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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-04-18 · Heft 17 (18.4.1859) · p. Seite 247

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 17 (18.4.1859)
Date
1859-04-18
Page
Seite 247 (sequence 7)
Language
German
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iilMerlMifornischÄi -Hauptfladt,in Sän-Franctöci>>*-fdttb M Mffenm'eelingHatt, dad zwar zunächst'von^ Juden veranläßt Ab ewirrwev Mehrheit won^AllenConftsfioneN-bes fttcht wätd^Ünd AÜf welchem Prediger und Krieger)?Kaüfleute UNd Handwerker?in beredter Weift ' sprächen.»- Die Broschüre? enthält 'einen äusführlichen Bericht dieses Meetings/Muszüg^ aus der - cälifotnischen Presse und - eine Rede des Unitarischen Predigersvw Cutler über die-JMleränz! Es wäre zu - wünschen )' -daß ähnliche Sammlungen über allediesenVötgäNg betreffendenSchritteündSchriftstücke aüs allen Ländern veranstaltet wüidett) uild-zwar nicht blos die- Conträ's- - sondern -auch-die Pro's.Das Gänze würde Win mMwürdiges ActenMck aus unserer Zeit für die Nachwelt liefern? Nicht ungeeignet schließen wir hierani ^Letwon sur la Iolersnee xar Isäafc Levy, Rabbin de Verdun; 1858."i: An die B euillöt'schen Verleumdungen-anknüpfend) rechtfertigt' diese Rede die heil? Schrift und däS-ZudenthÜm gegen jede Beschuldigung der Intoleranz,-und zeigt dann auf positive Weise) worin die Pflichten der Toleränz bestehen? 1) Wenrändeu um -stiNer religiösen Uebetzeügung willen zri? verachten; 2) gegen Jedermanneine brüderliche Liebe' zu üben, und selbst in Denen die' Uebung ihrer Religion zu achten, welche in unfern Diensten stehen; 3) keine Art von Proselytenmacherei zu treiben, als durch Wie' einfache Verkündigung 'der -Wahrheiten, zu denen wir uns bekennen. Die Rede ist ganz einfach itt der logischen Entwickelung des Gedankens, ohne Prunk Und Aufwand von Esprit gehalten und macht durch ihre ruhige Ueberzeugungskrast desto mehr - Eindrucks — Von ganz gleichem Charakter ist: ),Toleranz undHumänität, ein Wort der Abwehr und Verständigung von vr- Aub-, Großherzogl.' erstem Rabbiner in Mainz. - Mainz 18597'1Der Bischof zu Mainz hätte in einem Hirtenbriefe ganz ohne Veranlassung sich gegen die Juden aus-' gelassen. Hieran schloß sich bald darauf ein Artikel des ultramontanen „Mainzer Journals", so daß sich Herr Rabbiner vr. AÄ ^gen'öHgt sehen müßte/ Peide Abzuweisen. Er thut dies mit der einjAMen) Aher^ schärfsten Logik, und schließt dann mit einer warmen Peroratio, von welcher wir Einiges hierhWllen wollen)- Mch vertraue Mt aller-Zuvetficht dem edlen Sinne meiner christlichen Brüder. Sie" werden bitteren Verleumdungen und heillosen Aufreizung gen kein-Dhr leihen. Die Tage 'der Judenverfolgungen und Religionskriege sind hoffentlich ' Auf immer vorüber.' Selbst die-Erinnerung an diese traurigen Zeiten sei'der VergeffenheiMbergeben) ödet diene vielmehr dazu)^ Ab-' scheu wör Wer Glaubensbekämpfung', Ekel vor - jeder Unduld'samkertzu erwecken. DieBefehdüng ftemder Religionsbekenntnisse bringt dem eigenen keine - gesegnete Kräftigung. Religionskriege. trugen -nie bei zur heilsamen Befestigung der Religion Möge man immerhin mitwissenschaftlichen Waffen gegen den Jrrthum für die Wähtheitckämpfen; nur werde dieser Kampf in Liebe geführt und auf eine der Sache wie des Zweckes würdige- Weise. Wo' hingegenbei den mit der Feder geführten Kriegen in jedem TropfennTinte der- Beisatz der- Galläpfelsich sichtbar macht:' da werden Glaube -und Sittlichkeit, , das Wahre und Gute entwürdigt? Wo Haß und Egoismus ' anstatt Liebe und'Humanität das Commandowort auf dem Felde des' Gedankenstreites führen: da stehen die Kämpfer im Soldefinsterer Mächte, nicht im Dienste des heiligen Gottes. DurchFänatismus wird keine Religiosität, wie durch Jndifferentismus; keine Humanität gefördert. Von diesen beiden Polen gleich weit-entfernt, steht die fromme Aufklärung, in deren Bereich die feste Anhänglichkeit an -die eigene religiöse Ueberzeugung neben der hohen Achtung gegen die gläubig^ Anschauung Anderer liebevoll wohnt. Gewissensfreiheit und Humanität, -die beiden Schutzengel unseres Geschlechtes) unter deren Fittigen alles Geistige und Edle gedeiht) find Kinder der Geistes - und Herzensbildung. Das Rad humaner Bildung - bewegt sich allmählig vorwärts. Keine sterbliche Hand darf ungestraft dieses Rav bremsen) oder mit heftiger Gewalt vorwärts treiben. „Der einzig vernunftgemäße Weg, der langsam, aber sicher dem Ziele der- Menschheit entgegengeht, ist die allmähli-ge Bildung, die nichts in Sprüngen, sondern in Stufen fortschreitet, -und jede höhere Stufe des menschlichen Geistes aus der früheren als deren natürliches Gesammtresultat hervorgehen läßt. „Im Fortschritte dev Bildung werden Gewiffettsftelheit und Menschenliebe immer weiteren und festeren- Bo- - den gewinnen) so daß die Stufe der Humanität erreicht i wird und die Toleranz als ein niederer', überwundener : Standpunkt zurückgelegt ist. Denn in der Thai ist-es \ beklagenswerth, für religiöse Bekenntnisse und'ihre An-! hättger noch Duldung beanspruchen zu müssen. Matt duldet im Schicksale Und iütLeben ein Nebel) däs nicht äbj zuweNden iss -Aber auf demGebiete des religiös-sittlichen? Lebens - sollte^voN DüldsamkeikAie^ die-Rede' seim Stellt; ein religiöses Bekenntniß Lehren auf,'' welche zür Jüüno-' ralität verleiten: so hat es auf Dasein' Und-Fortbestand' - in -der menschlichen GesellschäftWne Anwartschaft: Bietet-? aber'einReligiönssystemfürTügend uNdRecht,'fürWie 1 Sittlichkeit' die gebührende Garantie: so muß!ihn? nicht

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