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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-09-26 · Heft 40 (26.9.1859) · p. Seite 588

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 40 (26.9.1859)
Date
1859-09-26
Page
Seite 588 (sequence 14)
Language
German
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m . „zum Gebrauch für Subftt unfähig sei ~ . ft* dies „gegründet sei?" , worauf eben Herr Rabbiner' vr. L. PWppsdn bekannt! macht: / "7 . „Eine desfalls angestellte Untersuchung hat nun er- - „geben, -daß allerdings bisweilen, wenn die „CichorienMrzel besonders trpifen; mager und hol-! i . . 7,zig guHsälrz,, M dem Brunenssitle Quuutität „Fett sg k'ei t in ETrommel gechyfi wixd^n, s, f.." > erkläre ich hiermit, daß in - meiner schon seih 40/ Jahren! bestehenden Cichorien-Fabrik niemals Substanzen ver-/ wendet, werden; die auch nur :den . leisesten "imn erregen könnten, daß meine Fabricqtion nicht allein unter' meiner persönlichen Leitung, sondern auch 'unter Oberaus-! ficht eines strengen ^NiN'' betrieben wird., und kann da-! her bei mir sabricirter Cichorien auch bei/ den subtilsten -Anforderungen hinsichtlich von jedem mit vollster Beruhigung verbraucht tperden.: ^.!, Auf -etwaige Anfragen ertheilt bereitwilligst Auskunft - ÄMr FeistwtMn> Firma: Auliuch Cohn, Cichorien-Fabrikant in Fürth, Bayern. Fürth, 4. September 1859. - Erwiderung. Zn einer Annonce in dieser Zeitung sucht eine Partei, die nun schon seit mehr .als 5V Jahren dem Verfall ihrer eigenen Ansicht- Und Institutionen unthä tig und in völliger Opferlosigkeit zusieht, dagegen aber jedes! neuere und segenversprechende Unternehmen begeifert, aber auch dazu nicht einmal mit offenem Visir aufzutreten den Muth hat, auch gegen dys jüngste projectirte Institut ihr bekanntes Manoeuvre zu eröffnen. ,Dies besteht namMtlich darin, der unwissenden Piaffe einige Stichworte hinzuwerfen, um sie zu blenden. Was heißt das: „die jetzigen Leiter und Lehrer führen dem Volke. die h. Schrift nicht ün verfälscht, in ihrer Urgssstalt zu" —? Es giebt nur eine einzige Ur gestalt der h. Schrift, und das ist der hebräische Text, und wer tastet diesen an? Es giebt keine Deutung oder Auslegung, keine Uebersetzung oder Paraphrase, die sagen dürste: „i ch bin die unverfälschte Urgestylt" — diese. Bezeichnung kann , allein dM hebräischen Tepte zukommen. Siehst Du, lieber Leser, so suchen diese anonymen Schleicher eine Phrase loszulassen, die Dich verblenden soll, und die, bei Lichte besehen) reiner Unsinn ist. Was heißt ferner: eine traditionelle Uebersetzung? Das Judenthum kennt keine solche. Stehen doch mehrere Targumim nehey einander; hat doch Saadia-Ha-Maon's Uebersetzung nicht mehr Autorität ais die Septuaginta, und diese nicht mehr als Mendelssohns. Die.Ta.lmuvim - und Midraschim hguftn nicht 49,.spydrry Hunderte von Erklärungen; DentungenÄn$n fipsungen auf jede Stelle der h. Schrift,7 und -sagen; niemalsunter asten diesen ist diese und diese die. einzig/ richtige, . So groß die Autorität Rasch i's ift,so folgt' er dennoch zwei. ganz verschiedenen Richtungen, indem er entweder nach grammatischen Regeln sich eine Erklärung bildet, oder cius den vielen talmudischen sich d i e wählte hieihm ,',die einfachste": zu sein schien. So. groß auch: bie; Autorität Raschi's ist, so hatten doch Rambam Wd7 Aben- Esra und fstdak und Raschbam und Kalbag und/^barbänel zu aller Zeit nicht minder große Autorität, und bei unseren frommen, aber auch gelehrten und umsichtigen Vorfahren — Eigenschaften, die den gegenwärtigen „Krummen" ganz abgehen —r hätte Der für ein SchMknabe gegolten, der mit Raschi die h. Schrift für fertig gehalten hatte. Du siehst, lieber Leser, datz ist qhermals eine.Phrase, die Dich blenden soll, Dych nein' es kann auch anders fein;, früher gab es sin „Taitsch Chtrmmesch"— das ist wahrscheinlich hie „traditioneste Uebersetzung" dieser Leute, und diese wollen sie Dir! wieder „zufühM^. Nur eine Bemerkung. Abgesehen von allem Aydern, zeigt es sich such hierbei, wie sehr, bewußt oder unbewußt, diese Neü-Orthodorie sich der christlichen Kirche anähneln wist. Weil die katholische Kirche die Vulgata, die evangelische Kirche die lutherische Uebersetzung als kirchliche Autorität anerkennt, wist jene auch so irinie Unbedingt autörisirte haben, warum? das ist leicht erklärt. Aber das Judenthum, das talmudische, das räbbinische und das ryoderne, weift dies Unterfangen zurück. Gerade in dem Mangel einer unbedingt gültigen Uebersetzung und Auslegung liegt die Bürgschaft' deS' 'Jüdenth'umtz. Mögen also diese Herren ihr „Taitsch-Chummesch" als ihre „traditionelle Uebersetzung" behalten, Niemand wehret . es ihqech Gerade indem die Uebersetzungen stets von Einzelnen ausgehen, wie die Isrgumim, Saadias, Mendelssohn, Zunz'sche, Salomon'sche, Herrheimer'- sche, Philippson'sche, Cahen'sche, Leeser'sche rc. rc., hat keine eine sanctionirte Autorität )für sich/ und wie dies der Mendelssohy'schen nicht gelang,. wo doch die Gefahr sehr nahe lag, so wenig wird esirgendeineranbepn geschehen , eben weis sie nur von Einzelnen ausgeht. 7., v. .7 L in. ’M. D emer k ü n g. Herr L. R. in W.: Es ist. angekommen, V Die RedaBoq. Jüdisches BolMatt No. 39. Der geraubte Sohn. (Forts.) -7- Ueber Erziehung. .7; < NB. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich 1 Thlr. MertetMrtz lh Thlr. Verlag vonBaumgartners .Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I« B. Hirschseld. Perantwortlicher Lstedacteur: Atäbk.

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