Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 35 (22.8.1859)
- Date
- 1859-08-22
- Page
- Seite 500 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Inhalt. 500 einen Abfall vom Judenthume brandmarken. Schlimm ie Menschheit noch im Heiden-^ MHiM-SZKalO^ Mra- 0 K^J schland: Dresden. Preußen : Hohenlohehütte, Kobylin. Oesterreichis ch er Kaiferstaat: Gr. Becskerek, Wien, Wien, Högyeß, Lemberg. N uHs a n^d^usMtth^aM.I.Graukre: Paris. Port u g dW -Llffabow.^ Dü r Ri i-RlÄstäntinopels 'Konstüntinopel. Asien: Aleppo, Bombay. Leitende Artikel. Magdeburg, 15. August. Leitende Artikel: WieMr, Mm-KM ch LichisöaüA Zeitungsnachrichtenr Deut ist eß,, daß di^ orthodoren Rabbinen won, jeher ^gegen dieseWrtWuMüchse Gr MWon Mosches zu. Mwach i'»' V'?J ' && ' ■S-.j ’ 1 •. warehMniHt Hist u.nMtzlfMAv«DeKnKuHitxDrKwa^- ten, und so auf zween^Seiten hinkten. Dadurch gewiünt der Chassidismus immerfort an Terrain und der große Haufen bleibt ohne Verwarnung. Wie gesagt, wir be-? HgchtlMHiefen ^Msfivischen^NNfug; clls^WrMMnbruch in das Lagerndes Judenthums und wer ihm huldigt, als einen vom Judenthume sich Entfernenden. Wir sehen, < daßvon den Juden .selbst, eine nicht kleine Zahl noch im Heidenthume steckt, daß der Kampf der religiösen Idee mit dem Heidenthume selbst im Schoße Israels noch nicht vollendet ist. Me sehr die" Mcnschheitnach im HeidLNthnme ' steckt! Aus Odessa in Rußland, aus Neu-Sandez in Galizien und aus Kattowitz in Schlesien kommen uns, zu gleicher Zeit Äericht^ über deii ^wächsendew lEinffusi zu/ welchen dex-W,underglauhehes Chassidismus .auf die dor-. tigen Juden übt. , Wenn. sie. sich auch( nicht gerade der Secte der Chassidäer zuwenden / so sröhnen sie doch und' unterwerfen sich immer mehr dem unsinnigsten Aberglauben an die Wunderkraft der' chassidischen Rebbis./ Man macht Babeü bi^ÄlterErfahxüng,ä?daß Md ErHm^fich.-'be-,. rühren, und daß gerade die glaubenslosesten Menschen dem finstersten Aberglauben am nächsten stehen. Leute, die sich der Synagoge, gänzlich entfremdet, und seit Jahren um * RÄigivn^üfld religiöses Mbenlstch lnichtr beküm-: mert, haben, wenden sich mit. Waben und .Geschenken an dieRebbis, um die .Wünsche ihres Herzens erfüllt, .zu sehen, Der,. damit eine "Speeutatiön glücklich aüsfalle, Jener, büß er' Kinder beÄmme, ein Dritter/' um von' einer .'KränkhÄt-'Wdilt^zui;wetßen ü: f. w/- Sie^ fahren^ und pilgern-zu-'diesen Wundermannern, die durch ihr Gebet das Geisterre.ich beherrschey, erkaufen ihre Gunst mit kosibaMWeschenken, und yosaunen den Ruhm der Wunderthäter. aps,, schon. um nicht allein die Betrogenen zu stin. Alles Dies ist heidnisch, und die es üben, die Betrüger und die Betrogenen', sind Heiden. Wir brauchen die schärfen' Verbote der heiligen Schrift gegen alle' Zaüberkundigen, Beschwörer u. dgl. hier nicht anzuführen) Zauberei^ iy. -welcher' Art. sie. getriebenwerhe^^ist- Dhtzen-r dienst und Heidenthum, und wir müssen daher dieses chassidische Unwesen gls ein wahres Heidenthum, als .. vn.vv Die sämmtlichen größeren Zeitungen berichteten vor Kurzem über einen Aufsatz des Herrn' Louis Veüillot im „llnivers" über den Satz: der Kaiser Napoleon Hl. sei von der göttlichen Vorsehung, berufen, vermittelst der gezogenen Kanonen alle Ketzerei von der 'Erbe zu vernichten. Daß . irgend ein Einzelner die Idee, noch haben kann, seine Glaubenssätze allen übrigen Menschen äufzudrängen, noch Mehr, alle Menschen, welche diesen nicht huldigen, durch ein Mordwerkzeug entweder'zür Ueberzeügung oder zum Tode zu bringen^ überhaupt mit Gewalt eine kirchliche Mnheit iausi>deriMde.herzMellrn/E; l>aß ein einzelner Mensch, sagen wir, .einen solchen Gedanken npch hegen könne, ist erklärlich. Daß aber auf die Erpectorationen eines solchen Menschen noch geachtet wird, daß Jmati/ifeÜKtj- Ärtiked däiübmWrillen ^Zeitblatterst^espricht, daß, solche-Ideen nicht zu den Phantomen eines Tollhäuslers gerechnet und mit dem Stillschweigen des Mitleidens übergangen werden, ist ein schlimmes Zeichen,' wie weit' wir noch von einer' wahrhaft religiösen - Gestüt entfernt - sind: : Man muß! also ' doch! voraüssetzen , daß solche Wünschen und Ansichten noch iw'großen und einflußreichen Kreisen vorherrschen, daß man von diesen aus, wenn die Verhältnisse.günstig wären, den Versuch nicht scheuen würde- und das ist genug, um ein düsteres Schlaglicht auf unsre Zustände zu werfen. Pie israelitische AibÄ - Anstalt. Spenden zur Stereotypirung hebräischer und hebr.- deutscher Bibeln: L. Rosenthal in Moers 1 Thlr.)