Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 14 (28.3.1859)
- Date
- 1859-03-28
- Page
- Seite 198 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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it 3!! I 3 f!! ' "Ms^CinseMr fraglichen Artikels zu dieser, wie wir glauben, allzu sangumischen Hoffnun^berechtiHHM^- WerfenArvir^nür^einew BllckZnach^nterfHnfenHdem w ckn.Älld^n3' se^rv z ähsreich^ Üwö h lKn^Neg ikrungsbezirke und seben wir, mit welcher Strenge dort* das ominöse Matrikelgesetz gehandhabt, mit welcher rücksetzung überhaupt tzie.Jsraeliten Gehandelt cherM, so findet^MrÄE ÄeMnMp jenes Berich terstätters die beste Widerlegung. — Wir zweifeln zwar nicht im mindesten, daß unsere jetzige Kammer, in welcher das liberale Element vorherrschend ist, rechte gernWiesHand. zur Verbesserung unserer Verhältnisse bietenwürde, allein es verlautet bis jetzt noch nicht das Geringste, daß man von Oben Etwas im Sinne des Fortschritts für thün^'entschlossen ist." —' Möge sich'die' Wirklichkeit, besser gestalten als die Aussichten! — Dresden, 25. Februar. (P'rivatmitth.) Ihrem . schätzbaren Aufsatze in No. 9. über jüdische Bühnen dichte r möchte hinzuzufügen sein, daß.jetzt Be r thol d A u e r b a ch mit einem. neuen. Schauspiele, „Der Wahrsprüch" aufgetreten ist, welches in Weimar mit sehr bedeutendem Erfolge und in Gegenwart des großherzoglichen Hofsdargestellt wurde. — Auch ist der NaMe'Lederer's, des witzigen und.geistreichen Verfassers von Lustspielen,'nicht zu vergessen. -^-Wilhelm W o l fsö hni hält jetzt hier Vorlesungen über Schillers Dramen vor einem sehr zahlreichen und aus den höchsten Ständen zusammengesetzten Publikum. —^ t)r. Dav i d AM er in LeipM (ein gebornier Dresdener) hat fr* eben eine nicht ohne Talent geschriebene Interpretation des Goethe'schen Faust veröffentlicht; er sucht darin nachzuweisen, daß Arthur Schopenhauer's Ideen Uber den menschlichen Willen auch in Goethe's Faust.anzutreffen seien und nimmt hierbei Bezug, das Judenthum, gegen 'manche Ansicht Schopenhauer's in Schutz zu,nehmen. — 'V , / Hinsichtlich der Rabbinatsschule in Preßburg, deren Bestätigung ein Correspondent qus Böhmen als eiüe Errungenschaft hinstellt, enthielt No. 38.' des in Wien erscheinenden „Wanderer" sehr betrübende Mittheilung. 'Die Anschauungen einer vergangenen Zeit sollen in jener Schule noch maßgebend sein. Die talmudischen'Stüdien selbst werden nicht nur keineswegs so schwunghaft darin betrieben, wie man etwa glaubt, sondern die Prosanwissenschaften sind sogar,von .selbiger gänzlich ausgeschlossen und man fürchtet, daß f t, X 1 M .r.ntvifcfä .88 sie leicht zu einem Schlupfwinkel werden könnte, UM sich^er MiliMpsiicht^zu entziehen. BerfaffeAdldser tw uMaöer, ZblM Mt^Gem TMen daAA^WlM jedes;>bedMMM religiösen Jsraet^en sei, davor zu warnen, daß nicht Institutionen ins Leben treten oder gar belobt 'werden,^ die die/mj tt es a<lt erliche isoUrende Ignoranz-wieder herbeiführeN 'Und dadurch das größte Unglück CH i l u l h a sch e m hervorzurufen im Stande sind.' — "; *“ Preußen. Aus Schlesien, 10. Februar. (Privatmitth.) Nach den Listen,' welche vorige Woche unter dieIntheilzeschner (Actionäre) für die Herstellüng einer großen Synagoge in BreSlau vertheilt,würden, haben, sich bis jetzt schon 240 Gemeindemitglieder — und Manche unter ihnen mit sehr namhaften Beiträgen — an dem qu. Unternehmen betheiligN— Die erste oberschlesische Leh^ rerconferenz,—5 bekanntlich vom Schuldirigenten vr. Wilhelm Freund in Gleiwitz angeregt, — soll, wie verlautet, schön am nächsten Schuschan-Purim-j21..März) in.Gleiwitz abgehalten werden. — In dem am 20sten v. M. zu Beüthen,. Oberschl., . in seinem.. 85., Lebensjahre dähingeschiedenen Partjculier- Hrn.Hchn.Mannheimer, . der durch.25 Jahreund bis/ganz kürz vor. seinem Ende däs Amt . eines Vorstehers und Mendanten des dortigen jüd.Krailkenpssege- und B.eerdigungs- VereinS mit seltener Psiichtt'reuö und unermüdlicher Pünktlichkeit verwaltet hatte, — wird Seitens seiner Mitvorsteher der Verlust eines liebevollen, nur zum Wohlthun ermunternden Collegen, und Seitens der ganzen Gemeinde der. Verlust eines edeln, wahrhaft gottgetreuen Mannes betrauert. — In.Ratibor scheint man nunmehr auch ernstlich daran zu denkeneine mehrclassige Gemeindefchule ins Leben zu rufen/- Dem Vernehmen nach soll dies sogar schon zu ÖsterN d. I. geschehen. Nur verlangt man von dem änzustellenden ersten Lehrer, resp. Dirigenten der Schule,, er' solle .auch ein musikalisch gebildeter Cantör und einen Chor zu unterrichten» wie zu leiten Im Stande sein.'' Wir fragen: wie reimen sich diese Forderungen? Man kann allerdings von einem Lehrer verlangen, er solle an Sabbathen und Feiertagen als 'Chasan fungiren, und den Chor, der beim Gottesdienste mitwirkt, an den Wochentagen selher snstruiren und ausbilden.. Dies Alles aber Dem zumuthen, welcher vermöge. fei.ner pädagm-