Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 21 (1857)
- Issue
- Heft 43 (19.10.1857)
- Date
- 1857-10-19
- Page
- Seite 594 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3224737-3226039-3226083--16452-3245309- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
394 Bei Albert Rosbach in Königsberg erschien: nJfi/n S3D titi-id 35 B. 8. Brosch. 12^2 Sgr., geb. 15 Sgr. In Partien billiger. Für die sieben Lewysohn'schen Kinder find ferner eingegangen: von Herrn Fabrikant Ph. Herrmann in Poln. Crone 3 Thlr.; Schullehrer L. Sichel in Baiersdorf gef. in der Schule 5 Thlr. — zusammen 1364 Thlr. 27*/r Sgr. Da mehrseits das Verlangen an uns ausgesprochen worden, über das Schicksal dieser sieben Waisen etwas zu erfahren, so stehen wir nicht an, mitzutheilen, daß der älteste Knabe von Herrn Dr. Gins bürg in die Jacobson'- sche Stiftung in Seesen ausgenommen, der zweite Knabe von einem kinderlosen, begüterten Ehepaar in Bayern an Kindesstatt angenommen, und die 5 kleineren einstweilen besorgt worden sind. Von den durch uns gesammelten Geldern erhielt die sel. Frau Lewysohn 20 Thlr., ferner find bereits 1250 Thlr. an den gerichtlich bestallten Vormund, Herrn B. Strauß in Fulda, abgegeben und hypothekarisch belegt worden; der kleinere Rest ist zu weiterer Ansammlung noch in unsren Händen. — Für die Abgebrannten in Vojanowo sind bei uns eingegangen: von B. M. in Gröbzig 1 Thlr., von Lehrer Saul in Würden gef. 2 Thlr. 10 Sgr. — Für die Gemeinde in Gewunden: von Herrn Rabb. Klein in Stolp i Thlr. — Die Nkedaetion. Stuttgart. Erklärung. Herr Musterlehrer Lammfromm in Buchau hat, durch mich ermuntert, eine Bearbeitung des bekannten Buches nrnatz) unternommen. Vor einiger Zeit sandte er mir das Manuscript ein mit der Bitte, solches durchzusehen und wenn es meinen Beifall habe, das Buch mir widmen zu dürfen. Dieses Manuscript umfaßte die Erzählungen und Gleichnisse des niroiö und da ich nichts darin fand, was nicht einem jüdischen Leser geboten werden dürfte, so schickte ich es mit einigen Bemerkungen zurück und verstand mich dazu, die Dedication anzunehmen. Später erhielt Herr Lehrer Lammfromm behufs der Subscribentensammlung auch eine Empfehlung von mir. Nun ist das Buch erschienen, vermehrt mit Betrachtungen, Sprüchen und Sentenzen und in einer ganz andern Gestalt als die, welche meiner Empfehlung zu Grunde lag. Zch sehe mich daher zu der Erklärung veranlaßt. daß ich von den Zuthaten des Herrn Lammfromm keine Kenntniß hatte, und wenn ich solche hätte ahnen können, ich weder das Buch empfohlen noch die Dedication angenommen hätte. Kirchenrath Dr* Meriev. Bemerkungen. Den Redacteur des ,;Israelite“ in Cincinnati, Herrn Wise, machen wir darauf aufmerksam, daß er sich die Mähe spare, von Zeit zu Zeit irgend eine Nummer seines Blattes uns zuzusenden. Sie fällt uneröffnet in den — Papierkorb. Wir wissen, daß er die von uns herausgegebenen Blätter plündert, ohne die Quelle anzugeben >— ein Diebstahl, der nur noch jenfeit des OceanS blüht — und daß er auf uns schimpft, und zwar in einer Weise, die eine jede Antwort überflüssig macht. Mag der polnische Flüchtling seinen aus der Heimath mitgenommenen Schmutz, den ihm das Weltmeer nicht abzuwaschen vermochte, auch ferner um sich werfen, uns trifft er nicht. — Herr Bloch in Paris übertrug jüngst in seiner Monatsschrift unfern Leitartikel in No. 39. d. Bl., und nahm dabei Gelegenheit, aus die Juden Deutschlands, auf die deutschen Rabbinen und auf unS die maßlosesten Ausfälle, die unwahrsten Behauptungen und Folgerungen zu häufen. Wir erklären auch ihm, daß wir unS, Gott sei Dank, in dem Stadium als Autor fühlen, daß wir dem ersten besten Klopffechter Rede zu stehen nicht brauchen, der durch eine Polemik mit uns fein nichtssagendes Journal interessant machen möchte. Herr Bloch wird aber selbst wissen, daß er auf dem Gebiete der Literatur und Theologie für nichts weiter gelten könne, als für einen Klopffechter, der alle Welt zu lästern sich anmaßt, weil fie nicht mit ihm „das Judenthum von 1457 und nichts als das Judenthum von 1457" will. Mit einer solchen Ansicht läßt sich überhaupt nicht streiten. WaS aber leistet Herr Bloch für diese Meinung? Hat er irgend eine Beweisführung, irgend eine Forschung, irgend einen Grund und Gedanken, ja nur irgend eine Darstellung dafür vorgebracht? Nein, nichts als Lästerungen Anderer und schönklingende, aber hohle Phrasen. Wir überlassen ihn diesem edlen Treiben, und machen ihn nur darauf aufmerksam, warum er stets mit Deutschland hadert, da er doch wohl genug in Frankreich zu thun hätte? — und werfen ihm nur die eine Perfidie vor, daß er die deutschen Rabbinen feil für ihre Stellengehälter schimpft, während er wissen muß, daß kaum 5 Rabbinate in Deutschland ihren Inhabern einen auskömmlichen Unterhalt gewähren, während die anderen mit Entsagung, ja Noth zu kämpfen haben, während die französischen Rabbinen ihre Besoldung vom Staate ziehen. Doch lästern Sie und prahlen Sie nur weiter — wir kümmern uns in der That nicht darum. Daß Sie die uns vorgeworfene Inkonsequenz bereits, in No. 40. widerlegt fanden, werden Sie wahrscheinlich Ihren Lesern verbergen. Die Redaktion. Jüdisches Volksblatt R». SS. Die Rettung. 1755. — Die Landwirthschaft bei den Juden in Oesterreich. — Anekdote aus dem Leben. NB. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich: 1 Thlr. Vierteljährig Vs Thlr. Verlag von Baumgartners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. D. Hirschfeld* Verantwortlicher Redacteur: K. Rabe. ' . »Q