Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 44 (24.10.1859)
- Date
- 1859-10-24
- Page
- Seite 634 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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noch größere Staaten das Princip selbst zugeben, und nur in der vollständigen ReaMrmig noch Stück,»vor Stj^Kv^-.^ gernA^T- -fadl ma gWnh^ essa u^fich^die ^Kre^vAdiciren/ d^MZn^MbAndch^mmM dprchhapen'-za Jahre 185Ü und in den folgenden hätte man es an seiner Stelle gefunden; aber jetzt nun noch nachzuschicken,, nachdem überall der .Geists.der Reaktion .überwunden ist, hat etwas.fj'a^ Ai^KomiAes cmWch welches ^as/dechte Bedauern gar nicht aufkommen läßt. Nun, geht die Menschenwelt vorwärts, so wird ja auch Anhalt-Dessau Nachkommen, und wenn es auch; etwas,lange i dauert.,.. Kem.Rnterschiezwischen Indern und. Iudeu-.. j - ttt ihren bürgerirchen NechtenI Man schreibt der Preußischen Zeitung von hier: >,Graf 'G ö lu ch o iv s kr, derjetzigeMlnister'deS''8nnW^wM heute oder morgen hier erwartet. Bei seinem Abschiede aus LemchM (e^war. bekanntlich Statthalter von.Galizien) empfing HM-Mter anderenfDeputationen, cylch den Vorstand .Lemh eDex I ud.eng:emein-de ,f;der ihn hat, daraus hinMwirsen, daß. auch sie endlich von den druckenden Ausnahpregesetzen; befreit, würpen, paß.sie. namentlich die-jEr« lanbniß .eshiHen,,HMdhesttzM-^w^beNiMd..jn Corporationep einzutreten.Der.. Minister antwortete, -dem, Vorstgnd.^, daß, er princiell allerdings für die, Juden-Emancipat.ion^,fer, ,.daß,es aber,mit,.deren Ausführung in allen Theil^en, des. ,Deiches groH,.Schwierigkeiten h.ah^ Mie er fich .z, B. den.MienepJuden,^zu. verhaltencha.be, darüber, sei. er im Reinen; abep der geistige, -.und. gesellschaftliche «Standpunkt, der, AaÜzifchen Juden, - erfordere, - Paß ch^N Anderen. Maßstah. anlege,.- Warum..,hatten .die .galizischen, Anden Ach nicht, so.ausgebildet, wie,.ihre Pxüdep in. den deutschenProvinzen? Warumfeien Ae,noch so weit zurück? „Heben Sie,; urejne Herren," ", schloß d.er^Minister, „ ,,mir die.Grenzlinie, an,, welche in Galizien die. gebildeten Juden von. den ungebildeten scheidet,, sp -will ich für hie^ .ersteren Alles, thun, wozu ihr. Standpunkt -ste Wir^kö.y,neH,die.RichtiML.^ieser..Wtcheilung-,;,welche die Runde durch die. WnMchen Platter.gemacht hat, nicht verbürgen^. auch.ist.das, Factum,..a.nAch;nichL-vpy entschieden,^ Dichtigkeit, ,, ,.Woj)l aber., ist daß: .Princip; Welches Ach jn,> phitze^-.Worjen. .ausspricht, von großer.Krqg- * weite,^ und, vars, nicht .py,gesprochen .hleiben.,,. M rwap^gm Mde. der, ZwgyMex^^r.^ chh.rn. Preußen. die, Pmanqipationsfrage lebhaft discutirt ward, als der bekannte Carl S t^eckfu ß.,Dvrlcher als preußischerWgPerungsWgniter eineMWu^äche Stellv^^n^hm,r-jn?'eiKr ^Sroschüre'-"den Plan^uMellte, die Juden "Ärch ihrer /Bildungsstufe , zu sondern, und ihnen demgemäß verschiedene Grade der ^staatsbürgerlichen Rechte zu verleihen. Es erhoben Ach damals gegen Rese Anficht viele Stimmen und ein Jahr- ^zehend -spätzrrklärte der redliche Sir eck'fuß öffentlich, daß er Ach geirrt habe. Merkwürdiger Weise ging die Wirklichkeit in Preußen gerade den entgegengesetzten Weg, r ryrürwÄhMd.-Anän ^der großen Masse unserer Glaubensgenossen alle bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte von Jahr zu Jahr mehr einräumte, hält man noch heute die ' höhergebildeten Schichten innerhalb drückender Beschränküngew fest, und das Studium von Wissenschaft und Kunst, . sei 'es . zu 'allgemeinen Zwecken, sei-es für bestimmte. Fächer -und Berufes läßt seine Jünger, sobald sie per israelitischen Wnfesston angehören, ohne Wir führen dies an, um tatsächlich die Unzulänglichkeit des Princips, den Juden nach Maßgabe ihrer, Bildung/bürgerliche und staatsbürgerliche Rechter zu -verleihen; zuerhärten.^ """ Es ist immer ein Jrrthum,' wenn man, sobald sich aus und in einem.Volke eine große Frage erhebt, ^udarn Ausspruche -seine Zuslüchts nimmt: 'es 1 fei noch AiH reif dazm . Denn abgesehen, daß, stets im Gehen, die -Kräfte wachsen., daß man nicht urtheilen kann,^ bevor wärt probt hat, ist die laute Dringlichkeit der Frage selbst eine entschiedene Bejahung , der Reife. Ferner.: Bildung und Sittlichkeit find inkommensurabel; sie sind nicht Eigenthum irgend einer VolksUaffe oder Volksschicht, man müßte denn die bloße sociale Cultur darunter...verstehen, welche jedoch oft ein Firniß für die äüsie'rsten Gegensätze vpV mahrer. .Pildu.yg:.und, Sittlichkeit ist/ . Nicht der Palgst,. nicht die Strohhütte giebt uns -einen -sicheren"Maß? stgb, für BildunguUnd Sittlichkeit,, wir. finden, sie -in beiden :j0st m hohem Grade, und vermissen. fie -.in> beidenoft in.. empfindlichster Weise... .EndlichdrerrMrgerllchen und staatsbürgerlichen Rechte find ihper Natur -nachniemals an. .eine bestimmte Persönlichkeit, -sondern immer, nw an den-' Menschen und Bürger gebunden. Vor vem Mißbrauch muß;das Gesetz . uyd/<die.Strafe. schützen, aber , es darf.NieMand: mi-t. der Entziehung 7der ibürgexlichen Rechte im Voraus, gestraft werden,: bevor er noch den Mißbrauch durch di.e .That ssonstatirt) hat. Die. höhirren!'politifchen Rechte - stehen,von selbst nur dem > höher gebildeten Lheile b$j Vylkes zu; -es kann: Niemand Staatsbeamter'- werden; ohne die dazukgeh övige.Ltufllistcaüow zu ubesitzen und!, tv*