Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 21 (1857)
- Issue
- Heft 17 (20.4.1857)
- Date
- 1857-04-20
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Bei lgge M der Das Institut zur Förderung der israelitischen Literatur. Aufforderung - 4 x i t e ti Jahve (1. Mai 1857 -1. Mai 1858.) „Institut zur Förderung der israelitischen Literatur" hat in seinem zweiten Jahre die Zahl seiner Theilnehmer von 2500 auf 33OO steigen sehen. Es glaubt auch in diesem Jahre seinem schönen Ziele nachgestrrbt und dem Vertrauen des Publikums entsprochen zu haben. ES wurden den Abonnenten die Fortsetzung eines begonnenen Werkes, die ersten Th eile größerer und bedeutsamer Werke, und eine Anzahl kleinerer Schriften geliefert. Auf dem begonnenen Wege immer rüstiger fortzuschreiten, zu immer größeren Resultaten zu kommen, ist das Bemühen seiner Leiter. Schon ist für die Abonnenten der Grund zu einer Bibliothek gelegt, welche, mit so geringem Opfer erkauft, eine ansehnliche Ausdehnung erlangen wird. Wie dabei das Institut auch außerhalb seines engem Kreises auf die Belebung der jüdischen Literatur und auf die wachsende Theilnahme des Publikums an ihr wirkt, kann der Kundige leicht erkennen» Wir richten daher an das verehrliche Publikum abermals die Aufforderung, uns mit verdoppeltem Nachdruck in der Fortführung des „Instituts" zu unterstützen. Wir wenden unS zunächst an unsere bisherigen Agenten, welche so rühmlichen Eifer entwickelt haben, uns nicht allein die bisherigen Theilnehmer zu erhalten, sondern neue, immer mehre zu gewinnen; wir wenden unS dann an alle Diejenigen, welche der guten Sache zu nützen im Stande sind, Agenturen zu übernehmen; wir wenden uns vor Allem an alle unsere vorjährigen Abonnenten, auch in diesem Jahre unS zu verbleiben, durch ihre Verwendung aber neue Freunde des Instituts zu erlangen. Wenn in der Förderung jedes anderen Zweiges der Literatur ein Verdienst für die Entwickelung und Ausbreitung von Bildung und Wissenschaft liegt, so kommt bei unserem „Institute" hinzu, daß das Wirken für dasselbe und die Theilnahme an demselben zugleich ein religiöses Verdienst, eine religiöse That ist, denn nichts ist, namentlich in unserer Zeit, für das Judenthum nützlicher, fördernder, unentbehrlicher, erhaltender als die Literatur, — haben wir doch vermittelst dieser Zahllose für unsere heilige Religion wieder sich interessiren, ja begeistern, für Religion, Sittlichkeit und Geiftescultur wieder gewinnen sehen, ~