Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 31 (25.7.1859)
- Date
- 1859-07-25
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Beilage zu No. 31 der Allg. Zeit, des Judenth. Lmladung zur SubscriMon. Inmitten der hohen Freude und Ehre, welche meine ehemaligen Schüler und Schülerinnen nahe und fern bei Veranlassung meines 70jährigen Geburtstages in der Feier des 12. Juni mir bereiteten, tritt dieses mir unvergeßliche Ereigniß als ein Dreifaches an mich heran, als Mahnung, Ermunterung, Hoffnung. — Die Mahnung lautet: Zeit und Kraft, so Lange Gott sie noch schenken will, nützlich zu verwenden. Ermunterung spricht: auch des Lebens Herbst kann, wie der Herbst in der Natur, noch manche liebliche, wenn auch minder wohlduftende, Blumen wachsen lassen, noch manche Frucht aus des Sommers Triebkraft zur Nachreife bringen. Hoffnung endlich schmeichelte: ich dürfte vielleicht bei derselben Veranlassung, wie von Seiten der Schule, auch von der andern Seite meines Wirkens, von der Kanzel aus, ähnliche Freude erleben, ähnliche Beweise freundlicher Erinnerung und Anerkennung zu gewärtigen haben. In dieser Hoffnung ergeht an meine früheren und jetzigen Fachgenossen, an die israelitischen Prediger und Lehrer gegenwärtige Einladung zur Subseription. — Sie betrifft die Fortsetzung meiner Predigt-Skizzen, von denen erst 2 Bände, Genesis und Erodis enthaltend, gedruckt vorliegen; die 3 übrigen Bücher des Pentateuch harren noch immer aus Mangel an bereitwilligen Verlegern der Erscheinung. Dennoch ist es mein höchster, in diesem Augenblicke der einzige Wunsch, dieses Werk als die Quintessenz meiner früheren Kanzelvortrage als ein vollständiges Ganzes der Mitwelt zu übergeben, der Nachwelt zu hinterlaffen; nur als ein Ganzes kann es den Nutzen stiften, den ich durch seine Veröffentlichung bezwecke. Die Nützlichkeit dieses Handbuches für die israelitische homiletische Praris ist von den competentesten Stimmen öffentlich und in privaten Zusicherungen an mich allgemein anerkannt worden; die Möglichkeit aber, auf gleiche Weise wie beim Anfänge, auch zur Vollendung zu gelangen, ist nach den bisherigen Erfahrungen höchst unwahrscheinlich. So mögen denn vor Allen diejenigen das Unternehmen schützen und fördern, zu deren Nutzen und Frommen es zunächst bestimmt ist, ihnen als Handhabe zu dienen, die Diener deS Altars und der Kanzel; mit ihnen verbinden mögen sich dann, wer Freund der religiösen Sache in Israel überhaupt, wer Freund des Unternehmens oder des Unternehmers im Besonderen sich fühlt und bei dieser Gelegenheit dem Wohlwollen gegen Beide erwünschten Ausdruck geben möchte. Da ich auf jeden luccativen Vortheil von vornherein verzichte, so dürfte die Zahl von 200 Subscribenten hinreichend sein, um die Kosten zu decken, und der Preis so billig wie möglich sich stellen können. Vorausbezahlung würde nicht gefordert werden, sondern erst bei Ablieferung je eines Bandes binnen Jahresfrist erfolgen. Einzige Bedingung wäre, daß resp. Subscribenten zur Abnahme aller 3 folgenden Bände (3.-5. B. Mos.) sich verbindlich machten. Löbl. Berendsohn'sche Buchhandlung Hierselbst, deren Inhaber ebenfalls mir werthe und theure Schüler sind, will in Berücksichtigung meines geistigen Interesses