Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 29 (11.7.1859)
- Date
- 1859-07-11
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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83. Jahrgang. A l l ö e: m e i n e JW 29. ««parteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Heraus gegeben vom < ' * ■' Rabbiner Vr. LÜSÄ'iK Philippfon in Magdeburg? Leipzig, ben 111. JuliU859. . - . w . - .V/est-jZttt«ntz''/l«flhe'M2lvsHnNi^ einmal^ÄontÄnd ivi'K jährlich gegen8V Bogen ustd,darüberin?Lr,art:incl. des: Titels, M- .gifterS n. s. «. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes, derselben dsie allgemeinste Berbreitnug zu geben, iy der Preis äuDe,rst e miti 3 -Thlr.ifür::den Jahrgang; 1 TW. Ib^Ngr. fürNechS MonateM'/r"Ngr. ^'für'dM'Vierteljahr'ängese^ 'ntöttiii:' fftfe Buchhandlungen, Postämter und ZeituligS' Expeditionen nehmen, Bestellungen -an; der Hauptspedition, für: beide Letztere hat. sich .die KöniginNSSchfifche - . - . . . ..! Zeitungs«Expedition allhier unterzogen. . . . - , .; ' Inhalt. i :0<- Leitend« Artikel: Die Misfiön des Iudenthums. - Eine tze- . rettete. k. k. österreichische Fahne: i — Die israelitische Bibel- Anstalt. Noch! einmql: die Mortara - Geschichte. Zeitungsnachrichten: Deutschland,: Göttingen. Preuße'n: Berlin. Ocsterreichischer Kaiserstaat: Wien, Wien, Wien, Gaya. ' Eorrefpondenz: Aus dem Tokayergebirge. - Abhandlungen verschiedenen JrrhattS: Die Lehre vom Bösen und Guten nach dem Talmud und den Midraschim, von vr. Z. Hamburger, Mabbiner. (Schluß, aus No. 8.) Leilende Artikel. Magdeburg, 3. Juli. Die MMon -es Iudenthums. W,enn vor Kurzem die Kirchen der vermiedenen Confessiones; Verordnungen über Abhaltung von Gebeten: für den Frieden erließen >; so bedarf das Judenthum eines solchen Erlasses nicht. Denn eS findet kein jüdischer Gottesdienst statt, und wäre eS drei Mal des Tages, in welchem nicht wiederholentlich der Gott des Friedens um Erhaltung und Herbeiführung, des Friedens, angeflecht und derFriedealseine der .höchsten: SegnungenGotteS gepriesen, ävürde. . . ■v-.r.i.-i - Wir «rwähnen dies / weil es Zeinen -er weftntAchsteri Charäkttrzüge des Ätdenthütnss bezeichnet, derchintviedmich" einen kräftigen Beleg für die Mission des iudenthums abgieBtl Seitdem das. Judenthum zu neuem Bewußtsein seiner selbst erwacht ist,'seitdem ihm von Neuemseinewelt? historische Bedeutung aufgegangen, ist es gegenwärtig zum ersten Male, daß zwei Großmächte im Innern Europas selbst in einem gewaltigen Kriege zusammenstößen, und ein erschreckender Zustand eingetreten ist, in welchem die Fortpflanzung dieses Brandes täglich, mehr andr-ht. Da fragt es sich denn, während die Juden selbst als Söhne des Vaterlandes in emeyr Umfange an dem Kriege theilnehmen, wie nie zuvor, Welches das.Verhältniß . Iudenthums zu dergleichen Conjuncturen und zü.tn,Kriege überhaupt sei? ., ,. ,. . .. -So weit wir nun theoretisch und faktisch in die Geschichte des Iudenthums zurückblicken, müssen wir eS als die einzige religiöse Erscheinung, an erkennen,, welche durchaus ihre.Mission al,s d ie des Friedens in sich trug und verwirklicht«. Die Religion Israels hat ihren Bekennern niemals: zugerufen,' daß sie mit dem,Schwerte gekommen.und den Streit der Menschheit mit bewaffnetem Arme auSfechten werde; sie.hat. niemals ihren Anhängern das Schwert in die Hand, gegeben, um alle Menschensöhne zu „Glaubi- ' gen" zu bekehren. Siehatvielmehr die religiösen Fort-, , schpitte der Menschheit stets nur von , der Entwickelung j des^ Geistes .detmst^E ^r Sugungen und Gerjchje . Geiles abhängig geglaubt, und diese, relitziöst^.H-xtHritte-, i memals , den sittlichen, soeiasen und. poWHen Forts^ritten getrennt. Sie hat daher immer geglaubt, daß