Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 19 (2.5.1859)
- Date
- 1859-05-02
- Page
- Seite 272 (sequence 2)
- Language
- German
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s t X säm vor sich gegangen und sein Eintreffen. schlägt die Stunde ihrer BefreiungM».,. glKKWenßDoKeGAdHyanAviHUehK vH Civilisation sich entfaltet, sie dasselbe unter ihren Schutzs nimmt. Da auch ist die Macht, die im Fortschritt wächstj während dem überall, , wo,-dieses Volk, unterdrückt und in Sklaverei gHMckUst,öÄ<EEivMMo^Wf§Et rkMM^Lhr > der Staat und die Nation, die diese Unterdrückung dulden. Zn den ersten Zeiten des ChristenthumS theilien die' Juden das LooS der Christen/ Bald verfolgtem fie-die< Gothenkönige, die in Barbarei verfallen, aufs Aeußerste. Jetzt kamen die Araber. Eine kurze Zeit wurde eirt großer Theil der alten Welt ihnen dienstpflichtig, und die Juden,' chefreit durch diese selben Maber^ zeichneten sich in der Industrie, den Künsten und dem Handel in Asten, Afrika und Spanien aus. Von dieser Zeitepoche schreibt sich die große jüdische Literatur her. Die Araber arteten bald aus und predigten den Fanatismus. Sie wurden besiegt, 'miedergetreten unter die Füße, der Christen; : Die Juden wurdenaufs: Neue allen Schrecknissen: ^e.r Barbarei ausgesetzt,: und seitdem wurden: Unwissenheit: -und: Fanatismus ihr eigenes Loos. Als die Juden frei in Spanien waren, zählte dieses Landvierundvierzig Millionen Unterthanen. Es stand an der Spitze-des Handels und der Industrie. Darauf vertrieb- Jfabella ndie Katholische die Mauren und ' die: Juden aus Spaniens Heute Hat .dieses Land/ ohne Handel/ohne Industrie!! und ^folglich,-ohne Ackerbaunur vierzehn Millionen Einwohner; srrrj SejUder Herrschaft der Dynastie? Oramen? in England -haben» die Juden! immer mehr an Zahl und Einfluß gewonnen. Seit dieser Zeit iss auch die englische Macht stets im Steigen begriffen. Sie hat;fo eben ihr Werk des Fortschrittes durch die Anerkennung der: Gewissensfreiheit aller Religionen, die jüdische mit einbegriffen, gekrönt. -77- Als Deutschland unter seinen großen Kaisernsich als einige und mach? tige Nation constituirtewaren bie. Juden in ihm. frei; Sie haben: diese Freiheit mir der Theilung des Landes verloren. Sie - haben sie nur einigermaßenerst? seit Friedrich dem Großen in: Preußen allein wieder gewonnen, in Preußendas die deutsche? Nation - repräsmtirt. - GMchi? nem Bestände ist die Emancipation: der Juden in diesem Lande immer fortgeschritten. —. In Frankreich habem die Juden/- nachdem sie;.durch Philipp den Schönen, verjagt wordm find/ unter: Philipp XlV. -gewisse Rechte erlangt; diese Rechte? sind, immerfort-erweitert bis zn dxr Zejt, in der die Israeliten ^vollständig emancipirt worden-: find, ::zu- .* J» z 1 . folge der allgemeinen Gewissensfreiheit. — Piemont, feitdem^-eE eine NMion geworden, hat dieJu^n emaMphM Äo^Wl^DegentGil», tKHichMl^WaMätzWnMkaft, an WIrdeAMDebenSMWkHtDerHM W.1,Mat^iMltMt entweder die Rechte ver§ Juden verkürzt, oder f^°Mfs Mergste verfolgt. „Wenn man fällt", hat de Maistre geatzt, „fällt maA immer Aus,Jemanden." Selbst in den 'Mneä'ßÄH'KmSieÄöhW M mit der Genauigkeit eines mathematischen Lehrsatzes. Sehen wir das Kurfürstenthum Hessen, wo die Juden durch die Staats-? g.echaltMißhandeltfind; sehen wir Mecklenburg, das ihnen alle Rechte, , zu denen Vernunft und Civilisation berechtigen, vorenthalt; sehen wir Rom, das ste in den Ghetto sperrt! ' Die Ursachen dieser Verfolgungen find nur der SchEäche^ünd^dM Verfalle vir ^MMaM Machl^züM schreiben. , \; 1 „Gehen wir nun von diesen allgemeinen Bemerkungen zu der besonderen Angelegenheit' der Juden in Rußland über. Wir werden später auf die besonderen und localen Einwürfe erwidern. Außlanh: zahlj^in seinem Reiche mehrere^ Millionen Juden. - Wenn Rußland? benNäflieneiNet großen civilisirteN-Nation^ verdienen wiü,^so M. .es'vurchausnöthig, daß jeder russische Unterthan nach dem Gesetz und ^der Lpgik. ehen dieftrCivil i sati 0fl/'behandelt .werde, das heißt nach den Handlungen undnicht nach -dem Glauben/ Es ist auch erforderlich, um 'dem JmpillsMxUcivilifirenden Bewegung zu. gehorchen, haß der Schwache, wer er auch sei, mit welchemMameI man. ihl^ benenne, nicht allein gegen dem Stctrkeü' geschützt" fet/ sondern auch zu dem Niveau dieses letzter», erhob.etz lmd. ifl7 den Besitz derselben Rechte gesetzt sei, so wie er auch denselben Pflichten ünterwdrftn iss ' Der tusfisch'e ZftcÄii-muE ^evv^Är Jude iss Russe fein können, Büpger/mm-fem VaMand und seinen Herrscher zu - liehen und. zu vertheidigen..Hierwie bei allen Sachen,: dje, dm Stempels depWahrheit an sich tragen, find -die GerechtigkM unddaSJntereffeim Einklang und solidarisch-zu<,einander,!. . 5,^ i „Man muß - alsonicht 5gstein anerkennen^ :dafiM-gLrecht sei,. den rMschen! Jitden?-voWän-dig zu remaflcipjren^ sondern auch, daß diest ^Emaycipation. .vollständig/; zuyr Nutzen und Vortheil Rflßlands^ausfchjägt., -Nicht/allein im Namender -PrincipiMrder- Humanität/ und der/Gerechtigkeit - muß l man. Pie Hebung ades Allgemeinen . - R echts der Israeliten bewilligen--, sondern auch .im .Ramm des Interesses - und. -des.» .Wphlgedeihens dis' russischen. Staates. Man wird nicht die Anstelligkeit und den Fleiß - der Ju? den in Abrede -stellen. Das ist .eine 7 allgemeine Wahrheit