Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 22 (1858)
- Issue
- Heft 35 (23.8.1858)
- Date
- 1858-08-23
- Page
- Seite 486 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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486 Wichtiges Hülfsmittel für das Privatstudium . des Hebräischen. In unserem Verlage erschien so eben: Pentateuch/ grammatisch zergliedert. Nebst sprachlichen Erläuterungen von Naschi und vollständigen Biegungstabellen. Für Schüler des Hebräischen auf Gymnasien, Universitäten und Clericalseminarien, so wie für angehende israelitische Lehrer. Von Dr. Gmanuel Hecht, Seim. gr. 8. geh. Preis 1 Thlr. 10 Gr. Braunschweig^ Schulbuchhandluitg. Ankündigung. Seit Juli d. I. erscheint im Commissionsverlage von Ich H. Deiters in Münster und ist durch jede gute Buchhandlung, so wie durch jede Postanstalt des In - und Auslandes zu beziehen: Israelitischer Haus- und Schulfreund. Organ für Schule, Haus, Gemeindeleben und Kultus. Herausgegeben von A. Treu, Seminarlehrer in Münster, und Dr. G. Hecht, Lehrer zu Hoppstädten. Preis halbjährig 22^2 Sgr. Prospecte und Probenummern sind durch jede solide Buchhandlung zu erhalten. Benachrichtigung. In Folge erhaltener Briefe sieht sich der Unterzeichnete gemüssigt, zur gefälligen Kenntnißnahme eines größeren Publikums zu bringen: 1) Daß der vom bekannten Kalendermann Klein seiner Schul - und Jugendbibliothek zu Grunde gelegte Plan aus meiner Feder geflossen, er denselben verwendete ohne meiner oder des Herrn Rabb. Dr. Hochstädter in CmS, von dem er gleichfalls einige Gedanken sreibeutensch benutzte, mit einer Sylbe zu gedenken. Sowohl gedachter Dr. Hochstädter, als Herr Dr. Philippson in Magdeburg, die diesen Plan schon länger als vrei Jahre kannten, können mir vorliegende Erklärung nötigenfalls bewahrheiten;— 2) daß Herr Klein nach Ems und hierher gereist, um uns Beide, die wir uns bereits zur Herausgabe eines Schulblattes verbunden, zu einer Gemeinschaft mit ihm zu gleichem Zwecke zu bewegen und wir in Rücksicht auf sein der Verbreitung von Literatursachen förderliches stetes Wanderleben und seine merkantilische Ueberredungsgabe, so wie zur Entfernung einer Concurrenz, den Allianz-Vertrag acceptirten, von Herrn Klein aber wieder eine Trennung gewünscht wurde, nachdem er gefunden, daß namentlich der Herr Bezirksrabbiner Dr. Hochstädter seine Pläne alsobald durchschaute und denselben durch hierauf bezügliche schriftliche Vertragspunkte für uns unschädlich machen wollte. Daß die pädagogischen Kenntnisse des Herrn Klein, der nie Lehrer war, keiner ist und keiner werden will, demnach zur Leitung eines Schulblattes nicht die geringste Mission hat, uns zu keiner Verbindung mit ihm veranlaßt, noch die Brosamen, die ihm für sein Jahrbuch von den Tischen der Gelehrten zufielen, ein sonderliches Vertrauen erweckten, ist einsichtlich. Dies der Kommentar zum Kommentar, den Herr Klein meinen an ihn gerichteten Briefen geben soll. Hoppstädten, Juli 1858. Dr. Em. Hecht. Neuenburg a/W., im August. Am 12. d. M. hat der Prediger Herr Dr. Jonas unfern Ort verlassen, um seiner Berufung als Prediger am neuen Tempel zu Hamburg zu folgen. Durch seinen Abgang haben wir einen kaum zu ersetzenden Verlust erlitten. Während seiner fünfjährigen Amtsführung hat derselbe durch seine Predigten voll tiefer Gottesfurcht, verbunden mit großer Gelehrsamkeit und praktischer Gewandtheit, vielfach und in seltener Weise die Gemeinde erbaut. Die zweiclasfige Gemeindeschule hat er durch sein ausgezeichnetes Lehrgeschick und seinen unermüdlichen und aufopfernden Fleiß dergestalt emporgebracht, daß auf Verlangen, in Gemeinschaft mit dem hiesigen evangelischen Rector, er auch noch eine Privatschule einrichten mußte, in welche die bereits vorgeschrittenen Kinder der jüdischen wie der evangelischen Stadtschule mit dem günstigsten Erfolge geschickt wurden. Daneben wußte sein liebevolles Herz auch für die Armen unserer Gemeinde durch Gewinnung der Reichern auf das Freundlichste zu sorgen, während sein anspruchsloses und bescheivenes Wesen, seine Uneigennützigkeit und Freundlichkeit gegen Jedermann ihm allseitige Anerkennung und Achtung erwarben Wir können Trost über seinen Verlust nur in der angenehmern und einflußreichem Stellung finden, welcher Herr Dr. Jonas in Hamburg entgegengcht, zu welcher wir ihm denn auch das beste Glück und den Segen Gottes aus vollem Herzen wünschen. Mehrere Mitglieder hiesiger Gemeinde. Druckfehler. 2m fünften Leitartikel zu No. 31. S. 419. Sp. 13. v. 0. muß es heißen: „wie durch die Erbsünde", nicht „wir durch die Erbsünde". Die Redaetio«. Jüdisches Volksblatt R». 34. Napoleon und der Baal Schem. — Briefe aus und nach der Heimath. XI. — Notizen des Tages. — Blumenlese. — Vom Institute zur Förderung der israelitischen Literatur. NB. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich 1 Thlr. Vierteljährig 7* Thlr. Verlag von Barrrngärtuers Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redacteur: K. Nabe.