Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 38 (15.9.1856)
- Date
- 1856-09-15
- Page
- Seite 522 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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322 Kommen zu heMömgen' sucht, der, daß ihm von anderer Seite.in.materieller Beziehung.günstigere Offerten gemachtwort>ett''finh. Einen 'weitern^ Grund sucht er aus, indem er ängiebt^ nie ohne Einwilligung des' Vereins zu Münster mit ''einer Gemeinde * contrahirt zu haben, und fügt.als Beleg ein Schreiben desselben vom 3 1. Juli bei / in"welchem -dieser ihn^ gleichsam warnt,'urit Rheinberg zu ' cönträhirem Herr Steinweg^ hätte aber schon unterm 12äMprslz mit Rhsinberg 'contrahirt, weshalb wir r zuder .Annahme berechtigt sind,, daß derselbe den Verein mit' Un w ah rhei t'e n berichtet hatte, da wir 'ÜM..> voraßssetzen dürfen, daß ein hochgeschätzter Verein zu einem ÄZdrtbruch. seine ^ZußimnchnH.''gebest könne. Menu nun auch, der 'Gemeinde die . Drittel geboten wären, den wortbrüchig gewordenen Lehrer Steinweg zwangsweise zum Eintritt anzuhalten, so hielten wir es für sehr gewagt,' einem s o lch en Lehrerdessen Handlungsweise^ in' den Augen eines jeden rechtlich Denkenden verächtlich erscheinen muß, unsre Jugend anzuvertrauen. Wir find indeß -durch^die uns'gewordene Täuschung in der Person des Herrn' Steinweg in die mißliche Luge versetzt, daß unsre Jugend vorläufig jeden Religionsunterricht entbehttm wüß-?M.rMrrMD nach Empfang 7des letzten Schrei- Lens von -Herrm.Steinweg., auch...vergeblich. um einen andern Lehrer bemüht haben. . „Mirkönnen uns also nur., der Hoffnung hingeben, haß.finste ^<sMe/ techtlbalh. durch einen- Lehrer' besetzt Werste/,..'dM m'an.7'?»^ Vertrauen 'Henken darf, als einem/Zerrst Steintveg.^ ... ...Rheinberg, den 5/ September 1856. n. S. Sipiro, Vorsteher. Mit Bezug auf die „Aufforderung" in Nr. 29. d. Z. erkläre ich mit Vergnügen, daß der Gegenstand seitdem behoben worden, und daß nicht der löbl. Vorstand der ist. Gemeinde zu D e bre czin, sondern ein Vermittler davon die Schuld trug. Magdeburg, 4. September 1856. »r. Philippson. ,. Schmiegel, 3. September. , . Ein > hiesiges,. in ..allen Kreisen hochverehrtes Ehepaar beging am 2., September die Feier der sogenannten.goldenen, .Hochzeit,. Zacharias und Lewie Hamburger ist dies Maar, welches 'durch Wohlthun und Rechtlichkeit, yriteiner, tiefen,., .wahren. Frömmigkeit' verstunden, sich' einen allgemeinen-und besondssrs in der MstvinzHösefi.großen Rufj erwoxhen.hqt^; und wahrlich/ derselbe,äst.wohlverdient,.. Wenn, kein, Armer/vexläßt sein Haus ohne Unterstützung,. kein. Bedrängter .ohne Beistand, keine Miitwe yde^ Waiseohne gewährten Schutz. —'!, ,.Die.!Fe.ier wurde, da die Gattin.durch ein längeres Heiden seht geschwächt ist, geräuschlos,'- 'aber in erhebender .Weise begangen! .'.Des Morgens,' bei feinem Eintritt in, die. mst Blucken und Krästzen festlich äusgeschmückte Synagoge' 'wurde der überraschte Biedermann mit. - dem von Knaben! gesungenen Choral N2M Bsalm empfangen; ' hierauf führte ihn der Cörstorationsvorfteher und der Rabbiner zu seinem Sitz, 'der ebenfalls' Mit- Blumen' Und einem Transparmt mit der Inschrift N^-Ip V^n 21L32 auf das- Prachtvollste Mus^ geschmückt war. Vor dem Vorlefen der Thora (da an diesem.Tage-der zweite.war) wurde der Psalm N2 im '-Wechselgesang vom Vorbeter und . Chor vorgetragen, und der Jubilar mit der Herausnahme der Thora beehrte Nach ■ rmnrt riür^-ip recitirte der Vorbeter einen Th eil des Psalmes; hierauf sprach der Rabbiner Feldblum einen Segen und Gebet in gediegener hebräischer Sprache, der tiefe Rührung und unverkennbare Theilnahme in..den. Gemächern der Anwesenden hervorrief. — Bei der Rückkunft nach feinem Hause wurdeder Jubilar von seinen theils hier wohnenden, theils aüs'der Ferne zu diesem. Acte herbeigeeilten Kindern nebst Familien .empfangen. ..Dieselben überreichten dem Jubelpaar ein prachtvoll ausgestattetes Album, welches den Titel stmszoy.' nwfst N'-nri 12-Ip führt, der darum so originell ist,'ioä er denselben Zahleninhalt hat, wie die'-beiden Ma- und"-’jwri2 Ndr->2^. Das -Mbuiü enthält' etnfer diesem Feste: vollkommen^ angemessene in achter hebräischer Sprache Mit deutscher Uebersetzung verfaßte-Anrede,^ wozu die Kinder zugleich eine Summe-Geld übergäben, wovon die Zinsen auf ewige Zeiten än diesem Tage zu einem' wohlthätigen Zwecke, welcher ldem iZustelpaare zur Bestimmung überlassen' wurde, verwendet werden sollen.- Ein Geschenk/ so würdig und ' passend-, daß wohl bei dergleichen Gelegenheiten eine Nachahmung wünschenswerth wäre. Daß sowohl von dem Jubelpaare, als auch von der ganzen Familie desselben an. diesem Tage an Arme jüdischen und christlichen Glaubens reichliche Spenden verabreicht wurden, braucht Wohl nicht in Erwähnung gebracht zu werden. Im Laufe des Tages statteten der Magistrat, die Corporationsvorstehrr und die angesehensten Bürger christlichen und jüdischen. Glaubens ihre Glückwünsche ab. Möge der Himmel sie noch lange Zähre' »mitderselben Gnade und Huld wie bisher zur Freude "ihrer Familie, zum Beistände für die Armen 'und zur 'Verehrung ihrer Mitbürger «leben lassen! — l Züdisthrs VolksNatt Ro. 50. vr. I. G) Polak- 'Eine biographische Skizze von meä. vr. Philip Goldberg. Einige Fabeln und.Erzählungen der Alten-aus der Thierwelt. -7- Curiosum. — _Blurnenlese. — Unterhaltungs- Pillen. NB. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich: l Thlr, Vierteljährig > Thlr. *’r‘.^«lW^on MaumgärtnerS'BuKhastdlung in Leipzig.— Druck von I. B. Hirschfeld. - 1 '' -r" J ’ Derantwortstcher Redacteur: K. Nab ei