Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 23 (30.5.1859)
- Date
- 1859-05-30
- Page
- Seite 328 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Erhebung und freut sich an dem stillen Weben der Wissenschaft und Kunst, das me a^ufhört auch unter dem schMs-. stewr^rlOs Her HOeMgniM. MöM, tzüher üftsre Leser HnR^nG^WeUs^eßMriAwU^mchbi^H M^d^^vie neuesten Erzeugnisse unserer Literatur zu mustern. Zunächst zeigen wir mit Vergnügen an, daß das werthvolle Werk des Herrn S.Munöin Paris, -'Mitgliedes des Instituts, „MläÄge^ As MilosoMe jüivv Ä^aräbe" durch das Erscheinen der zweiten Lieferung vollendet ist. Dieselbe bringt im dritten Capitel einen höchst interessanten und umfassenden Bericht über die Quellen,' düs welklM - Jbn-Gabirol seine Lehren geschöpft hat, so wie im vierten über den Erfolg der Philosophie dieses Autors , besonders über die Vergessenheit, in welche sie bei den Juden verfallen. Unter Anderem spricht Munk hier (Seite 275. ff.) auch seine Ansicht über den Sohar aus, den, so alt auch gewisse in ihm vorkommentze Doctrinen seien, Munk zweifellos für eine Compilation hält, welche nicht über das dreizehnte Jahrhundert hinausgeht, und deren Verfasser in Spanien gelebt. Er stellt, seine Gründe in sehr einleuchtenderWeise zusammen. Die dritte Abtheil-uug des Werkes handelt über die vorzüglichsten arabischen Philosophen und deren Doctrintti/ namentlich nach einer Einkeilung, über deN Entwickelungsgang der arabischen Philosophie, über Al-Kendi, Al-Farabi, Jbn-Sina, Al-Gazali, Jbn-Badja, Jbn-Tofa/l, Jbn-Roschd: Es ist dies CapitÄ eine wahre Fundgrube gelehrter Forschungen, welche für die Geschichte der. arabischen-, damit auch der jüdischen und der mittelalterlichen Philosophie überhaupt von großer Bedeutung find. Den Schluß des Werkes macht d«: historische Skizze Mer-die Philosophie bei den Juden, welche' schön .früher einmal veröffentlichtunb vv» Herrn vr. Beer in Dresden übersetzt und mit Zusätzen versehen worden ist, hier aber, vom Verfasser ümgearbeitet und vervollständigt erscheint. In einem Anhang giebt dev Verfasser einige arabische Terte, Notizen und Zusätze, namentlich über Leon der Hebräer, oder Juda AbarbaneL Munk weist gründlich nach, daß der Mfa'll dieses Mannes vom Judenthume eine reine Fabel, ohne die geringste Begründung sei, im Gegentheil ist er seinem Glauben unter den schwierigsten Verhältnissen ununterbrochen treu geblieben. Zuletzt theilt der Verf. noch den hebräischen. TM der Auszüge aus dem Tip?3 von Gabirol mit. Möge es dem verehrten Verst vergönnt'sein, noch viele solcher Edelsteine aus der Schatzkammer seiner Gelehrsamkeit ans Licht zu fördern. /Zunächst erwarten wir den zweiten Theil von Maimonides' „Führer der Irrenden." 'Magdeburg, im April. Der erste Jahrgang dieser Zeitung eHhält einen von vr. LhienHhal abMäßten KaMtz^rAbrLis-lHHMLnDtz K zu M MWei«^ fiWerding^-^ tdHaiÄMchWeD BiMi^heHdie QuatremMe'schen Hanofchriften erworben, über welche Professor Röviger in der Zeitschrift der deutschen morgenländischen . Gesellschaft Mittheilungen macht. Wir geben hier das wieder,^ was er'über'die hebräifihen HitnVschristen aus dem gedachten Nachlaß berichtet. Hebräische Handschriften besaß die Münchener ■ BibWchrkd-bisheri schon eine beträchtliche Anzahl, deren mehrere sehr schön und werthvoll find, darunter auch einige arabische in hebräischer Schrift, wie die durch Abt Haneberg beschriebene arabische Uebersetzung der Psalmen von R. Saadia und Avicenna's CaNon(Nt. 13 N gr. Fol., bei Flügel a. a. O. S^ 8 steht durch einen.Druckfehler „Koran"1 des Avicenna).' Der neue Zuwachs besteht in fünf Pentateuch-Rollen und sieben Rollen mit dem Buche Esther, sieben zehn andern meist sehr schönen aus Spanien stammenden Perßamenthandschriften und fünf oder sech s auf Papier, wozunoch 'Mehrere chanÜL schriftliche Sammlungen Von e'üropäischen Gelehrten kommen, z? B. aus der Schultens'schen Schule. Die vorzüglichsten Handschriften find folgende: Nr. 1.*) Hebr. Bibel, 2ter Theil, enth. (in eigenthümlicher Reihe) die Bücher der Chronik, Psalmen, Hiob, Sprüche, Ruth, H. Lied, Pred., Klag!., Esther, Daniel, 1 Ezra und 2 Ezra (^----Nehem.) bis Ecch. 5. Pergam., in Folio, sehr schön, spanisch nach Schrift, Einband und Beischriften (z. B. Fiii de los Proverbiös; Libro Primero de Esdras, andere lateinisch, me Liber priraus Paralipomenon; Liber Ruth). Ohne alle Masora, selbst ohne Keri. Die Bücher stichisch geschrieben. In der Mitte fehlt das Ende der Klagl. und'der Anfang des B. Esther, am Ende die ganze zweite Hälfte des Nehemia.. Nr. 21. Pentateuch, in größerem Duodezformat, in 2 Columnen geschrieben auf. Pergam, in schöner Quadratschrift, mit Ausnahme einiger Seiten vollständig punktirr, am Rande kurze masoreL Bemerkungen. Auf dem letzten Blatte Beischriften früherer Besitzer, eine davon in italien- . Sprache. *• r.-: v- Nr. 24. Pentateuch mit den Haphtaren und den fünf l Megilloth, punktirt, mit sogen, kleiner Masora, in 2 Co- *) Die angegebenen Bumckern find die,' mit welchen die Handschr. vorläufig bezeichnet uiw nach - Welchen sie schon jetzt zur Einsicht verlangt werben könüen.. --i, :y.\.