Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 3 (10.1.1859)
- Date
- 1859-01-10
- Page
- Seite 30 (sequence 2)
- Language
- German
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V! ♦W weil solche eine Zeitlang beliebten SchlagwÖrter nicht durch Seftofung,J sondern drAh^ie Zeit selbttLefeitigt^HM», den.MlWAGKrFtzeMuKMüLKWME Aß leine pBdMMeHHgH ^WMin^ßUuDdie WrkMkSDch^Voä)^ nicht zeigt, werden sie abgenutzt und fallen gelassen. Wir allerdings können in dem Umstande, daß innerhalb des: » 30 * -v yjü 5 a .i j iiri % 11 i< .8L Weise ein„christlicher" sein will, sich an eine dieser Kirchen oder Seelen anschließen muß, und damit glesch wieder aufhört, ein ,,christlicher"'>zu sein,-und -vielmehr eiri^ katholischer, evangelischer, anglikanischer u. sw. -wird,- wodurch er wiederum mit den übrigen Kirchen in.Widerstreit tritt, darin, sagen wir, können wir keine „Lift der GAch^te^ / sondern" die einfachste Thatsache^ dasßlatürlichste Ergebnißerkennen, da Mit dem Beginn -deS-.-ChtästMhumV 'selbst/ sAdn in der Zeit der Apostel, sehr ver-" schiedenartige Auffassung, also Kirchen und ^Secten. ent--^ standen:-'Der Persuch , den Staat mit einer bestimmten -zu idßntistcirdn, ^ists wiedecholt gemacht worden: En hat: diei:Straßenvon - Byzanz' mit?,Blut. überschwemmt, ' daß seitdemÄ>ie -Griechen. dem Andrang ihrer Feinde Mcht Widerstehen'-konnten, bis dew Islam,die; Thore-Konstantinoptzls.erstürmt hatte. -Er verwüstete.dieHluren des weftgothischmt Reiches, bis zwar der Arianismus ausger'attet/' aller zugleich.-die .^Kraft - des Volkes gebrochen und den an-- drängenden-.Mauren,: der Weg. - in das - Herz, des Staates geüffnet,-.war.., Wie Spanien,, als!es..unnjener Einheit lMenu.fqst zwei Millionen seiner, betriebsamsten unp gei-; steKkräftigsten. LandesIinder vertrieben-. hatte/ - einem Verfall; zrrging/ wie er an. -.Schnelligkeit? und Umfang kaum.!noch> einmal^ in dev Geschichte gefunden wird, : brauchen wir nichtauseinanderzusetzen. Hat doch/erst in -unfern Tagen dcls mächtige-Rußland-seine kirchliche Einheitstendenz aufgeben und,.tolerant^ werden müssen/.: wenn es - einer neuen, groß-. - artigen /Entwickelung /entgegengehen wollte.: -Hat - also die Geschichte-; chierüber. :so Unzweideutige. Belehrung gegeben,? daß Diejenigen, welche trotzdem vergleichen Jdeen;vow Einheit!;des^ Staats :mnd - der - Kirche möch - jetzt durchführen wollen/ geradezu; als.Feinde ihres- Vaterlandes; zu betrachten ,fiyd^ hat .M aber auch - gelehrt/ .daß. eine solche -Ten-' denz wie dem Staate / - soauch,der- Kirchelselbst: Verderb- > lich - ist/';jche Geistesregung^/in/ihr.'unterdrückt, 'und 'weil fie.s stch.Mletzt; auf Gewalt und; Zwang stützenMUß/r/daS! Fundament der- Religion nryld Sittlichkeit -mntergräbtrE: so-darf-, nicht verkannt werden, daß'die Neuzeit durch//die Mtwickflung. der? geistigen-und materiellen.Bezüge und'Lebensmomente. auch nicht mehr damit zuftieden ist, neben einev-<pbherrschMden Confesfion die andren M d ulden^gegenM^i^tWMadezu"HW)MHrN^ AdMgHu^eMsonderwÄnMn^lDcheraEEMR) DcK jM PliMlMEssenschaft in staatsbürgM?cher Hinsicht gleichberechtigtMNd in kirchlicher Hinsicht gleichgeachtet sei. 'Die Zeit, in Welver Minonnte, und jede Beschränkung und Ausschließung geduldig ertrug, diese Znt ist unwiederbringlich vorüber. Es kann dies nicht mehr Anmaßung^, ./MÄlutiönät-i/ oderwie benanntwerden; es liegt -jetzt in jedem Menschen, in der Luft, in .jeder Zeile, die geschrieben, in jedem Blatte, das gedruckt wird; hundertmal zürückgewiesen, dringt es zum hunderteinten Male wieder hervor)"his'W zur^öllen Geltung' gelangt ist. Wie ,kann man dies eine „List,der Geschichte" nennen/ was ^das einfachste Ergebniß ist, die natürlichste/ U« gekünsteltste Thatsache — eine List ist es nur , es eine „List" zu benamsen! - - -- —-- Bon den Juden sagt dieser?)Artikel, daß sie „stch über- \ all festzufetzew: und wirres weitgreifenden Einstusses zürllersichern gewußt haben." ^ierbei^'.must^bent^'KüMigen \ Zwiefaches auffallen'/ erstens daß über Viesen uermeintlichÄr - Einfluß'der Juden, zu fallen Zeiten geklagt worderr,MNd dann. daß demungeachtet dieftr Einfluß niemals -im- Ssande gewesen war, sie vor den grausamsten Verfolgungen/und Bedrückungen zu schützen. Ueber diesen-Einfluß klagte man schon im altfn ÄlerandnerH .ghgmjhn richtete Juvenal im heidnischen Rom die. Pfeile seiner Satyre, Justinian gründete, aus,ihn seine. ausschließenden Gesetze, die Concilien flössen von bittern Klagen stinetwegen über und!alle Mord- und RaubünfaM^eö ■^tRittelalterS auf die? Juden.suchten sich mit. dem .unerträglichen Einfluß/der - Juden zu, rechtfertigen.! Gewiß, ist es' daher, daß!/ -wenn. . gegenwärtig üeineiglücklichere. Periode,/mir, größerer MnL;dauer für ste angebrochen sein sollte,, dies/durchaus/nicht-, dem Einflüsse, der Juden; sondern der'Wirkung größerer. iHumanitat? und.allgemeineren Rechtsgefühlsszuzuschreihew/ wäre.- Denn.sicherlich Hallen, auch die -Jüden ihren wirkft-! i chen Einfluß niemals thatkräftigzu ihrer Abwehr und .ihremv - Schützern, ausgedehntem Maße' zu. benüHemvevstaMü....* s Werfen-wir! nun-Zeinen .Blick auf die coneretzn Er-r l scheinungrn-l jenes Umschwungs / so >r haben.'rwft^insvnSerss lE-wg-kand und- PreußLn zu: berücksichtigen.:; Es. -ist in^ /der That -höchst merkwürdig /.wie. iw Engläüdueine ichreti! Tradition und * ihren^ Grimdsätzen Nach Törystische lR-egie-. 'rung an bie-Spitze!werMeforypartei:getteten'/rrmnd:iausü