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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-04-25 · Heft 18 (25.4.1859) · p. Seite 268

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 18 (25.4.1859)
Date
1859-04-25
Page
Seite 268 (sequence 12)
Language
German
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Türkei. Smyrna, im März. Die „Augsb. Al lg. Ztg." schreibt: „Die Jnde pendance Belge meldetdie Ermordung eines Franzosen im Judenquartier zu Smyrna, angeblich um sein Blut zu benutzen, wie das des Paters Thomas, der' zu Damaskus ermordet wurde, und dem man aufs Grab schrieb.: „Hier ruht Pater Thomas, ermordet durch die Juden." Es wäre.endlich Zeit, daß die europäischen Zeitungen aufhörten, solchen^abgeschmackten Sagen und fanatischen, wahnsinnigen Anklagen Worte zu leihen. Ganz abgesehen da-' von, daß, der Gebrauch von Christenblut bei t>m ©djaw* broten eine Fabel ist, muß man nur die, gedrückte Stellung der Juden. im Orient mit einem Blick geprüft haben, um zu wissen, daß von aktivem Fanatismus in ihnen.keine Spur ist. Mit dev ihrer Nation eigenen Zähigkeit. widerstehen sie dem Drucks der auf. ihnen lastet, aber nur. durch ein übermenschliches Duldungsvermögen.- Ihnen fehlt jede Energie, selbst die zu einem Verbrechen." (Ist es nicht eigenthümlich, daß die „Augsburgerin" auch nicht einmal vertheidigen kann,, ohne zu beschimpfen. , Ehe man von Mangel an Energie zu einem Verbrechensprechen.kann, muß doch erst das VorhandenseLn einer Ursache, eines die tiefste Leidenschaft. aufregenden Motivs zu einem Verbrechen nachgewiesen werden. Ein solches Motiv ist aber eben so wenig vorhanden, wie das Verbrechen selbst. Die Religion Israels hat ihren Bekennern gegen Andersgläubige niemals weder das Schlachtmeffer, noch die Brandfackel zu Scheiterhaufen in die Hand gegeben. Sie hat eine solche Energie als wider Gottes und der Menschen Gesetz laufend stets als eine Todsünde verurtheilt. Red ä ct. d. Ättg. Ztg. d. Judenth.) A » z.eigen. In unstrm Kreisstädtchen ist die Stelle eines geprüften Lehrers f vacant; derselbe soll die Fähigkeit besitzen, den deutschen Elementar- und hebräischen Unterricht zu ertheilen, muß zugleich Vorbeter und Schächter fein. Firirter Gehalt 125 Thlr. nebst freier; Wohnung, so wie ca. 40 bis 50 Thlr.; Nebeneinkommen von der Schechita..; Reflektanten wollen sich unter Beifügung ihrer Zeugnisse, baldigst an Herrn Albert Hirsch in Cochem wenden, oder sich demselben persönlich vorstellen. Cochem a/Mosel, den 1. April 1859. Der Vorstand der Synagogen - Gemeinde. In unserer Gemeinde ist die Stelle. einesH geprüften Lehrers, Vorbeters und, Schächters, vacant; auf Letzteren kann auch verzichtet werden... Derselbe, muß.die .Fähigkeit besitzen, den deutschen Elementar - und hebräischest 'Unter-' richt zu ertheilen. Firirter Gehalt '200 Thlr. nebst freier Wohnung, und noch Nebeneinkömmen von der Schechita. Reflektanten werden ersucht,, ihre Zeugnisse,portofrei, an Herrn S. Kaufmann, in Lutz era t h -einzufenden, oder. . sich demselben persönlich vorzustellen. . . > '.; ... . B i n n i n gen im Kreise Cochem a/Mosel, dest"l sten April 185H ' Der Vorstand der Synagogen- Gemeinde. Einige Lehrer, die zugleich Cantoren, und, wenn es möglich ist, den Schochetdienst versehen,; finden angemessene Anstellung in dem Rabbinate deS Unterzeichneten, - Gehalt i zwischen 170 bis 200 Thlr., nebst Wohnung, Heizung und Accidenzien. NäHere Auskunft wird aus sxankirte Briefe ertheilt und find baldige Anmeldungen erMnscht. Detmold (Fürstenthum Lippe)-, 4<April 1859. ' Dr. Fahrenbach, Herzoglicher Laydesrabbiner. . Bei der hiesigen israelitischen Corporation ist die Stelle eines Cantors und Schächters,' die' ein jährliches Einkommen von 450—500 Thlrn. gewährt, vacant und soll bis 1. Mai d. I. besetzt werden.^ Ouaiifieirte Bewerberwelche gleichzeitig den Gesang-Unterricht in der Elementarschule zu ' ertheilen und den: Chor in der Synagoge zu leiten fähig ' sind, wollen ihre Q-ualifications-Atteste uns bald einsenden, worauf ihnen ein Termin zur Probeablegung anberaumt werden wird. Reisekosten werden nicht erstattet. / Birnbaum, den 16. Februar 1859. . ' ' Der Corpörations-Vorstands Unsere vacant werdende Lehrer- und Cantorstelle, .verbunden mit einem stren Gehalt von 240 Thlrn. und 60. Thlrn. für die Uebernahme des Religiöps --Unterrichts zu' Oeynhausen nebst freier Wohnung, außer den gewöhnlichen Accidenzien, ist bis zum 1. September d. I. wieder zu besetzen. Diejenigen, welche einen Chor leiten, religiöse Vorträge in der Synagoge halten, im Französischen oder Englischen unterrichten können, werden vorab berücksichtigt. Reflectanten wollen uns ihre Fähigkeits- und Aufführungs- Atteste hierüber franco einsendem " Vlotho a. d/Weser, April 4859. ' . Der_ Synagogen- Vorstand. a., ■" Bewerber um" die hiesige Öberlehrersteste, welche ,zu Michaelis d. wieder besetzt werden soll, rinh' außer^ freier Wohnung und Feuerung jährlich 200 preuß. Thä-- ler einbringt, werden ersucht,; ihre Zeugnisse bald, der hie-, sigen Schulcommissiyn einzusenden. Unter Umständen wird: von Ostern 1860 an eine jährliche. Zulage von. 40 preuß. Thlr. bewilligt. ' . Elmshorn (Holstein), den 13. April 4859.

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