Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 21 (1857)
- Issue
- Heft 26 (22.6.1857)
- Date
- 1857-06-22
- Page
- Seite 357 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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357 Offene Lehrerstelle. Bei der hiesigen Israel. Gemeinde ist die Stelle eines Religions-Elementarlehrers und Cantors mit einem jährlichen Gebalte von 200 bis250Thlr., freier Wohnung und Nebeneinkünften vacant, und ist zu jeder Zeit, längstens aber bis zum 1. October l. I. zu besetzen. Bewerber, welche befähigt sind, den Gottesdienst mit Chorgesang zu leiten und die Öualificationszeugnifse als Religions- und Elementarlehrer haben, wollen sich an den Oberrabbiner Herrn Dr. Auerbach in Bonn oder an den Vorstand wenden. Mayen b. Koblenz, den 14. Juni 1857. Der israelitische Vorstand. Lehrer- und Cantorstelle. Die von uns früher ausgeschriebene Stelle eines Elementarlehrers, welcher zugleich die Befähigung habe, das Cantoramt in Verbindung mit einem Chore zu versehen, und wo möglich als Hülfsprediger zu fungiren, hat bis heran in der gewünschten Tüchtigkeit nicht besetzt werden können. Wir wiederholen daher hiermit unsere Einladung und fügen hinzu, daß an Gehalt vorläufig zwar nur 350 Thlr. votirt sind, daß diese Summe aber, je nach der größer« Befähigung, entweder gleich oder später erhöht werden kann. Unsere Schule ist von dem König!. Ministerium als eine öffentliche anerkannt, und nach Ablauf eines angemessenen Provisoriums steht definitive Anstellung in Aussicht. Aachen, den 12. Juni 1857. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Ein Lehrer, welcher in Preußen das Seminar besucht und dort eraminirt worden ist, wünscht zu Anfang October d. I. ein Engagement, das ihm einen nicht zu beschränkten Wirkungskreis bietet. Die Leitung einer Volksschule wäre ihm am liebsten. Er ist im Stande, auch Kanzelvorträge zu halten. — Seit elf Jahren stand er theils auswärts, theils hier in seiner Vaterstadt in Praxis; und zwar wirkt er seit mehreren Jahren an einem hiesigen öffentlichen Institute von ca. 200 Kindern, außerdem aber noch an einer Privat-Unterrichts-Anstalt. Reflectirende wollen gütigst ihre Briefe, mit A. Z. bezeichnet, der B. S. Bereudsohn'schen Buchhandlung frankirt einsenden. Hamburg, Mai 1857. Englisches, deutsches und französisches Pensionnat unter der Leitung von Lewis Jackson, Chaussee de Louvain in Bruxelles. In diese Pensions-Anstalt, welche in einer der schönsten Vorstädte Brüssels liegt, können zu jeder Zeit Zöglinge ausgenommen werden. — Die Zöglinge, die beständig unter Aufsicht stehen, gemessen eine sorgfältige Erziehung und Pflege und die liebevolle und freundliche Behandlung des elterlichen Hauses. — Das bewährte Urtheil sachverständiger Männer, welche diese Anstalt besucht und geprüft haben, empfiehlt dieselbe zur Genüge. % In meinem Pensionate für israelitische Knaben I A können noch einige Zöglinge, die das hiesige vor-I I treffliche „Gymnasium", „Provinzial - Gewerbeschule" % | oder „städtische Bürgerschule" besuchen wollen, Auf- | | nähme finden. J | Die Pensionäre erhalten bei mir sorgfältige sitt- | A lich-religiöse Erziehung, werden bei ihren Schular- | | beiten von mir selbst beaufsichtigt und liebevoll be- A | handelt. Die näheren Bedingungen sind bei mir auf portofreie Anfragen zu erfahren. f » Schweidnitz in Schlesien, im Juni 1857. 1 | Abr. Seeliftsohn, | %■ Prediger der jüdischen Gemeinde. Mit dem Isten Juli dieses Jahres eröffne ich wieder meine rühmlichst bekannte israelitische Restauration in Ostende» und zwar in einem der größten, renommirtesten, geräumigen Hotels, Hotel de Flandres genannt, welches durch seine Lage an der See, geräumige Zimmer, elegant meublirt, und einem schönen Garten den Reisenden und Badegästen sich sehr empfiehlt. Ich bemerke, daß mit meinem Hotel eine schön eingerichtete Synagoge mit eigenem Chasan verbunden ist, in welcher der Gottesdienst, da ich bis zum Isten Oktober hier bleibe, auch an den Feiertagen gehalten wird. Ich empfehle daher mein Etablissement der Gunst des Publikums, so wie zugleich meine Restauration zu Brüssel, rue d’Aremberg Nr. 5. H. Frank. Metallbuchsteben in hebräischer Schrift, empfiehlt billigst die Fabrik von L« SvlvN in Berlin. Eine gute Verkäuferin findet unter sehr guten Bedingungen in meinem Manufaktur-Geschäft eine Stelle. Briefe und Zeugniffe franco. Halberstadt. L. Hirschfeld Wittwe. Eine Köchin jüdischen Glaubens, die auch sonst in der Wirthschaft nicht unerfahren ist, wird unter vortheilhaften Bedingungen von einer stillen, kinderlosen Familie zu Michaelis d. I. in Dienst zu nehmen gesucht. Näheres bei Ntoses Salomon in StavenHagen (Mecklenburg-Schwerin), im Juni 1857.