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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-12-22 · Heft 52 (22.12.1856) · p. Seite 690

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 52 (22.12.1856)
Date
1856-12-22
Page
Seite 690 (sequence 2)
Language
German
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'} ü J 5 J li ” Bewegung', und obschon wir gar nicht die Absicht hat tat.*, diesen Gegenständen ..diesem Blattern näherenMe- Hed HHHdHHlichEDveMei§ei§> -HlMMeinurH ßutzzusprechen. Ich glaube kaum, daß es jetzt noch einen vernünsti-- gen Menschen giebt, wstcher mst Bewußtem die alte AnklgWMEB^uchD' gegen) DWrdrn stüedevholerü wird. Jedermann weiß, daß es in Ländern und Städten, wo gar keine Juden wohnen, durchaus an Wucherern nicht fehlt, daß ab er.;da-. ^o. lBFenvetz rHerders ReVgionen unter einander wohnen, es nicht minder christliche als jüdische Wucherer giebt, und daß das Vech^ltmü dem der beiderseitigen Bevölkerung paßt. Was hingegen. "-ie^iMÄWHAt^beAN'^so weiß^der Kundige, da^ die, H'di^ ,Jüd§w dazu ntzthrgte -und.^ herech.-. -tigte; r nöthigte/ r daste/ nachdem sie dtn Juden Mn Grunds. --hMtz'k-Md"Löndö'Ät7"^on' Pan^wÄ' un^ Handel, von Wissenschaft, und .Kunst ausgeschlossen, .dem Juden lediglich den Geldhandel und Trödel gestattae; . aber auch berechtigte, indem sie in jeden/ ^ch'uAriffe, ‘ hefljj jsier jstyern Juyey,iicmsftxtrgtchwuMüchlich4echen l be- . ^deu^np.,WerM.Zchsstiß,^ajs-;d.W christliche, Bürger ^ex-c laubtq.Hierüh,ex.einem Mqn^eMeM^ PMvx.,Brun-.,! ner^ier'jt($ digungew auf uns. zu,.wälzen, noch viele Worte ^u,M.a- 'chei^DD Zert verschwenden '' '^eine Än-'. cklagtü' 'hiÄn'^alleÄ^Ä' deüsstben ÄEHH d'a^ die'Jü-' den die ^ütop8isch^P^effe--!eherrfchN,'-BchaÄMngleri, di'e^ . nurdemMreunde - allesiVexaltete» mnv -längst als'- falsch . ErwieseneNj im d.en.MMdj.;kommen>jkönnen>,s!jGin -Mde-f,-. ^res ist aber per^Wstcher.sM,djk„Kesetz^K»ng,Men.,,r;sF^ Wucher.'"Diese letztere hat sich in Wissenschaft und Leben nicht blos als unzureichend, sondern auch als nachtheilig. Zin> ÄN'deröN'^ Bßziehütrgen erwiesen. Wir können nichts dafür, wenn die Berufung auf die Wissenschaft Herrn Brunner ein Gräuel ist. Die mosaische Gesetzgebung wollte in der israelitischen Gesellschaft jedes Schulden wesen verhindern. Sie verbot daher jchli^enlZins an Gelds dder an Naturalien, (siehe hierüber Genaueres in unsren Vorlesungen über die religiöse Jdst S.' 4'6., un!>' stbet dre Religion der Gesell-; schast S. 154:)/- Wir'^äÄn e^dsö Mnug ausgesprochen, k chaß?wir .das-.im Mosaismus -Nie,dergelegte,göttliche Ge-' -setz? als die lauterste-Basis, der -.menschlichen Gesellschaft; anerkenne^' Da aber die menschliche Gesellschaft den Mossaismus -nych .nicht, als- -ihre Basis' anerkannt und ver- > wirklicht hat, so können wir auch die wirklichen Verhältnisse realiter .nicht nach jenem Gesetz«^ beürtheilechss 'So verÄschsuuntzswürdig^ex HFMiH ^nd LeiHtftrtigkeit^stinerAtDenmensDO benützend ^iMr auch ist, so hat mar?'d?ch mit großem Rechte hie bestechenden Gesetze gegen denselben angegriffen. Kaum ein ..Gesetz^ kann die. dernungeachtet geschehende Uebertretung Ä^rhindstss^ nber^de^D^ch^ gerade W^eA/^der mit unerschöpflicher Schlauheit immer wieder Formen findet, ''mÄelst derer er dem Gesetze Hohn spricht, so daß sich ' ister Muchstgefttzel gerade -gegen den Wucher als völlig unzulänglich erwiesen haben. Andrerseits bewirkt die vom .(.Gesetze ^ezo^ene., enge Grenzlinie für den gesetzmäßigen Zinsfuß" gerade, daß die des Geldes Bedürfenden viel mehr in die, Arme jser Wucherer gewieben werdenweil ,-der -erlaubte Zinsfuß-- sogering! ist, daß jedes andere-Ge- ^Mäft.^^u Gstöirin übwirft. 'Im der rieseHMM'EMj.Wickelung i des gewerblichen Lebens hat es sich resultirt, daß das Geld, als allgemeines Tauschmittel bedeutend wohlfeiler geworden; daß daher der sogenannte Gewinn in allen^MgeÄ^ größer werden mußte und geworden ist. Es i zeigt! sich däher,l dass -der'GeldMksh^ im! BesoNvsten inüiechalb-der jbestehenden-Gesetzgebungso beschränkt ist/;Mß ,jer.,mit' dm- Erfolgen aller. andren OeschäftssMgay,;Wht . mehr zconcMixxn ^kann.;,j H)az i nun> der^Heldve.rkeh.r^eiye der, Hauptpufsadern des,, gewerblichen Lehens ist,. sy. AHt man leicht ein , wie gefährlich diese Stockung und. Erschwerung m ihm ist. ' Hit Recht weist 'man' darauf!hür, die' Äctisn rböH begründeter und solidst' iGesellftHf- ''teniffö' Bbßr-'Diiädettd'eV*ttbN'tM daß-' diesolidesten 'Ge- - schäfte';Mweichlichen.Gewinn.ertragen,; daß/ider-beschränkte , Zinsfuß! dH G^dhaydeltz. dieseyr,: den nöthigen Zuflu.ß'Hhsshneidem.nchst.-^ Han e^innept.^ar<ut,,.tv^.Ww.er^-fS bereits wird, den besten hypothekarischen Sicherheiten Capitalien zu schaffen und welch maßloses Unheil hieraus für den Grundbesitz entstehen werde. Diese Erwägungen gegen die bestehenden Wuchergesetze, nicht zu Gunsten des Wuchers, wie jedes Kind leicht einsieht, sondern um die allgemeinen Nachtheile in den wichtigsten Momenten^ d^s^grH^r -gewerblichen Lebens ans Licht zu stellen, haben wir hier aufgeführt, nicht'ustr ünstst- -seM in' einer uns sö "fern ''licheMsi Frage 'mWMechen, oder eine Wirkung zu üben, sondern nur um zu zeigen, 'wie''lächerlich;sich Heft'Dr..Bjmnnst «nK'.'CoMüeu machen, wenn sie diese, hedeutend/Frage der^Gegenwart mit den Juden in Verbindung.bringen und abermals einen Popanz benutzen, um anzuschuldigen,' gehässig zw machen,

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