Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 22 (23.5.1859)
- Date
- 1859-05-23
- Page
- Seite 326 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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m Wüstensachsen 17 Fl.; Ebelsbach 9 Fl. .27 Xr.; Leobschütz 5 Thlr.; Zwesten 7 Thlr.; Graboiv 8 Thlr.; Braunschweig 25 Thlr.; Sondershausen 17 Thlr. 6 Sgr. 9 Pf.; Bischberg 4' Thlr.;,Bnlon 5 Thlr. 20 Sgr..; Flörsheim 11 Fl.; Aurich 18 Thlr. 15 Sgr.; Vacha 4 Thlr.; Maroldsweisach 10 Fl.; Lendershausen 3 Thlr. 1 Sgr/8 Pf.; Nhlfeld 21 Fl. 29 Xr.; Gleichenwiesen 30 Fl. 28 Xr.; Oberelsbach 5 Fl. 45 Xr:; Malchim 2 Thlr/; Trabelsdorf 2 Thlr.; Adelsdorf 20 Thlr.; Beverungen 3 Thlr. 6 Sgr.; Hofgeismars Thlr. 25 Sgr. ^Mansbach ,6 Thlr. 28 Sgr.; Diersburg 15.Fl. st Xr.; Melsungen 9 Thlr. 9 Sgr. 6 Pf.; von Herrn A. Hei'oungsfeld18 Xx. - .; Indem, wir den'Empfang hierdurch bescheinigen, sagen wir den edlen Gebern im Namen unserer hartbetroffenen Gemeinde unsern herzlichsten Dank. Geisa, im Großherzogthum Sachsen-Weimar, den 8ten Mai 1859. ' Der Vorstand der israelitischen Gemeinde hiers. . H. Betitmann. Die Beauftragten zum Synagogenbau hiers. Lehmann Blaut. S. Grünbauw. Von mehreren Seitenwird mir mitgetheilt, daß der ehemalige Schächter Levin Mit einer abermaligen Schmähschrift gegen mich hausireN geht. Es muß als bekannt vorausgesetzt werden,'daß der Levin-diese Pamphlete nicht seihst fabrrcivt u—--hiervon ist er fteizüsprechen — sondern vielmehr ein Bekenner der Kreuzzeitungspartei, als deren Sendling und Söldling der rc. Levin gekennzeichnet ist. Ich habe diese Schmähschrift so wenig gelesen, wie je eine dieser Art, und werde sie nicht lesen. Aber wie man mir schreibt, braucht man nur das Motto ^anzusehen, braucht man.nur zu bemerken, daß in dem ganzen Dinge von dem ),frommen" „Rabbiner", der „das Judenthum retten will", kein einziger der Mephorschim zur Erklärung der Bibelstellen, angeführt wird, sondern nurchristliche Autoritäten, um gewiß zu sein, aus welcher Quelle, natürlich mit Zusätzen jüdischen Ursprungs, es stießt. Es ist auch zu natürlich, daß die „Kreuzzeitungspartei" ihr bekanntes' Mänoeuvre auch gegen mich in Anwendung bringen und durchchio ftechsten Verleumdungen-und Lügen das Vertrauen untergraben will, das ihr Gegner genießt, und zwar in diesem Falle bei den Juden selbst. --- Niemand muthet mir wohl zu, daß ich mich mit dem Schächter Levin in irgend einen Disput einlassen soll; ich werde das Libell, mit dem er „handelt" und sein Brot zu machen sucht, so wenig beachten, wie vor einigen Jahren die des Missionärs Israel Pick, dessen Gleichen jener ist, wenn auch dieser den Vorzug der Offenheit hatte.; Es wäre zu lächerlich, wenn ich, nachdem mein Wirken und meine Schriften sechsundzwanzig Jahre dem Publikum klar ' liegen, über meine Tendenzen, mein Wissen und Wollen mich wepde.ich mich -schwerlich verleiten lassen,/den Schächter Levin den Gerichten zu ubergeben, wozu nich das! volle Recht und genügenve Veranlassung in Händen hätte. Auch ist der rc. Levin. dem Publikum bereits seit mehreren Jahren als Clierst und kleines Werkzeug jener Partei genugsam' bekannt, ivelche die eigentlichen Urheber auch der verruchten Judenhetzen find, die jetzt-an so vielen Orten auftaüchen,- welche von- 1849. an Schwert und Feuer gegen uns gepredigt- -und den Pöbel wider uns - aufgestachelt hat. Welche Juden nun noch schwachköpfig genug sind, ihren Todfeinden selbst die Hände - hinzuhalten, die - mögen es. — Nur ein Pröbchen von dem Lügengeiste, der hier abermals die Maske der Religion vorgenommen, mag man aus Dem ersehen, was man uns von den Verleumdungen jener Schmähschrift mittheilt. Es heißt darin: ich hätte in meiner Jugend Jura studirt, hätte wollen eine juristische Carriiwe machen, und zu diesem Zwecke meine Religion verlassen wollen!!! Jede Sylbe eine schwarze Lüge! Nun, es leben noch Studiengenossen genug von mir, auch meine Univerfitätszeugniffe sind noch vorhanden — ich habe niemals auch nur -ein juristisches Colleg gehört! Nein! m e in e Tendenzen waren ausgesprochenvon meiner Kindheit <m; Als fünfzehnjähriger Knabe gab ich in Halle während meiner Gymnasialcarriöre Religionsunterricht, als Ibjähriger gab ich die metrische Bearbeitung, der „kleinen Propheten", heraus, als 17jähr. Jüngling die Bearbeitung zweier jüdisch-griechischer Dichter, als 18jähr.,schrieb ich biblisch-eregetische Abhandlungen, die in der „Jedidja" noch heute nachgelesen werden können, als 20jahr. Mann ward ich hier angestellt.. Dies., ist. m ei n e Jugend! Sie war vom ersten Momente des erwachten Selbstbewußtseins an meiner Religion und meinen.Glaubensgenossen gewidmet. Oder'soll ich nun erst noch von den Opfern sprechen, die ich, als Jüngling meiner Ueberzeugung brachte? soll ich erzählen, welche Aussichten mir schon in meinem 19ten Lebensjahre nach Herausgabe meiner e'Y7.77 uvd-Qwm'y?] eröffnet würden, und ich wies sie mit Verachtung ab, und zu einer Zeit; wo der Becher' 'der Bedürftigkeit in meiner und der Meinigen Hand warnein! so Etwas erzählt nnan nicht, -da sichdessenrühmen schon ein Fehltritt ist. - Wohl, ich schleudere alle diese-Verleumdungen und Lügen, und alle, -die ähnliche Menschen noch Vorbringen sollten, auf deren Häupter'zurück! Nnd dies das erste und . letzte Wort. Die Zeit ist.'wahrlich'-!fyw: Schwerer« angethan, als derartiges herumkriLchendes-Gewürm beachten zu sollen! - Es giebt ganz andere Kämpfe und Schwierigkeiten!^ i.J Ldr. L. PH. ZÄWes MttMM Ro 21. Alerandervon Humboldt. — Der Kriegsschauplatz. Blumenlese. — Parabeln Mld'Meichnisse.— Unterhaltungs-Pillen. — Danksagung. Die israelitische Bibelanstalt. . ... , v . NB. Purch alle Puchhandlungen und Postämter zu beziehen. Mtt solchem Subxeete herumstreiten sollte! Auch dazu Jährlich 1 Thl< VierteljährigM* Thlr. . Verlags von Baumgartners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirfchfeld. . Verantwortlicher Redacteur: K. Nabe.