Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 21 (1857)
- Issue
- Heft 29 (13.7.1857)
- Date
- 1857-07-13
- Page
- Seite 399 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3224737-3226039-3226069--16243-3245086- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Vaeanz. Durch das Ableben des jetzigen Cantors und Schächters (mwi im), Herrn W olf A l e r a n d e r , ist diese Stelle vacant geworden, und soll dieselbe baldmöglichst wieder besetzt werden. Das mit dieser Stelle verbundene Diensteinkommen besteht,' neben freier Wohnung in dem bisherigen Umfange, in 1) einem festen baaren Gehalte von 150 Thlrn., und 2) in den üblichen Nebeneinkünsten, welche unbestimmte Einnahmen ebenfalls auf 200 Thlr. geschätzt werden können. . ö> Amts-Kandidaten, die sich um diese Stelle bewerben wollen, fordern wir auf, sich baldmöglichst entweder persönlich oder in ftankirter Zuschrift bei dem Unterzeichneten Vorstande zu melden, und neben ihrer völligen Unbescholtenheit und Religiosität ihre Tüchtigkeit zum Kantor- und Schächteramte zu documentiren. Reisekosten werden nicht erstattet. Wöllstein, den 3. Juli 1857. Der Vorstand der jüdischen Corporation. __ S. G Gersorr. Zum nächsten im rfn) wird bei der hiesigen israelitischen Gemeinde die Stelle eines Lehrers, Vorbeters und Schächters vacant. Unverheirathete, geprüfte Bewerber erfahren unter portofreier Einsendung ihrer Qualifications- und Führungs-Atteste das Nähere bei dem Vorstand der israelitischen Gemeinde I. Salomon. Stralsund, den 5. Juli 1857. Ein Rabbiner und Prediger gesucht. Die israelitische Gemeinde Adalh Israel zu Louisville im Staate Kentucky, Nord-Amerika, wünscht einen Rabbiner und Prediger aufzunehmen. Derselbe soll sowohl gründliche Gymnasial- und Universitätskenntnisse besitzen, -als auch gut bewandert in der Bibel und im Talmud sein. Der Gehalt ist auf 1500 Dollars das Jahr festgesetzt und wird vorerst auf 5 Jahre ausgenommen, mit der Zusicherung, daß, wenn die Gemeinde mit seinen Leistungen während dieser Zeit zufrieden war, auf Lebensdauer. Bewerber wollen sich gefälligst mit Beifügung der nöthigen Zeugnisse und Empfehlungen, an den Unterzeichneten wenden. Rev. I*r. H. Felsenbeld, Corresponding Secretary of the Commitle, Louisville, Ky. In meinem Amtsbezirke sind mehrere mit gutem Einkommen verbundene jüv. Lehrer - und Cantorstellen zu besetzen. Bewerber haben ihre Qualifikation persönlich bei mir einzuholen. Bonn, im Juli 1857. Dr. Auerbach, Oberrabbiner. Die Stelle eines Lehrers an unserer Religionsschule, mit welcher ein jährlicher Gehalt von 200 Thlrn. verbunden ist, wird mit dem 1. Oktober d. I. vacant, und soll solche wiederum mit einem unverheiratheten, geprüften und mit hebräischen Kenntnissen versehenen Lehrer besetzt werden. Bewerber belieben baldigst ihre Qualifications-Zeugnisse und Führungs-Atteste an Unterzeichneten Vorstand franco einzusenden. Pr. Stargardt, den 3. Juli 1857. Der Vorstand des Synagogenbezirks. I. Goldfarb. A. Brilles. I. Mannheim. In der jüdischen Cultusgemeinde allhier ist die Stelle eines Vorbeters, welcher zugleich Schächter und Lehrer sein muß, vacant, und soll sogleich wieder besetzt werden. Der Gehalt ist Thlr. 150. ohne die Schächtergebühren. Hierauf Reflectirende haben sich zu wenden an den Obervorsteher R. Siegsfeld. Wörlitz bei Dessau. Deutsch s Musik-Institut für jüdische Cantoren und Lehrer. Der Unterzeichnete eröffnet den 15. Oktober a. c. einen musikalischen Kursus für jüdische Cantoren und Lehrer. Gegenstände des Unterrichts werden sein 1) gründliches Verständniß der Liturgie und Kenntniß der gottesdienstlichen Gebräuche; 2) Ausbildung der Stimme; 3) Theorie und Lehrmethode des Gesanges; 4) Generalbaß; 5) die ersten Elemente der Kompositionslehre; 6) gründliche Kenntniß der alten Synagogenmelodien und die verbesserte, den Anforderungen unserer Zeit entsprechende Vortragsweise derselben. Erfordernisse zum Eintritt sind: einige Kenntniß der hebräischen Sprache, Stimme und musikalisches Gehör. Anmeldungen werden bis Ende September in meiner Wohnung täglich entgegengenommen. Auswärtige wollen fich in portofreien Briefen an mich wenden. Mögen recht zahlreiche Anmeldungen Solcher erfolgen, die sich dazu berufen fühlen und denen die fernere gedeihliche Entwickelung unseres Gottesdienstes am Herzen liegt. Es wird mein eifriges Bestreben sein, ihre Kräfte zu entwickeln, zu nähren und zu leiten und sie zu würdigen Leitern eines erbaulichen Gottesdienstes heranzubilden, damit der allgemeinen Klage über Mangel an fähigen Cantoren und Chor-Dirigenten endlich einmal abgeholfen werde. Moritz Deutsch, Ober-Cantor der große« Synagoge zu Breslau. Formen :n, auch in hebräischer Schrift, empfiehlt billigst die Fabrik von L. Solo» in Berlin. Metal lbucli§taben!" £