Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1858-09-06 · Heft 37 (6.9.1858) · p. Seite 514

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
22 (1858)
Issue
Heft 37 (6.9.1858)
Date
1858-09-06
Page
Seite 514 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3224737-3226093-3226131--17153-3246049
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

514 Zum bevorstehende» israelitischen Neujahrsfest (5619) sind geschmackvolle Gratulativnskarten mit hebräischem, so wie mit hebräischem und deutschem Tert in größter Auswahl zu haben bei W. Hagelberg in Berlin. Chai Adam, dis« "n Dieses anerkannte und zweckmäßige Werk für Schulen von Abraham Danzig in Wilna empfiehlt Unterzeichneter. Der Preis hierfür ist 21 Sgr. Wiederverkäufer erhalten bei Abnahme von vier Eremplaren eines gratis, bei größerer Abnahme 33*/3 °/°* in Hamburg, während der Messen in Leipzig, Frankfurt a/O. u. Braunschweig. Nr. S. Holdheiws Predigten über die jüdische Religion, 3 Bände (60 Bogen), Ladenpreis 3 Thlr., find süv t Thlr. NO Sgr. jetzt durch alle Buchhandlungen zu beziehen. Berlin, Verlag von Julius Springer. Verspätet. Nro. 28. der Allgemeinen Zeitung des Judentbums enthält in einer Privatmittheilung aus Mittelschlefien die Nachricht, daß: 1) das Counts in Frankenstein, welches sich zur Unterstützung der Abgebrannten jüdischen Glaubens gebildet hat, die Absicht habe, die demselben zur Vertheilung zugesendeken Gelder zum Aufbau einer Synagoge zu verwenden, 2) daß der Abgebrannte, welcher vor dem Synagogenbau fortzieht, ein Viaticum erhält, 3) daß ein Mitglied des Comitss, welches zugleich Mitglied des Gesammt-Comites ist, in demselben erklärt habe: „Man brauche den jüdischen Abgebrannten Nichts zu geben, da fie von ihren Glaubensgenossen reichlich bedacht worden." Wenn auch die Redaction den Verfasser dieser Mittheilung, den fie uns, ungeachtet fie hierzu aufgefordert worden, nicht genannt und dadurch unsere Erwiderung verzögert hat, für glaubwürdig hält, so muß das Unterzeichnete Konnte dennoch alle diese Behauptungen für vollständig unwahr erklären. — Wir gewärtigen 'Beweis, daß wir die Absicht hatten, die erhaltenen Gelder auf andere Weise, als im Sinne der Geber zu vertheilen. Als jene lügenhafte Mittheilung zu unserer Kenntniß kam, waren schon die eingegangenen Unterstützungsgelder unter die Hülssbedürftigen nach Verhältniß des Schadens vertheilt. — Niemand hat ein Viaticum erhalten. — Am grellsten tritt bei der dritten Beschuldigung die Unlauterkeit der Quelle hervor, aus der jene Mittheilung floß; denn das bezeichnete Mitglied hat nicht allein die ihm zur Last gelegte Aeußerung nicht gethan, was ihm alle Mitglieder des Gesummt -Comitäs jeden Augenblick gern bezeugen werden, sondern die Unterstützung seiner Glaubensgenossen jederzeit befürwortet. Dies zur Steuer der Wahrheit und können wir nur bedauern, daß sich die Redaction auf solche Mirtheilungeu hin ein Mal für befugt erachtet, uns zur Rechenschaft zu ziehen und dann 42 Thlr. 17^2 Sgr. zurückzubehalten, welche für unsere abgebrannten Glaubensgenossen hier bestimmt find. Frankenstein, den 26. August 1858. Das Comite. L. Matzdorff. I. Fuchs. A. Sachs. W. Berliner. Zu obiger Erwiderung haben wir nur zu bemerken: 1) daß wir, wie jede Redaction, den Namen ihrer Correspondenten nur auf obrigkeitliches Verlangen, nicht aber auf jede anderweitig gestellte Anfrage nennen und nennen dürfen; 2) daß der betreffende Correspondent uns als „glaubwürdig" seit vielen Jahren bekannt ist, was immerhin nicht zu verhindern braucht, daß er in irgend einem Falle irrig berichten kann; 3) daß die einfachste und schlagendste Widerlegung Seitens des Comites die Veröffentlichung der geschehenen Vertheilung gewesen wäre; 4) daß die Meisten Derer, welche uns Gelder übersandten, dies mit der Bemerkung thaten, daß wir die Verwendung für die Abgebrannten in Fr. nach unserm Ermessen treffen sollten, worüber die Briefe vorliegen; 5) daß wir sofort die restirenden Gelder übersenden werden, sobald wir über die Vertheilungsweise in Kenntniß gesetzt find. Die Redaclion. Erklärung. Den Voraussetzungen in der Privatmittheilung aus Hamburg in No. 34. S. 465. Sp. 2. gegenüber bemerken wir, daß Herr Selig Hausdorff aus Jerusalem persönlich seine Beglaubigungsbriefe bei uns vorgezeigt hat, und daß dieselben sowohl von dem k. k. Generalconsul Pizzamano, dem englischen Consul Finn und mehreren christlichen Würdenträgern, z. B. von dem vor Kurzem verstorbenen Professor v?. Roth, als auch von dem sephardischen Oberrabbinen und sephardischen Beth-Din, und endlich von dem palästinensischen Comitö in Amsterdam unterzeichnet sind. Dies zur Steuer der Wahrheit. Die Redaktion. Jüdisches Volksblatt 3t». 3«. Anwalt und Assessor. (Forts.) — Notizen des Tages. — Aphorismen zum neuen Jahre. — Blumenlese. NB. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich 1 Thlr. Vierteljährig 7* Thlr. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redacteur: K. Rabe.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.