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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-02-21 · Heft 9 (21.2.1859) · p. Seite 125

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 9 (21.2.1859)
Date
1859-02-21
Page
Seite 125 (sequence 7)
Language
German
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li^n^o^fie^c-n: %er^^fljo‘gejigem,einbe«^g^i^eftinb er" beschließt über allgemeine Anordnungen so wieuber Beschwerden' gegen Verfügungen, und?Beschlüsse der Synagogen- Gemcinderäthe. -Die-Wahl aller -Vertrer Und Beamten' der-jüdischenuReligionsgenoffenschaft wienicht windet die Verwaltung ihrer Cultus- und AntKrichMngelegeny^iteN ^geschieht-ohne jegliches^ Ein- ^reisen? und! ohne Mitwirküng^der staatlichen Gewalt; nür 'che^-Landrabbmer 5witd auf? geschehene Präsentation dösl> Landesgemeinderäths vom Größherzog Ernannt, Wchuist-dw Regierung zur Wahrung der staatlichen!Rechte von allen allgemeinen Anordnungen des LaMsWmeinderaths spätestens gleichzeitig mit derPüblicatiön^verselben in Kenntniß zu setzen.' Im Uebri- -geWstttvrMllge'troffenM-Bestimmungen' 'über den for- MleN Mschäftsbetriebwen in Betreff der politischen Gemeinden^ bestehenden Normen entnommene (Wes.-^Z.) ' Preußen. ' ^'Breslau/ 19. 'Janüaw (Privatmitth?) Daß-die Befreiung' der jüdischen? Soldaten vom Dienste während ' der Feiertage nochnicht züm völligen Abschluß gekommen, ersieht man aus folgendem, jüngst erstöffenen Rescript des Kriegsministeriums. Es lautet:' E - Se^ Kömgl. Hoheit der Prinz-Regent haben Ew. Wohlgeboren Jwmediat-Eingabe vom 12. September v. J^uachdem der dieserhalb Allerhöchst befohlene Vürirätz stattgehabtchät/dhNe'besondere Allerhöchste Bestimmüngi dem Kriegsministeriüm zur Erledigung zufertigen' lassen.' Dasselbe' eröffnet 'Ihnen demnach/ wie die GeneM-Eommändos bereits, früher veranlaßt worden find / däräuf-.Rücksicht zu nehmen,' daß die Soldaten mosaischen Älaubens' an -besöndern jüdischen- Heiertä- M^möglHstWoMDienfi disßensirtbleiben, solche auch züv BdtWPMer christlicheilKirche behufs Abhaltung des-MliM-Gottesdienstes 'nicht verpflichtet werden.- ,/JÜLFölge dieser Bestimmung hat denn - auch während dkOvorjährigen großen Uebüng beim 6. Armee- CbrpS-'äU 18. 'und 19. September eine Dispensation der fn den Garnisonen zurückgelaffenen-Soldaten jüdischer-Religion vom Dienste stattgesunden. * -1 '' ^Wenngleich hiernach'eine Befreiung der sämmtlichen Söldäten jüdischer Religion des' EorpS nicht eingWtÄ^sein'dürste, so' findet das Kriegsministerium hiergegen Mmso weniger etwas zu erinnern, als eine unbedingte ÄispensatwN der Soldaten mosaischen Gläü^ bens/'vom?Dienst an^jüdischen Feiertagew weder zuche!- fürworten ist, noch überhaupt durchführbar-erscheintt'- -In den Vieftrhalb im Jahre 1832 mit. dem Herrn Minister wes Kultus "gepflogenen Unterhandlungen ist dies auch nicht für I erforderlich erachtet, sondern anerkannt worden) daß die Berückstchtigüng des ReligionsverhMniffes - ihre Grenzen?inr der nothwendigen Fest- Haltung des militärischen Dienstzweckes finden muß.; : Berlin) den 3. Januar 1859.' 1 >. : /Kriegs - Ministerium. gez. v'^Bonin. An den Königl. Landrabb: in Schlesien, ' - lHerrn Tiktin. ' ' •’< - , Ms-Schlesien,-20. Januars (Privatmitth.) Unter den Frankelschen - Stiftungen an Breslau besteht bekanntlich - auch eine- „zur " Beförderung. der? Künste und -Handwerke/unter den Jüden^. Dieselbe - wird zum 1. April d^ J. 'wiederum 4 Stipendien (zunächst auf 1 Jahr)-«vergeben^! -nämlich/ a) >200 Thlr. - züm Besuch des-' Königl. /Gewerbe -Instituts in 'Berlin; b) 200 - Thlr. zum Besuch der Königl. Bau-Akademie in Berlin; e) 200? Thlr. zurhöhern Ausbildung in der Mafchinenbaükunft; ä) 250 .Thlr.' zum Besuch der Königl. -Akademie der Künste in Berlin. — Die Bewerber müssen:jüdischer Religion sein und der Provinz Schlesien -angehören^ . . > ' r. Deri Warschauer Cz.-Correspondent der Breslauer Zeitung! findet die Zunahme der Juden im Königreich Polen?—ihreZahl beträgtdörtjetzt schon über 580,000 ^-'aus dem Grundedeünrühigend, ,^weil der?polnische Jude-nicht, von feiner-Hände Arbeit lebt, Nichts Producirt, sondern vorzugsweise die verschiedenartigsten Speculationen im Kopfe , hat.^-— > J . Das in Breslau bestehende „Comite .zur Beschaffung einer großen Synagoge^ entwickelt jetzt eine-sehr große. Thätigkeit / - und dürste diese - Wohl , bald.. gute Früchte tragen. .\-,\ Am 12. d. M. hat der rühmlichst bekannte Orien-. talist, Professor Bernstein in Breslau, sein-50.jähriges Doctor- Jubiläum - gefeiert/und: unter den ihm ,Gruß und Glückwunsch darbringenden Deputationen auch: eine des -jüdisch - theologischen'Seminars — bestehend aus Wen Herren DDr. Frankel/ Gratz und Joel empfangene — . -Die Errichtung der?Religionsschule in der.Ge-. meLnde Gr^/Glogau W-aus ein Vierteljahr näm-,

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