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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1857-09-14 · Heft 38 (14.9.1857) · p. Seite 522

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
21 (1857)
Issue
Heft 38 (14.9.1857)
Date
1857-09-14
Page
Seite 522 (sequence 12)
Language
German
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522 von der Cantonalregierung die Erlaubniß auf Grund seines Charakters als Bürger der vereinigten Staaten dem Artikel V. des Tractates gemäß. Sein Verlangen wurde rundweg abgeschlagen aus dem Grunde, weil er ein Jude sei. Herr Godman nahm seine Zuflucht zum Botschafter der vereinigten Staaten in Bern, der seinetwegen, gestützt auf den Tractar, reclamirte, aber die kalte und demüthigendc Antwort erhielt: „der besagte Tractat schlösse die jüdischen Bürger der vereinigten Staaten nicht ein." Die amerikanischen Juden sehen jetzt ein, daß sie von ihrer eigenen Regierung betrogen worden; denn als sie durch diese Zeitung gewarnt, 1855 den damaligen Staatssecretair deshalb angingcn, hat er sie in diplomatischer Weise beruhigt» Der Rcv. vr. M. Mayer erläßt daher einen beredten Ausruf in oben gedachter Zeitung an Juden und Christen, durch Petitionen an die Regierung auf Revision des Tractates zu dringen. Anzeigen. 18 3 Restauration und Gastwirtschaft von 8. Hirsche!, Dresden, Topfergasse No. 13. 1. Etage, empfiehlt freundliche Wohnung lind Nachtquartier. Ein Rabbiner und Prediger gesucht. Die israelitische Gemeinde Adalh Israel zu Louisville im Staate Kentucky, Nord-Amerika, wünscht einen Rabbiner und Prediger auszunehmen. Derselbe soll sowohl gründliche Gymnasial- und Universitätskenntnisse besitzen, als auch gut bewandert in der Bibel und im Talmud sein. Der Gehalt ist auf 1500 Dollars das Jahr festgesetzt und wird vorerst aus 5 Jahre ausgenommen, mit der Zusicherung, daß, wenn die Gemeinde mit seinen Leistungen wahrend dieser Zeit zufrieden war, auf Lebensdauer. Bewerber wollen sich gefälligst mit Beifügung der nöthigen Zeugnisse und Empfehlungen an den Unterzeichneten wenden. Neu. I)r. H. Felsenheld, Correspomling Secretary of Lhe Commille, Louisvillc, Kv. Die Lehrer-, Cantor- und Schächterstelle bei der Synagogen-Gemeinde zu Al len st ein wird zum 19. Ortober er. vacant. Der jährliche Gehalt beträgt circa 400 Thlr. — Bewerber, welche einen Chor zn leiten und Vorträge zu halten im Stande sind, werden aufgefordert, sich bald entweder persönlich oder in portofreien Briefen unter Einsendung ihrer Zeugnisse beim Vorstande zu melden. Zum nächsten pt m) wird bei der hiesigen israelitischen Gemeinde die Stelle eines Lehrers, Vorbeters und Schächters vacant. Der Gehalt beträgt außer freier Wohnung und Nebenaccidenzien 120 Thlr.; ferner wird freier Mittagstisch gewährt und für Feuerung ein Benag von 10 Thlrn. vergütet. Unverheirathete, geprüfte Bewerber wollen sich baldigst unter Einsendung ihrer Qnalifications- und Führungs-Atteste wenden an den Vorstand der israelitischen Gemeinde I. Salomon. Stralsund, den 2. September 1857. Die Synagogen-Gemeinde Labes in Pommern wünscht zum 1. November d. I. einen Prediger, Neligions- und Elementarlehrer für Kinder höheren Alters aufzunehmen. Der Gehalt ist jährlich auf 300 Thaler feftgesftllt; die Nebeneinkünfte belaufen sich auf 50 bis 100 Thlr. Rabbinats-Kandidaten wollen sich gefälligst mit Beifügung der n'öthigen Zeugnisse und Empfehlungen portofrei an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Labes, 19. August 1857. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde Labes und Wangrin. A. B. Jaeob. Die Synagogen-Gemeinde zu Erfurt beabsichtigt die Anstellung eines unverheiratheten Religionslehrers. Derselbe muß selbstredend die Staatsprüfungs-Zeugnisse vorlegen können, zugleich aber die nöthige mnstkalische Ausbildung, behufs Einübung von Chorgesang, so wie auch geprüfte Kenntnisse in Schechita besitzen. Der vorläufig firirte Gehalt beträgt jährlich 100 Thlr. Bewerber wollen ihre Zeugnisse franco an den Vorstand ein senden. Für unsere Religionsschule soll die Lehrerstelle, mit welcher ein Einkommen von monatlich 15 Thlrn. nebst freier Wohnung verbunden ist, vom 1. October er. bis zum 1. April 1858 interimistisch besetzt werden. Oualificirte Bewerber wollen sich portofrei bei uns melden. Stargard in Pommern, den 2. September 1857. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Levin. Die zweite Lehrerstelle an der hiesigen israelitischen Elementarschule wird Ende October d. I. vacant. — Das feste Einkommen beträgt pro anno 150 Thlr. Dasselbe kann jedoch durch zu erteilenden hebräischen Privatunterricht auf 300 Thlr. gebracht werden. — Musikalische Kenntnisse werden gewünscht. — Qualificirte wollen sich persönlich oder in frankirten Briefen bei dem Schulvorstande melden. Wollstein, den 1. September 1857. Per Schulvorstand. 4

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