Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 21 (1857)
- Issue
- Heft 16 (13.4.1857)
- Date
- 1857-04-13
- Page
- Seite 218 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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218 Die Gemeinde Bnai Jeshurun zu New-Vork sucht einen ^rn, welcher fähig ist, ein Chor zu unterrichten und zu leiten, so wie auch alle Theile des öffentlichen Gottesdienstes (laut wsmi *pMs ÄNLN) mit Würde und vollkommener Sachkenntniß zu dirigiren. Salair fürs erste Jahr nicht über Tausend Dollars. Die Wahl wird im Laufe Junius stattfinden. Kandidaten, welche ihrer Fähigkeit sich bewußt find, werden eingeladen, flch — auf eigene Kosten — hier spätestens bis Ende Mai zur Prüfung zu stellen, und mit ihren Zeugnissen sich zu melden bei D. Samson, Vorsteher, Nro. 267. Washington Street, New-Uork. Bei der hiesigen Synagogen-Gemeinde ist die Stelle des Religiynslehrers, der gleichzeitig das Amt als Vorbeter beim Gottesdienste zu versehen und auch die Schechita für den Bedarf der Gemeinde zu besorgen hat, anderweitig zu besetzen, mit welcher ein jährlicher Gehalt von Thlr. 306. und ein Nebeneinkommen von etwa Thlr. 100. verbunden ist. Gehörig ausgebildete Leute, die auf diese Stelle reflectiren, belieben sich unter Einreichung ihrer Qualifications- Atteste bei dem Vorstande in portofreien Briefen zu melden. Stallupoenen, den 18. März 1857. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde. Unterzeichnete israelitische Gemeinde sucht zu Johannis oder Michaelis d. I. einen Religions- und Elementarlehrer. Restectanten wollen sich an den Unterzeichneten Vorsteher wenden, welcher nähere Auskunft ertheilt. S. Blumenthal, Vorsteher der Synag.-Gemeinde Springe im Königreich Hannover. Eine geprüfte Lehrerin jüdischer Confesston, mit besten Empfehlungen versehen, die zugleich englischen, französischen und Musikunterricht ertheilt, sucht eine Stelle als Erzieherin. Nähere Auskunft ertheilt Herr I. Iosephson, Breitestraße 13. in Berlin. Israelitische Restauration. Der Unterzeichnete hat die Ehre, den israelitischen Reisenden die Anzeige zu machen, daß er wegen Vergrößerung des Geschäfts seine Restauration in Brüssel vom 1. Mai d. I. an in der Lue de l’Etuve No. 42., pr&s de la grande place betreiben wird. Wir werden uns in der neuen Wohnung noch mehr befleißigen, den guten Namen, dessen sich unsere Restauration erfreut, würdig zu behaupten. Wir sind in dem neubezogenen Hause auch im Stande, freundliche Zimmer zum Logiren anzubieten. Vielseitigen und langjährigen Bitten vieler israelitischer Badegäste Gehör gebend, werden wir dieses Jahr auch in Ostende eine israelitische Restauration eröffnen und haben zu diesem Behufs ein freundliches, schön gelegenes Haus, No. 13. bis Rue des soeurs noires dort gemiethet. A. Steidle, Restaurant ä Bruxelles. Auf Ersuchen des Herrn Z. Steidle füge ich dieser Anzeige mit Vergnügen eine Empfehlung hinzu, da ich aus Erfahrung weiß, wie sehr gut man bei Herrn Steidle logirt und speist. Dr. Ludw. Philippson. Aemrrknngetr. Herrn 6b. 8. Jz. Das Er. der Schriften erfolgt auf dem von Ihnen angegebenen Wege. Die „äg. Geschichte" hätte ich gerade jetzt gern, sie ist nicht angekommen. Die Redaktion. Für die sieben Waisen des verst. Religionslehrers Löwinsohn in Fulda sind ferner eingegangen von: St. Lott.-Einn. I. Naumann in Landeshut (Schlesien) 5 Thlr.; Ungen. in Magd. 2 Thlr.; I. Roscnbaum in Rössel l Thlr.; S. A. Wolff, Relglehr. in Cöthen, 18 Ngr.; Götzl, Hauptschuldirigent in Fünfkirchen, von sich 1 G. B. N., von zwei Lehrern 1 G. B. N.; vr. Klein, Rabb. in Stolp, 1 Thlr., I. Jacoby das. 1 Thlr.; Unben. in Prag 5 Thlr.; I. N. I. in Hannover 6 Thlr.; vr. I. Heilbronn, Pred. in Stavenhagen, ges. 20 Thlr.; G. in Berlin 5 Thlr. — Bis jetzt zusammen: 194 Thlr. 2 */2 Ngr. Dr. Ludwig Philippfon. Ansprache. Nach dem unerforschlichen Rathschlusse Gottes ist in diesen Tagen auch die Wittwe des verst. Religionslehrers Lewinsohn in Fulda heimgegangen. Auf sie, die eine thatkräftige Frau gewesen, hatten wir gebaut, um mit dem kleinen zu sammelnden Capital — es beträgt jetzt circa 250 Thlr. — die Kinder zu ernähren. Die sieben Waisen, von denen der älteste neun Jahre, stehen nun ganz verwaist. Ich richte daher die Bitte an die Vorsteher von israelitischen Waisenhäusern und an Ehepaare, deren Ehe von Gott nicht gesegnet ist —- sich der vater- und mutterlosen Kinder, deren jünstes noch an der Mutterbrust gewesen, zu erbarmen! — Ich nehme fortgesetzt Gaben der Mildthätigkeit entgegen. Magdeburg, am Rüsttag des Peßachfestes 5617. vr. Ludwig Philipp son. Jüdisches Volksblatt R». 28. Die Sünden der Zeit. — Notizen des Tages. —# Abwehr missionarischer Angriffe und Entgegnung der Gehässigkeiten. — Curiosum. — Blumenlese. — Anekdoten. NB. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich: 1 Thlr. Vierteljährig lk Thlr. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschselk Verantwortlicher Redacteur: K. Rave.