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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-04-18 · Heft 17 (18.4.1859) · p. Seite 242

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 17 (18.4.1859)
Date
1859-04-18
Page
Seite 242 (sequence 2)
Language
German
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s t m 242 spiele wollen wir hier nicht anführen, denn man findet sie überall und allezeit. GMiAEch kann f^dieS un^gz^ durMerULOyV dK-MdOG dMuchWoftAHEiKGi?Va^ ünd Vesten das Publikum, Schreiber und Leser allmählig so an die schimpflichsten und ungerechtesten Auslassungen über; uns gewöhnt^worden, daß. diese sich.wie j>j>n selbst..verstehend AM ^eWMkrM einelÄ^M ÄHeiMst-kftKtd' geworden. Zwei Momente fallen hier besonders ins 'Gewicht: zuerst die Solidarität, welcher! maw alle Jirden: unter? wirft, und zwar die Solidarität in xejorem.partem, indem man das Gute nur an einzelnen Juden gelten läßt, das Neble aber, das einige Juden thun, allen wie eine Schlinge über'den-Nacken wirst. Zweitens, daß'LH Juden thun mögen was fle wollen, der.Tadel für sie gewiflist. Die Juden bilden keine geschlossene Körperschaft, keine geschlossene'Partei. Giebt es nun einige Demokraten,.unter. \\* neu, so schreit man, die Juden gehören allesammt zu den Rothen, aber eS giebt/auH Reactiönäre, vourfeinsten-Wasser unter shnen, Grund.genug, .um afle-Juhen-Be^-Käuflich keit^ dM Kriecherei .u.sw.^ zu zeihen. : '. Zeigt, sich bei - den M.Ovthodmie,. iit* ihxepi zähen Kraft, iso-werhen, sie als.Mttelatterlich, .ausschließlich,- menschengehäfsig, dumm und,Mgebildet, geschimpft; machen sich aber Bestrebungen uHev!shney kuyd, welche ^ie Religion nach innen klären, nach.anßenM einer würdigen,Erscheinung bringen wollen, s0-xwer!W^e^MME^rSWplteU''-Undi dicht-Aebenidie Heiden.geflellt.- .; Gieht es^ unter den, Juden einige GaunexM^HchMken,.chi^ dies uicht;anberslstiy,sann, so wttst ysM ^^'dM-^segoM,.chattenfle sich ah.er?vtzn Ppügelei,,Todtschlqg rrndMordfern, so.sind sie. feig.- Zeichnen sich Juden chuxch; ihre Wohlihätigkeit, durch, ihre Theilnahme..nn -allen:jWWn der Barmherzigkeit aus,.so ist. es allein die Ruhmredigkeitdie.-sie -dazu .bewegt.; wehe, ihnen-aber^ -wenn He M, nicht Guy,- dann Heißen, sie Schwämme, die das Blut des Volkes aufsaugen, aber nichts wieder von sich - geben. Doch wozu noch Mehrere^ aysuhren^ wy. es Nichts_-giebt nuf^rrgenL^inem,-Gebiete dss^H^ns, daS .nicht^zu-^unfern^ Tadel,Mwendet)wiM Legtdoch selbst die Verdienste, die -ein-JM sich.um dH, Vaterland eswirbt, W,Me<Zudringlichkeit.auch/und wmn -einige, Israeliten in eznem Landei hohe Wüphew he-- klechen-.,so heißt . M sicheres .wimmelt -in-den Gerichts-- Höfen oder, hergleichen von Juden, ^ZurMwehr geschieht Menig< Nur Menfindet-man. hiep-unh daeine kräftig^ entschiedene und,.geschiffte Ent--; h i in '. gegnung. Nicht selten find es nicht die angemessensten Hände^, welch^rie Massen, zur VerthüdiWng erMifen, u„dItzMdM L-rk-O-kr A-< WfW^MIich und an den nothwendHen Mitteln. Juden, die schreiben, giebt es genug, ja auch an solchen, die gut schreiben, ist kein Mangel.. Gelehrte Bücher und Theaterkritiken, Ueber- 'iMp M . le aus ihren l WrnWHM JMrMlärÄel 4sii< Tintefässern. Aber zur Abwehr und Verteidigung ihrer Religion und ihrer Glaubensgenossen finden sie sich weknHi ^beMM DeMeine rTheik treibt lieber Kladderadatschwitze, verwendetlieber Judenthum und Juden zu willkommenen Gegenständen abgeschmackten Witzes, und trägt selbst zur Verachtung dieser noch mehr bei; der andere Theil schämt 'sich - seines ‘ Judentums',und sucht lieber für. seine theüre Person' daran, .vergessen zu machen.- - Daßsich diese jüdischen Literaten, damit' selbst'den größten Schaden thnM und zuletzt.doch nur auch aus dieser Position herausgedrängt werden, sehen sie nicht ein. — Und dann fehlt es auch an Mitteln. Die WiderlchungFnuß möglichst in demftlben^Blatte gegebew weMn; ww die' Beleidigung -geschehen; an der'Quelle selbst muß-der schmutzige Strom'verstopft werden,^ damit er sich "nicht weiter'ergieße. .' Das gestatten aber die Zeitungen nicht aus.purerGerech.tigkeitsliebjr,..MS.MMnhstst^,'UnpLrtMch.keit^-sostdem--sieftWI)llen fürdenverwendeten Raum bezahlt sein. - Dazu läßt fich wohl eineifervoller Emzelriep iiw und Hwei Mal heran, dann aber läßt er es Miben7 — Was Ms änbetrifft, wir haben seit drechndzwanzig,. Jahren den Kampf unermüdlich, so weit es 'an^mls^waps^ geführt/ dinrge Male -in Broschüren, mehrere. Male in. Öffentlichen. Blättern, immer aber in dieser Zeitung. Wir scheueten Niemanden, auch wenn er noch so sehr dbenäüf. Mr;''wir fochten immer mit osseneur Vifiv und -standen für unser-Word einKund ' doch kann man nicht behaupten, daß wir^ mit blinder Par»! teilichkeit, mit unbedingter Vertheidigung; ohne irgend welche Zugeständnisse verfuhren.,- Nun wixdnberdieAllgiuZtg^ dr Judenth. doch zumeist von-Juden gelesen; und wo -die Zei» . Lungen zunächst als. Localblätter ihr-Gift verspützm; kaM s die Allg. Ztg^ M Judenth^ - nicht iMbieselbeMKreise 'ein-' \ dttngen,'uch ein tüchtiges-Antidotum'- zu verbreiten.! - Sie' \ kann-dahmmUr theilSimiMgemeinen wirken;-theils-deir; Juden ^Md ihren-VertheidigewWedankew und^Stvff, Än'-- \ regllng' «ndttgeistige Mittel bieten.^ cm:. l Und, doch ist . die Sache von der äußersten'Wichtigkeit^ i Wehe'/Unss> wenmMip sie Enachläsfigen, -wenn wir in- - Trägheit-und Erschlaffung^ eine kräftige NothwehrMsgeberi/

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