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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-12-22 · Heft 52 (22.12.1856) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 52 (22.12.1856)
Date
1856-12-22
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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.! o!!r» ü ciiage; .... Lundeuburg/. 4. December. -u , .Den Mchrteyz LAW Her Hllg..'Zeit.. .d., .Judenthums ul-öchte-L^wdtz.^h.U-xs.-in. deAlben-zum ersten Male vielleicht /Vorkommen;HxM Wpnhat such Mer Zeit-Berichte zu. rschxeiSen^.;Mn E Ä rStMe » die? Avrigen ,-1 dampfschnaubendey. Rosse'Mit. den. Zungen rauchigen - Schweifen in ulmbersehbaren Waggonzügen/ Menschenaus allen Richtungen; EuropasiHon 1 den rnannichfachsten Sitten., und Trachtenherbeiführendie nach 15 -dis 30 Min. Rast ihre Bahnweiter-^nach 'Wien,/ -Prag;, Brünn, Olmütz/ Krakau, -oder - wo - immer , hin verfolgen.' / Hier findet, der Müssigereichen. Stoff - zurAbwechslung - undsZerstreuung, untz der spekulative und -strebsame Geschäftsmann.sieht-sich ins Centrum des Weltverkehrs versetztvonwoer nach allen Richtungen stiegen, und 1 für 1 sein . Unternehmen' Anknüpfungspunkte und fruchtbaren.Boden suchen kann. Die, etwa hundert:Familien -starke.jüdische Gemeinde dieses : mährischen. Grenzstädtchens besteht - größtentheils aus solch strebsamen.Geschäftsleuten,- die nüt dem, vorzüglich durch die .Bahn so--Mähe/.gerückten- Wien in lebhaftem Verkehre -stehen- .und; wirklich hat .sich diese-Gemeinde durch jenen -zu. einem nicht ungewöhnlichen Wohlstände erhoben. - Aber auch den. Anforderungen der. Zeitwurde Rechnung getragen- , und die. Zunahme - der zeitlichen Güter that den ewigen des Judenthums durchaus keinen Eintrag.. Es - i herrscht 1 hier ein: außerordentlicher Wohlthätigkeitssinn>/ wovon ich Thiele Beifhiele - erzählen - könnte, aber mur: eines hiern MfWeulwill.> Ein voriges Jahr ausgeschriebene Eoncuts-zm Besetzung einer Unterlehrerstelle blieb ohne - i-Ersolg . und'- ^der - - Mängel r an - tüchtigen Lehrindividuen: wurde. - hier wie - überall im österreichischen Kaiserstaate: fühlbar-, x Nolens: volens mußten die - angestellten Herren. Lehrer", dieq fehlende' Lehrkraftdurch den Verlauf.' des. ganzen -WiUtereüLsus ersetzen. Der löbl. Gemeindevorstand bewilligte, die Aufopferungsfähigkeit und Leistungen der Lehrer anerkennend, ihnen eine entsprechende Remuneration dafür. Im Gotteshause, das der Vergrößerung harret, wird der Gottesdienst auf solenne Weise von einem fähigen Cantor und gut geschulten Chore abgehalten; es bestehet hier eine dreiclasfige hebräisch-deutsche Schule, zu der man soeben vom Fürsten Liechtenstein für. 800 st..eine Baustätte aequirirt, um ein - entsprechend schönes und geräumiges Schulgebäude zu errichten, : und Schreiber dieses ist eben im Zuge, einen äußerst feierlichen Act aus dieser Schule zu erzählen. Sonntag, den 16. Novbr., wurde -der von Kanitz hierher berufene und.als pädagogisch -didaktisch gebildeter.Lehrer rühmlichst bekannte Herr David Löwy in seinem- Amte, als Oberlehrer, feierlichst einstallirt. Diese Feier fand im Prüfungssaale statt, wo der ehrwürdige Herr Rabbinet im/Ornate, der. Gemeinde- und Schulvorstand mit der Elite der Gemeinde, Lehrer und Schüler in festlichen Kleidern versammelt waren. Auch war der Herr Bezirks- Vorsteher eingeladen und nahm an dem Acte Theil. In Begleitung des Herrn Schulauffeher 2leä. vr. Brumm trat Hr. Löwy. in -den reich gefüllten und mit den Bildnissen - des Kaiserpaares geschmückten Prüfungssaal, worauf der Cantor mit seinem Chore mit einem Liede aus dem kleinen iftael. Gesangbuche des Hrn. vr. Philippsohn die Feier eröffnet. Der Rabbiner Hr. Wolf Mühl--' rad hielt sodann eine der Feier angemessene Rede, worin er/ die Eltern-: aufforderte , durch eine gute und ' stomme Erziehung ihrer Kinder -dem Lehrer hilfreich zur Seite zu z steh en; die Schüler zum Gehorsam -' die Lehrerzur treuen: Erfüllung ihres Berufes ermahnte und dem angestellten Oberlehrer besonders die Heiligkeit und; Wichtigkeit seines Amtes ans Herz legte. 'Diese Rede war in einem schönen blühenden Deutsch vorgetragen, mit Bibel- und Talmudstellen, oft - äußerst scharfsinnig angewendet, gewürzt und verfehlte auch ihre Wirkung nicht. Es fei mir gestattet, einige Anwendüngen biblischer uttdtalmudischer Citate' hierher zu setzen. Als er' die Schüler ermahnte, dem Hrn. Oberlehrer stets Liebe und Achtung zu bezeichnen, sprach er auf dessen Namen David änspielende' ^12^1vi'»-- -TOiäh Den Oberlehrer verglich er, auf den Wochenabschnitt anspielend, mit Elieser, dem Diener Abrahams, der ausgegangen war, der Lehre Abrahams Nachkommen zu verschaffen; er legte demselben die Worte ans Herz: py bLv ^22« »TO •’äKiöb1 nNÄ*' TO *<105« mibi bTO, daß er eine Quelle des reinsten lebendigen Wassers sein müsse, den Wissensdurst der Kinder zu befriedigen mb« •»a1 riVrni

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