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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-09-08 · Heft 37 (8.9.1856) · p. Seite 498

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 37 (8.9.1856)
Date
1856-09-08
Page
Seite 498 (sequence 2)
Language
German
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,.Vi 498 Rabbiner^- Lehrer; Vorsänger, Vorsteher in^ Repräsentanten. Bei den bestimmt gezogenen Grenzen dieses Jahrbuchshat der Herausgebersseinen - Zweck, den'Gemeinden Preußens ein nützliches Handbuch zu liefern, welches ihnen" die ' Entwickeluttg aüf^dern Böden^des' angeführtem Gesetzes erleichtert, vollständig erfüllt. Wir geben dem wackeren, fleißigen und umsichtigen Herausgeber nur zu bedenken, im. zweiten.-Jahrgange, - ohne -sichirgend wie auf die politische' Fräge^'Anzulassen'/ doch auch alle auf die Stellung der Juden in Preußen als Individuen^ bezüglichen Rescripte und Verordnungen,. neuerer^Zeit mit^ zutheilen, wodurch der Nutzett 'seines Kalenders, der doch auch zum Gebrauch der Individuen bestimmt ist, und damit auch die Verbreitung erhöht würde.- Die Ausstattung ist eine, sehr angemessene. Einen vollen Kranz.werthvoller Arbeiten liefert uns das immer reicher sich entwickelnde Jahrbuch von Jose ph . Wepthejiner in Wien, diesmal auch mit dem Portrait des Lord-Mayor David Salomons geziert. Es beginnt mit einer ausführlichen und anziehenden Biographie des „Don' Joseph, Herzogs ‘ voit; Narös, Grafen von Andros und' der Donna Graciä Naßi von vr. Grätz/^' Es tritt. uns da lebendig das Bild des Mannes entgegen, welcher, in'lneuerer Zeit zuerst von Carmöly aus der Vergessen-, heit'' gezogen; worden, dem 1 folgend auch wir irrt „jüdischen' Völfsblätke"'''eine Lebensskizze gegeben?— Unter der Rubrik'/GrüÄdbesitz/ Ackerbau und HaNdiverk^ gieb/Rapo- . pott-Äneu' Eck"auf :diesen' Gegenstand airÄ der tälmudischen Zeit, 'Cohn in Raudnitz 'auf die biblisihe Zeit, auf. diese ' und die Jetztzeit' ettdlkch vr? Wolfs in Wien.' Es folgt/ Me''in - den" früheren Jährtzäng'en^' „die' Ehrentäfel österreichischer Juden" 'mit? Rücksicht auf neuere Leistüngen' in verschiedenen Lebensstellungen, .ferner Juden in der österreichischen Armee, endlich „Ehrentafel bezeigter christlicher Liebe'-gegen Juden", sämmtlich vom Herausgeber. Es 'ist bew'undernswerth, welche Fülle von gewichtigen Notizen' hier zu lebensvollen Gemälden vereinigt worden sind,- bemerken aber mit Vergnügen, daß gerade die letzte Ehretttafel nicht vollständig' äusgefüllt 'ist/ sondern noch ' eine große Anzahl schöner Züge hätte hinzugefügt werden können.'vr. Aaron Gumpertz, Lehrer Moses Mendelssohn's von vr. M. Letteris, allerdings nur eine li- ^ärhistorische Skizze. — Die Juden in Persten von vr. M Pollak und die biographische Skizze dieses verdienst- Mannes' von vr. Goldberg eröffnen uns, einen in diese interessanten, aber meist unbekannten Lätt- ¥' 5 I und in das Leben eines' mit seltener Energie ausgerüsteten Mannes. — Es folgen „Miscellaneen aus der Geschichte der Juden in Deutschland von ^mazmel HeHt"^ ) eine Sammlung historischer Anekdoten^ dw HryjyteNfst' ren. -- Das MKchen v.o'tk^denLr.ei)HlnAr,Ao^EH^ ' Wiener, eine Untersuchung, welche dieses berühmte .ch^n auf die hebräische Quelle, ans der es geflossen, zurückführt und dem jüdischen Scharfsinne vindicirt. — Ein Stück rMfches Lebem von/Leon WtzÜW-MHnkel, ergreifend, währ, dock nicht ohne stilistische Jncorrectheit. — Rückblicke auf das letztverfloffene Jahr vom Herausgeber; so ,wst Rückblicke: auf ^die jüdische Literatur von Vr. B? Beer, mit Fleiß gesammelt, mit Umsicht geordnet, mit Unparte,ili^keit besprochen. Jedermann wird die Füllendes' ^Geschehenen und Gethanen auf dem Gebiete des Judenthums in einem so kurzen Zeiträume bewundern, und Nichts? giebt'wohl. mehr als solche Rückblicke Zeugniß von dem /kräftigen Leben in unsrer Glaubensgenossenschast. 1 siebzehnte Makame aus dertt-Tach- ' kemoni von vr. Kämpf reiht sich an die 1854 herausgegebene erste Makame desselben sprachtüchtigen und gewandten Uebersetzers. Wir hoffen von dieser Hand in ., nicht zu-ferner Zeitden ganzen Tachkemoni in deutschem Gewände zu. besitzen. Außer einer Anzahl kleinerer Aufsätze haben wir nun noch zwei hervorzuheben: Eisiks Brille, eine Geschichte von Leopold Kompert, abermals ein Genrebild, das zwar an: Liebenswürdigkeit seinen vorang'egan-^ . genen Genossen nicht nachsteht, aber in der Composition"' ünd Motiven etwas Gezwungenes, Gemachtes hat, welches unbefriedigt läßt; endlich „Diego d'Aguilär im Jahre 1736. Ein Beitrag zur Geschichte der Staatsmonopole von vr. Ludwig'^Odlsner in Breslau", eine gründliche Abhandlung, welche auch-vom wissenschaftlichen Stand- , Punkte Interesse und Werth hat. —. Möge es. dem Herausgeber' immerfort' gelingen, so tüchtige Kräfte zu,ver- - einigen, und die von ihm edirten Jahrgänge werden. ei- .. nen dauernden Werth behalten. — Endlich: Das Jahrbuch, herausgegeben von H. Lie-, - bermann in Ärieg, 4. Jahrgang. , Dem deutschen und. jüdischen Kalender, den Messen und Jahrmärkten, ..welche zuerst den Orten,, dann der Zeit nach aufgeführt werden, ...- folgt das Jahrbuch, , in welchem zuerst Geiger seine. Ein- - r leitung zu dem .nächstens erscheinenden Gabirol in bekann- . , ter Weise giebt. Eine Biographie Rothschilds, dann.dies - auch. besonders erschienene' Predigt von vr. Jellmek, das, Mutterherz,, die, drei glastbenStreuenKnaben, eine wahre-.- Geschichte nach' einem hebräischen Mayuscripte bearbeitet ., von Vr. M. Wiener, . ferner der Anfang, eine;: Novelle.^

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