freiheit 'Nie 'Voduvtheile MlicherMvtrstürzrnÄnwlW entschieden Unrecht,' -ihn - wegen t einiget wetnigeuiAeüßerüÜgett lübw;3udtzn zmihremüFeindemnd Geg--i ner.izu Perüpeln.L Mseres:Erachtens -sind selbstdiese/ /eineut Schiller wahrlich nicht würdigen Ausdrücke erst durch den? Umgang mit Goethe, dervon-einem- „Fudengotte " und einem „3uderwofttz",:. ^o^,^üHifcheuAMe^" Knd „jüdischen Pfiffen^^ so ^'gern^sKricht,^ und die' lekb^t'e Ausgeburt des alten Frankfurter AudeyhasseS ist, in ihm zur Reife gekommen. Bedeutungsvoll und seine Meinung über dcis'KdifcheiVolkMt darlegend,?Pnd die ßVocke-WM'elchen er-seinen Aufsatz „'Die. 'Sendung Moses" reinleitetri ,-Uns -muß-dieNation der Gehräev als 'einfrüchtiges) mniL versalhistorisches Volk erscheinen, - und:, alles.'?B-ölse,r. w tzln chesmMUd j-e s:e.m -Potte n ächzr^sa ge n; g-ech ohntist, alle B:ewLchUWg-tzAflw itztWrilK-ö-pf-e^.rH. zuverkl einepnwerden-uns nicht, hindern-n gerecht, gegen VqsselbtM-seim";- po;.; si -Das! war :eS; -denn -eigentlich,-, was-dje jüdische. 3u-? gend-so mächtig:zulSchiller: MMTrat er-,ja--devM*. sttiven/Religion--schnurstracks entgegen!'! -.Daß er demchvH sitiven Glauben nicht das -Wort -redet-, Moses zu . einem klugen Staatsmann 'degradirt, - mit einem-Worte-, hie.Bibel nicht als? göttliches Büch gelten läßt, wird-Niemanden Wunder nehmen/ wenn man bedenkt^ daß er im klassischen Altein thum aufgegangen war--'wenn man weiß, wie er sich,überhaupt .über die. Pibel. äußerte. -,,3ch muß gestehen", heißt eS .in. einem Briefecan. Goethe- (Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe ^Stuttgart- 1856] 1^ 29-1.) „daß ich in Allemwas historisch ist-- den Unglauben zu'jenen.Urkunden-igleich so entschieden mitbringe, daß mir Ihre Zweifel am einem einzelnen Factum noch sehr raisonnabel. Vorkommen. Mr ist-die .Bibel Nur.wahr, wo sie naiv, ist; -in allem Andern, was mit einem eigentlichen Bewußtsein geschrieben ist, fürchte, ich einen Zweck und einen fpälM Ursprung " :ir>r. /„v:/; -i :Mchts::desto wenigrrl-ist- SchiüevcherMehlingWW; f steller, der,H^s^-«nd, Juden Worden,.- die ^jüdische Jugendrichtete fich7an Schiller auf, in ihm lernte fsipckeftn/ aw ihm-llerntt fieichenkenundn fühlen-: Schiller f ruhte' sowohl! unterdem Kopfkissen der jüdischen 3ung- - \ fräüen , wie die-jüdischen- Jünglinge -diesen Lieblingsdich-. i ter - den spähenpenMicker,; ihrer- -deutsche/ Bildung -.verhöh< i nenden Lehrer zir vchbergen; wußten.-:r;J.i i .^.il;;<• j /: j,i \ :i ' ilLo Lesstng üufhörte, fing Schiller Än; ^wüs^Lefsing^ - fürdie gebildeten Kreise der 3udew im letzten Drittel deS - wekgängenen Jahrhunderts wardas wurde Dchillet fin^ ( den'großen Häufen/er würde Volksschriftstelleb und DolkSl dichter.^ Schiller in seinen schmerzlichen Erregungen, in sei-l mWLetdeii Änd Kämpfenin seinem Sterben und löschen > wiirdtz Ueisch vön unsenn-FlÜsche, Blut'von-ünferM BlNttz'!- j *■- Eb ist em sprechendes Zeugniß für den ünverdorbelldni^ reinen ^eiss der jüdischen 3ugend/ daß sie fi^Äbn Schiller i erfüllen^ ließ? Sem ganzes Wesest'ruhten'-ikeüschrr^Skkt^ \ lichkeit und himmelreiner' Unschuld, von dein Ünflath ’ tmftf l zü^elloseüt ^chürüß 'eines Goethe findet fi'ch Wtß irrf&*f s neu'^christeir; 3dealitär war das Grundprrneip leiü-eS^e^' c betts/'Ärebeils und"Dichtens; iss idealem GedaN^enfiwg^ erhoben 'sich Israels Söhne und Töchter ivett üM'dM Gewöhülichep Menschenrechte, Menschenwürde und Me^; schenfreiheii ^wärest die leitenden 'Ideen in feinen draMatr-' ) schen 'uNv hifiorischen Darstellungen; nach Menschenrechtes ünd^ Freiheit 'lechzten mit ihm die' aller Rechteberaübteck - Iuben und IüdinnÄt. ' Schiller nahm fit aüfiftinewSchwint-' gen mithin die heiligest Sphaten; -er kämpfte für' ihte 'Frei^ \ htit und erzog sie zur Freiheit durch die Kunst m,d daS- : Ethäbme. Dergestalt hat Friedrich von Schiller, welcher im gleichen Alter mik dem' ihm in ditzleft'. Beziehungenllhül!chert - Spinoza der MmHheit zugleich entrissen würbe/auf ditz Veredlung und Bildung der' Juden gewirkt. Settle' den Psalmen an' Reinheit und Lauterkeit gleichenden lyrisches Poesten find von ünseren^^ Dichtern in die neuhebrälschtz Pbeste übertragen, andere in deutscher Sprache trav'estirt worden ich erinnere nur an die „Glocke^ — und selbst in 'Gegeüd'en/welche sogar noch heute im Dülikel liegen,' wo deutsche Bildung den Juden noch' immer ein ' leedtr Schaä ist, M dennoch Schiller bei ihnen das Bürget recht erlaügt/ filbfi da lieft man „Schillers Wetke^, uüd ihr Liiblingsdichter' ist uüd Äeibt —- Schiller? ' 5''' ' f.vr wachserling.