Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 29 (11.7.1859)
- Date
- 1859-07-11
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
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■ . T'1 : -Ikzeszow, 21. Juni.! „Schweigen - heißt eingeftehen:^ -j Dieser allgemein angenommene Grundsatz'der-praktischen Klugheitmacht es 'dem Schreiber dieses-zur Pflicht, noch einmal VieFeder zü ergreifen und dem ArtikelId: :d; TarNow3:Äuni in No. 25. -der A: 3* d. I. /der von einem B. 8: als „Erwiderung" igegeO den Bericht vom 10: April von hier in-NvL 23L d. Bl: dem Lesern vorgeführt wird; eft nige^berichtigende Bemerkungen, nachzufchicken; das Stillschweigendes, Berichterstatterskönnte sonst von einem großen Theile der aufmerksamen Leser,--dev) etwa jene Enthüllungen Mit ungläubigem- Kopfschüitcln gelesen haben mochte, als reuevolles Mngeständniß gedeutet werdend? Ich werde-mich jeoöch bestreben/Umch beim - Niedersch.reibendieserBemerkungen möglichst objeetiv zu! halten und-jeden heftigen Ausdruck, den die sittliche Entrüstung bei Berührung -dieser empörenden Handlung herandrängt, zu beseitigen. / . u - - - - ' -! Dem Schreiber dieses ist gewißIwie jedem Manne von Ehre — die Ehre eines Andern, zumal wenn dieser j Andere ein religiöses Oberhaupt ist, theuer; allein, diej selbe Moral, welche uns durch dem Mund unserer ehr- \ würdigen Alten lehrt: ^bIL^b^ 2-»2n ^-»2NU12Ä j ,,DieHhve-Deines Nächstem fti Dir so theuer wie die! Deinige"^ünd-: M172 „Habe: Ehr-; furcht - vor Deinem Lehrer (Rabbis /Rabbiner) wievor I Gottf> lehrtdurch-demMund:ebenderselbenI ^bajD ^b*. 2,,2n -s^2n „Das: G e ld Deines Nächsten! muß Dir so werth seinwie das Deinige"', und'.: 21P722 j ,2^;TD2/;?pbin Lwinbibrl-)Mo der Name Gottes; entweiht werden kann, darf die Ehre des Lehrers (Rab- - bis, Rabbiners) nicht berücksichtiget werden" z und giebt! eS -eine::großere Entweihung desMamenL Gottes ,-utS - wenn ein-Rabbiner, der dochmls Muster der makellose-! sten Gewissenhaftigkeit) Sittenreinheitund Ehrenhastig-! keit allen Andern vorankruchten sollte, aus Eigennu tz - miAden heiligsten Ceremonialgesetzen ein so Heillofts, auf - die Masse demoralistrend wirkendes Spiel treibt? — Die geehrten Leser, die dem Pro und Contra jener fatalen Thatsache ihre geneigte Aufmerksamkeit geschenkt, haben, werden daher höflichst ersucht, bei Lesung nachstehender Bemerkungen, den bezüglichen Artikel -in No.25: zur-H and: zu -nehmen; um sich: von ihrem unpatteiffchM StandpunkteuüS'ein^Uvtheil bilden-zu'können^ r/rl)-«ir dem-- Savbathunmittelbavwo^Pu'r.i^ uts man zum Schlüsse anS'devTorah vorlaS: ^iivdr v>Sk ^.121 Äa-r tpbvA. /publicirte-der Synassogrndiemr 'M der Haüptsynagoge. Und--den andern Betldcalen Darr nowsmündlich folgende-Kundmachung-:? das- Mehlüonttvem SzeSzowerlMben-Aicht! brauchen dürft HK ist v>ÄsrsM»2^iÄnv Diesen? haben arllv: Sh n ag o:ge-n U nd^Be-t Wns } d esu che r -TarnbWS g c h öic t z wie! also An B? S: die Stirne häben-konMe; Angesi chtsUev gMzvn Geim eiMd edieses Factum in Abrede zu Gellen und den RzeszowerBericht für /fälschlich^ zu erklären, hat er--vor der Welt,, wieeruber trotz dem dritten Worte des DekalogS , das da tautet:-'n^«'-7x7«^ ipw' -.-irz --iwhr m -'rr-nte* -«Ä *2 ^raV^iT'bi* cir^b „ Du sollst nicht aussprechen den 'Namen des Ewigen, Deines- Gottes? zum Falschen,-denn nicht Ungestraft wird, lassen der Ewige Den,'der ausspricht seiuenbNauren zum Falschen"; zur Bewahrheitung dieser FälschlichkeitSerklärung emphatisch ausruftn - konnte ':;,n'ei-n-,^bewahre. G ott!: noin",-Hai er vovMott und seinem Gewisse nzu-Mantworten! ^? u l iv* :^ 2) Dio,ch?hr armen'Ostbrmehl-Vrrkäufer^.finvGehr woh lhabende L e ut egroßentheils HauseigenthA mer , und ^zählen 6zuden angesehensten Fruchthändlern Tarnows;l-sagt-doch selbst B: 8:ckn seinL „ErwiderunL5, daß sio?;;mitved euLeüV^MfVw':r r-ä t h en v'ersehen waren", was doch bei.„sehr armen Ostermehlverkäufern .nicht der Fall zu sein pfletzb -^A niu Ln? - n L : Seine-WS RabbinersH, Fm-r so-chU emnd Gin W o h lww l len " hätten-sich Viel!-,iweÄitcLchch e r Und unzweideubiger ausgesprochen"^ .weütt-er das'srag> kicheMchl,zu cherkauftnuuchkiverbotem-hätte^ldabei würden Hunderte von den w L rkl i ch Armen gewonnen haben, indem sie das Mehl zu billiger» Preisen gAauft hättey.z ein Umstand, der in der That bei Kunv- ' machung des Verbotes unter dieser Claffe, wie überhaupt