Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 21 (1857)
- Issue
- Heft 28 (6.7.1857)
- Date
- 1857-07-06
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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21, Jahrgang JW 28 Allgemeine Zeitung -es Zudcnthums. Ein unparteiisches Organ fit* alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philipps»« in Magdeburg. Leipzig, den 6. Juli 1857. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, MontagS, und wird jährlich 78 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u. s. w. um. fassen. In Gemäßheit des Zweckes, derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22 */* Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs. Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sächs. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: Die Statistik der Juden in Preußen. — Die Judenmissionsgesellschaft. — Literarischer Wochenbericht. Zeitungsnachrichten: Preußen: Frechen, Jarocin. O e - ste r reicht scher Kaiserstaat: Aus dem Tokayergebirge, Czernowitz. Frankreich: Paris, Mühlhausen. Großbritannieu: London. Italien: Turin. Leitende Artikel. Magdeburg, 2. Juli. Die Statistik der Juden in Preußen, aus der Volkszählung am Ende des Jahres 1 8 55. Wir entnehmen aus den amtlichen „Mittheilungen des statistischen Bureaus" (Jahrg. X. 1857. No. 6—8.) hierüber Folgendes: „Die verfassungsmäßig am Ende jeder 3jährigen Periode im December des Jahres 1855 im preußischen Staate vollzogene Volkszählung hatte ein unerwartet ungünstig es R esu lta t und gab daher zu der Besorgniß Veranlassung, daß, ohngeachtet auf dieselbe die möglichste Sorgfalt zu verwenden vorgeschrieben worden war, nicht überall mit zuverlässiger Genauigkeit gezählt worden sei. Es sind daher in allen den Regierungsbezirken, in welchen das Ergebniß der Einwohnerzählung pro 1855 ein geringeres Resultat ergab, als erwartet werden durste, wenn zu der Zählung pro 1852 der innere Zuwachs an mehr Geborenen als Gestorbenen in den 3 Jahren 1853, 1854, 1855 hinzugerechnet wird, Nachrevisionen veranlaßt worden, welche aber nur unerhebliche Fehler bei der Zählung nachgewiesen haben. Bei der Schwierigkeit, den Bevölkerungszustand am Ende 1855 nach Verlauf von mehreren Monaten zu controlliren, für welchen Zeitraum von mehreren Monaten alle die Veränderungen durch Geburt, Todesfälle, Ein- und Auswanderung in Betracht gezogen werden müssen, kann es nicht auffallend erscheinen, daß diese Nachrevisionen ein erhebliches Resultat nicht geliefert haben.. Durch diese zeitraubenden Nachrevistonen ist die Feststellung der Bevölkerungszahl des preußischen Staats pro 1855 ungewöhnlich verzögert worden, und daher erst jetzt möglich, dieselbe, wie nachstehend geschieht, zu veröffentlichen. Der preußische Staat im Ganzen hatte nach den Zählungen am Ende 1855 . 17,202,831 Einw. - - 1852 . 16,935,420 - also in den 3 Jahren 1853/55 einen Zuwachs von 267,411 Einw. oder 1,58 Proeent. Der gleiche Zjahrliche Zuwachs zwischen den Zahlungen von 1849/52 betrug .' . . . 537,972 Einw. oder 3,28 Procent. Es sind also dem Staate in den 3 letzten Jahren 1853