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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-06-13 · Heft 25 (13.6.1859) · p. Seite 357

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 25 (13.6.1859)
Date
1859-06-13
Page
Seite 357 (sequence 3)
Language
German
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357 dem. innigsten Wohlbehagen ■; gelesen^ und ich kann - sagen- -daßrE'Mch inutiefstex Seele: erregte. /Man ssühltnS-7 die Wörtersindz. aus . einem edelrr/ächt-jüdischen Herzen gestossen, das das innerste Seelenleben der Glaubensgenossen versteht luNd.? ihr Leid raüDTieM mitempfindeti -Wabei. .erkenntt.man überall'den Mann, : der auf der H öhe der Aeitüstehyz in iihrer Bildung mM ihren edelsten, erhabensten Bestrebungen: SaSManze ist -durchweht von de,m Geiste achter ReligioMb und wahrer Humanität, darum labt es: die-Seele: und -erftifcht das -Gemüth. Wie vortrefflichi und:- ergreifend-cist: die Schilderung'des höheren Schlemiehlthums : und. welche Meisterschaft in der Sprache, in der Charakteristik, in der Darstellung^des. Einzelnen! j-777-: -Jchu sage dem Verfasser den wärmsten, "aufrichtigsten Dank für den herrlichen Genuß, densein- Buch mir und auch Andern.bereitet hat. 3ch bin nicht Kunstkenner genüg, «MchowiDWschen-MandpuuMMs-üb^ VasEuch znüuttheilenDaber ich glaube, daß auch kompetente Kri- MIkr"'hdM'.-KerfafferadidMeiMrschaft zuerkennen werden; daS -aberMeiß^ich.bestimmt/' daß kein gebildetesjüdisches Hepz" lohne die vollste Befriedigung das Büch -nüS- -Händen! legend wiM -^-:Wasdie wissenschaftlichen Werke be- MM-'sso-gehört ja das eine- Wwk unserem ehrwürdigen Alstneistex anundist sein Werth jedenfalls unbestreitbar; 'Ms andere :-von: Wer halte: ich für sehr verdienstlich und M: wäre wirklich zu -wünschen, daß der gelehrte Verfasser mit diesmlMarcheitungeN' des Lebens hervorragender bibli- \ scher Personen'?fortfahren möchte.. Dr.! W. ■ i hm ^u: zu bemerken , daß, | worüber wir Mehrseits angefragt worden, der belletri-: stische Tcheil. auch in dem fünften Jahre und so fort chMcharzs micht'Außer Acht oder vernachläsfigt werden-wird. l . Die Redaktion. - ‘ Zeitungsnachrichten. "Deutschland. :; Stuttgart, 27. Mai. (St.-A. s. Würtb.) Ge-: stern fanddie feierliche Grundsteinlegung der hiesigen l meu zu erbauenden : Synagoge statt. Neben der israe-i litischen Oberkirchenbehörde und ' den -Vorständen' der? chiesigeu rftaelitischenuGMindewohnten dev Erheben-! .de»6 Feierlichkeitbic> Mitglieder der? Genleinde "Wr j zahlreich: bei. Me StaaMbehörde war -durch Hrn. s Stadtdirector Oberregievangsräth Mejer/ die Stadt -durch-:HM^lMädtschMheiß - v:' Gütbröd "veÄE.' Hr. Kirchenrath Maier hielt die Festredein welcher er mit ergreifenden -Worten auf den Geist religiöser Duldsamkeit chinwieS , der unter - unseres verehrten KoNigS segensreicher Regierung Württemberg beglückt: Vor. und nach der Rede würde-durch Mitglieder-der Gardemufik ein Choral abgeblasen. ' In dem Grundsteine wurden neben dem Risse und den sonst üblichen Documenten Aehren und Wein vom letzten ' Herbste und sämmtliche neu geschlagene württembergische Münzen - niederglegt. Möchte der Geist religiöser-Duldsamkeit, welchem dieses Gotteshaus sein: Entstehen verdankt, stets mehr und mehr in allen Herzen Wurzel schlagen! - Hannover, 5. Juni. (Privatmitth.) Dem von dem - Herrn Obercommerz rath Simon Hierselbst gestifteten und: zu Rosch haschanah zu eröffnenden Waisenhause ist nunmehr - wie zu erwarten stand , j die allerhöchste Bestätigung zu Theil geworden und in Anerkennung des wohlthätigen - Zweckes der' Stiftung hatdieselbe auch l daS Recht einer juristischen Persönlichkeit erhalten.' - Die Anstatt soll dazu dienen, armen jüdischen Waisenkindern" aus dem -r Königreiche Hannover nach Vollendung des 6. bis zum 16. Lebensjahre, falls'sie es so lange bedürfen, „düs Elternhaus zu ersetzen und sie eben sowohl zu nützlichen Mitgliedern der: menschlichen Gesellschaft als zu frommen Juden zu erziehen."Zur Erreichüng jenes Zweckes ist-es die Aufgabe der Anstatt/ eine jüdisch-religiöse, sittlich und bürgerlich anständige Familiedürzustellen, zu der die aufgenommenen Zöglinge als Kinder" gehören und alle Vortheile eines liebevollen Familienlebens' undrineb geregelten- und sorgfältigen Erziehung genießen." Unter Vorbehalt der Vermehrung'' hat der liberale Stifter vorläufig der Anstalt zum Eigettthüme überwiesen: 1) ein in der Stiftsstraße' Hierselbst erbautes Haus nebst Gürten," 2) die -vollständige Ausstattung dieses HnufeS mit Mdbitten> 3) 'ein "unantastbares- Capital -von 30,000 Thlr: Werth," welsches in' zinstragenden Papieren - sofort bei der Kömgl. Landdrostei deponirt wird. - Die Verwaltung der Anstatt nach einem vonder Königl.- Regierung Mtehmigterk Reglement' hak -dev' Stifter sich vorläufig reservirtz es" tritt jedoch spätestens mit dM Tode' de'ffel- ' ben ein Vorstand' ein, 'unter dem - Vorsitze einesCommiffarius der KöniglichenLaüddrosteu Ein jüdischer tzäuSWer^ welchem ünniittelbare -Leitung der 25*

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